Deutscher Hörbuchpreis für Irm Hermann

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Deutsche Presse-Agentur

Der Deutsche Hörbuchpreis geht in diesem Jahr an die Schauspielerin Irm Hermann in der Kategorie „Beste Interpretin“.

Für ihre Rolle in Werner Fritschs „Enigma Emmy Göring“, in der sie Hermann Görings Ehefrau spricht, gelinge ihr „mit aller Verve ein furioser Monolog“, begründete die Jury in Köln. Die „böse Machtgier der Göring“ trete hinter der banal-biederen Fassade deutlich hervor.

Als „Bestes Kinderhörbuch“ wird der französische Klassiker „Der Krieg der Knöpfe“ in der Version der Regisseurin Judith Lorentz geehrt. Darin erschließe sich dem Hörer der Kinderbuchklassiker von Louis Pergaud neu und auf „originelle Weise“. Lorentz zeige „souveränen Sinn für Rhythmus und Zwischentöne“.

In der Rubrik „Das besondere Hörbuch“ wird Louis-Ferdinand Célines „Reise ans Ende der Nacht“ über den Kriegsfreiwilligen und Armenarzt Ferdinand Bardamu ausgezeichnet. Geschildert wird seine Lebensreise durch Ersten Weltkrieg, psychiatrische Kliniken oder die Kolonien Afrikas - laut Jury in einem „kongenialem Zusammenwirken von Komponist, Musikern, Geräusch- und Wortregie“. Die Gewinner der vier weiteren Hörbuchpreis-Kategorien - etwa „beste Information“ oder „beste Fiktion“ - werden nach Angaben des Westdeutschen Rundfunks erst am 16. Februar 2009 bekanntgegeben.

Die Auszeichnungen sollen beim Literaturfestival Lit.Cologne am 15. März in Köln überreicht werden. Der mit insgesamt 23 331 Euro - 3333 Euro für jede Rubrik - dotierte Hörbuchpreis wird gestiftet unter anderem vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels, dem WDR, der Lit.Cologne und dem Nachrichtenmagazin „Focus“.

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