„Der Pianist“ ist für Polanski Werk seines Lebens

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Deutsche Presse-Agentur

Filmregisseur Roman Polanski sieht das vor acht Jahren in Babelsberg gedrehten Drama „Der Pianist“ als Werk seines Lebens. Alle Filme, die er davor gedreht habe, erschienen ihm „wie Proben“ für das Oscar-gekrönte Holocaust-Drama.

Das sagte der 75-Jährige am Donnerstagabend bei einem Podiumsgespräch im Filmmuseum Potsdam. „Das ist der einzige Film von mir, der Bezug zu meinem Leben und meiner Kindheit hat.“ Der 1933 geborene Polanski überlebte die Nazi-Zeit im Krakauer Ghetto und später in einem Versteck auf dem Land in Polen. Die Arbeit am „Pianisten“ „war recht leicht für mich, denn ich habe jedes Detail vor Augen gesehen - das waren Kindheitserinnerungen, die man nicht vergisst“, sagte er.

Seit rund zwei Wochen laufen die Dreharbeiten zu dem Thriller „The Ghost“ unter der Regie von Polanski in Babelsberg. In der Verfilmung eines Romans von Robert Harris („Vaterland“) spielen Ewan McGregor und Pierce Brosnan die Hauptrollen. Es geht um einen Schriftsteller, der als Ghostwriter die Memoiren eines britischen Premierministers schreiben soll. Dabei glaubt er ein mögliches Mordkomplett aufzudecken.

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