Deutschland fällt in IT-Rangfolge zurück

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Deutsche Presse-Agentur

Deutschland fällt bei der Nutzung der Informationstechnologie (IT) weiter hinter die skandinavischen Länder und die USA zurück. Das geht aus dem am Donnerstag vorgestellten Welttechnologiebericht 2008-2009 des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Genf hervor.

Erneut führt Dänemark die Rangfolge an, vor Schweden und den USA. Deutschland liegt auf Platz 20, knapp eine Stufe hinter Frankreich. Im letzten Bericht vor zwei Jahren lag die Bundesrepublik in der Rangfolge der technologisch innovativsten Länder der Welt noch auf dem 16. Platz.

Die Entwicklung der am stärksten vernetzten Länder der Welt sei eng mit dem hohen Stellenwert verknüpft, den diese Nationen in Ausbildungsmöglichkeiten, Innovationskraft und einem breiten Zugang zu Netzwerken beimessen, heißt es in dem Bericht. Deutschland habe insgesamt einen guten Rang unter den 134 untersuchten Staaten, erläuterte einer der Mitautoren der Studie, Thierry Geiger. „Aber Stagnation ist wohl das Problem“, sagte Geiger.

So seien die anderen Staaten auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) seit dem letzten Bericht schneller vorangeschritten als Deutschland, erläutert der Experte. Dies gelte etwa für die Zugangskosten zum Internet sowie die Erziehung und Ausbildung von qualifiziertem Personal. „Deutschland ist da eher etwas stehengeblieben“, analysiert Geiger.

Das WEF, das in jedem Jahr das Treffen führender Politiker und Wirtschaftsexperten in Davos veranstaltet, untersuchte in seinem Global Information Technology Report (GITR) diesmal 134 Wirtschaftsnationen weltweit. Die Studie beurteilt, wie sich die IT auf die Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Länder auswirkt. Ein darin enthaltener Networked Readiness Index (NRI) prüft, wie effektiv einzelne Länder die IKT zur Förderung ihrer Wirtschaftsentwicklung und Wettbewerbsfähigkeit einsetzen.

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