„Das Zeitalter Rembrandts“ in Wiener Albertina

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Deutsche Presse-Agentur

Wiens Albertina hat in den vergangenen Jahren durch große und auch wirtschaftlich erfolgreiche Ausstellungen von sich reden gemacht. Zuletzt zog eine große van Gogh-Schau mehr als eine halbe Million Kunstliebhaber in den Prachtbau an der Wiener Staatsoper.

Jetzt will Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder die Besucher mit einer großen Ausstellung niederländischer Maler aus dem 17. Jahrhundert locken, die er weitgehend aus eigenen Beständen des ältesten Kunstmuseums Europas zusammengestellt hat. Die Schau „Das Zeitalter Rembrandts“ zeigt bis zum 21. Juni neben Rembrandt 150 Werke mehr oder weniger bekannter Maler aus der Zeit, dazu 40 Ölbilder von insgesamt 70 Künstlern aus dem Umfeld von Rembrandt van Rijn.

Allein zwei große Räume sind Rembrandt selbst gewidmet, der hier nicht als typischer Vertreter seiner Zeit dargestellt wird, sondern - in seiner ganzen Vielfalt - als Ausnahmeerscheinung. Gezeigt werden Werke aus den Jahren um 1626 bis 1660. „Während sich die Kunst in den Niederlanden im 17. Jahrhundert mehr und mehr in Fachmaler differenzierte, hat Rembrandt in allen Genres Höchstes geleistet, im Stillleben wie in der Landschaft, in der Malerei wie in der Zeichnung“, sagte Albertina-Chef Schröder am Mittwoch.

Einen großen Teil der jetzt gezeigten Bilder trug Albertina- Gründer Herzog Albert von Sachsen-Teschen als letzter Generalstatthalter von Brüssel „mit ungeheurem Gespür für Qualität“ zusammen, erläuterte die Kuratorin Marian Bisanz-Prakken. Zu sehen sind auch Werke von Hendrick Goltzius, Aert van der Neer, Aelbert Cuyp und Adriaen van Ostade. Ergänzt wurde die Schau mit 30 Ölbildern aus verschiedenen internationalen Sammlungen.

Neben den bedeutenden Ölgemälden sind in der Basteihalle der Albertina auch kleine bis mittelgroße Zeichnungen, Radierungen, Drucke und Gemälde von etwa 70 weniger bekannten Zeitgenossen Rembrandts zu sehen, die die ganze Vielfalt der Epoche ausdrücken sollen. Namen, die man, wie Schröder bei der Eröffnung betonte, nicht unbedingt „kennen“ müsse, die aber einen Überblick über das künstlerische Schaffen der Periode geben.

www.albertina.at

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