Jugend hackt Süd in Ulm. Foto: Open Knowledge Foundation Deutschland
Jugend hackt Süd in Ulm. (Foto: Open Knowledge Foundation Deutschlan)
Schwäbische Zeitung

Von der Feedback-App für den öffentlichen Nahverkehr, über ein Kartenprogramm für Radfahrer und Wanderer bis zu personalisierten Anleitungen zur E-Mail-Verschlüsselung.

Die Projekte bei „Jugend hackt Süd“ griffen Alltagsprobleme der Gegenwart auf und zeigten, wie Technik das Leben erleichtern kann. Veranstalter waren die Open Knowledge Foundation, eine gemeinnützige Stiftung aus Berlin, die sich für Transparenz und offene Daten einsetzt, und das Open Knowledge Lab Ulm, ein lokaler Ableger.

Ziel der Veranstaltung auf dem Gelände der Universität Ulm war, dass 50 Jugendliche innerhalb eines Wochenendes, von Freitag, 12. Juni, bis Sonnntag, 14. Juni, Ideen für Softwareprojekte entwickeln – und diese Projekte dann gemeinsam in die Tat umsetzen.

Am Sonntag stellten die Teams ihre Werk vor, anschließend wurden die Sieger in insgesamt fünf Kategorien gekürt. Paula Glaser von der Open Knowledge Foundation hob das spielerische Element der Veranstaltung hervor: „Nicht alle Projekte werden an einem Wochenende fertig, aber alle Teams konnten innerhalb von kurzer Zeit vielversprechende Prototypen erstellen.“

Nick Rusnak und Ben Carp entwickelten beispielsweise eine App, mit der Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr dem Betreiber einfach und unbürokratisch Feedback geben können. „Einen schmutzigen Sitz fotografiert man und schickt das Bild an den Verkehrsbetreiber.“

Die App verknüpft das Foto auf Wunsch mit den Standortinformationen des Smartphones. Der Betreiber bekommt dadurch die Möglichkeit, einen Missstand zielgerichtet zu beseitigen. Innerhalb von nur 48 Stunden ist es den beiden gelungen, das Projekt technisch fertig zu stellen. Was noch fehlt, ist ein Kooperationspartner.

Tobias Cyron, Maximilian Hohenleitner, Tilman Scharpf und Till Gübel programmierten eine interaktive Karte als Orientierungshilfe für Wanderer und Radfahrer, bei der Parameter wie Schwierigkeit, Schattenwahrscheinlichkeit und Straßenbeschaffenheit vorab ausgewählt werden können. Weitere Projekte beschäftigten sich mit den Themen Umweltschutz, Überwachung und Verschlüsselung.

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