Corona-Newsblog: Das war das Wochenende 7. und 8. März

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Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen für Deutschland und Region:

  • Infizierte insgesamt: 847 (RKI), 951 (WHO)

  • Geheilte insgesamt: 18 (WHO)
  • Kritische Fälle insgesamt: 9 (WHO)

  • Baden-Württemberg: 199 (Ministerium)

Das Wichtigste im Überblick:

Selbstaktualisierende Datengrafik (inklusive geheilter Patienten):

+++ Lesen Sie die Chronologie zur Ausbreitung des Coronavirus nach - von der ersten Meldung bis heute. Hier geht es zu unserem Dossier. +++

Sonntag, 22.44 Uhr: Gesundheitsamt klärt möglichen Corona-Tod in BaWü

In Remshalden im Rems-Murr-Kreis ist am Wochenende eine fünfte Infektion mit dem Coronavirus aufgetreten. Das teilt das Landratsamt mit. Eine 70-jährige Frau ist positiv auf das Virus getestet worden. Sie hatte sich zuvor in Frankreich aufgehalten. Die Frau befindet sich in stationärer Behandlung in den Rems-Murr-Kliniken. 

Der Ehemann der Erkrankten, der im Februar aus dem afrikanischen Kongo zurückgekehrt war, ist vor wenigen Tagen verstorben. Ob dieser ebenfalls an Corona erkrankt war, oder der Tod andere Ursachen hatte, ist noch in Abklärung. Das Gesundheitsamt hat insoweit das Land um Unterstützung gebeten.

 Händewaschen gehört zu den Corona-Vorsichtsmaßnahmen. Zahlreiche Organisatoren im Raum Wangen sagen überdies geplante Veranstal
Händewaschen gehört zu den Corona-Vorsichtsmaßnahmen. Zahlreiche Organisatoren im Raum Wangen sagen überdies geplante Veranstaltungen ab. (Foto: Andreas Arnold/dpa)

Sonntag, 20.05 Uhr: Zweite Infektion in Vorarlberg

Das österreichische Bundesland Vorarlberg verzeichnet den zweiten positiven Fall. Es handelt sich laut Landessanitätsdirektion um einen 49-jährigen Mann aus Dornbirn. Er hat sich vor kurzem in Südtirol aufgehalten. Der Mann und seine Familie befinden sich bereits in häuslicher Isolation.

Insgesamt ergibt sich für Vorarlberg damit aktuell folgender Sachstand: 113 Verdachtsfälle, davon 102 negativ, zwei positiv und neun in Abklärung.

Sonntag, 19.55 Uhr: Deutscher wollte nicht verlegt werden

Bei dem Deutschen, der erstmals an dem Virus gestorben ist, handelt es sich um einen 60 Jahre alten Mann, der vor einer Woche nach Ägypten eingereist sei, teilte das ägyptische Gesundheitsministerium am Sonntag mit. Es ist zugleich der erste Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 in Afrika. Aus welchem deutschen Bundesland der Mann stammte, blieb zunächst unklar.

Der Mann sei aus der bei Touristen beliebten Stadt Luxor im Süden Ägyptens in den Strandort Hurghada gereist, teilte ein Sprecher des Ministeriums mit. Nach seiner Ankunft habe er eine erhöhte Temperatur gehabt und sei im Krankenhaus positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden.

Der Mann sei auf der Intensivstation behandelt worden und habe sich geweigert, in eine andere Klinik verlegt zu werden. Sein Zustand habe sich zunehmend verschlechtert, am Sonntag sei er verstorben. Wo der Urlauber sich ansteckte, blieb zunächst unklar.

Sonntag, 19.40 Uhr: Lindauer Gymnasien bis Mittwoch geschlossen

Beide Lindauer Gymnasien sind vorerst bis Mittwoch geschlossen. Grund ist eine Lehrkraft, die an beiden Schulen unterrichtet, und die unter begründetem Verdacht steht, sich infiziert zu haben.

Landrat Elmar Stegmann hat die Lindauer Zeitung am Sonntagabend informiert, dass Bodensee-Gymnasium und Valentin-Heider-Gymnasium vorerst geschlossen bleiben, bis das Testergebnis der Lehrkraft vorliegt. Mit der Maßnahme wollen die Behörden eine weitere Ausbreitung des Virus vermeiden. Für Schüler und Lehrer gilt deshalb zwar keine offizielle Quarantäne - Stegmann bittet aber eindringlich darum, dass die betroffenen Schüler und Lehrer sich an die Quarantäne-Auflagen halten.

Alle Details gibt es im ausführlichen Artikel (plus).

Sonntag, 19.03 Uhr: Schulen in Erbach geschlossen

Aufgrund von Verdachtsfällen bezüglich einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus, bleiben am Montag, 9. März, die Schulen und Einrichtungen am Schulzentrum in Erbach geschlossen. Darüber informierte Bürgermeister Achim Gaus am Sonntagnachmittag in einer Pressemitteilung.

Die Schließung betrifft folgende Einrichtungen am Schulzentrum: Grundschule, Gemeinschaftsschule, Realschule, Musikschule, Mensa, sowie die Kernzeitbetreuung. Die Einrichtungen sind sowohl für die Schüler, als auch für die Beschäftigten der jeweiligen Einrichtungen geschlossen. Die Präventionsmaßnahme gilt bisher nur für Montag, 9. März.

Sonntag, 18.10 Uhr: Erneut ein Wangener an Corona erkrankt

In Wangen ist ein weiterer Mensch mit dem Corona-Virus infiziert worden. Dies gab Landratsamtssprecher Franz Hirth am frühen Sonntagabend bekannt. Bei dem Betroffenen handelt es sich um einen Mann mittleren Alters, der sich jetzt in häuslicher Isolation befindet.

Nach bisherigen Erkenntnissen hat der Mann „keine nennenswerten Krankheitssymptome“. Er habe sich in jüngerer Vergangenheit in Südtirol aufgehalten, also jener Region, die zuletzt ebenfalls zum Corona-Risikogebiet erklärt worden war.

Alle Details gibt es hier.

Sonntag, 17.44 Uhr: Erstmals Deutscher nachweislich an Coronavirus gestorben 

Erstmals ist ein deutscher Staatsbürger nachweislich an dem neuartigen Coronavirus gestorben. Es handle sich um einen 60 Jahre alten Mann, der vor einer Woche nach Ägypten eingereist sei, teilte das ägyptische Gesundheitsministerium am Sonntag mit. Es ist zugleich der erste bekannte Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 in Afrika.

Sonntag, 17.34 Uhr: Ministerium meldet 199 Infizierte im Land

Das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg meldet 17 weitere Covid-19-Fälle. Betroffen sind die Landkreise Emmendingen (neun Fälle), Rastatt (ein Fall) und Ravensburg (ein Fall), der Rhein-Neckar-Kreis (drei Fälle), der Ortenaukreis (ein Fall), der Rems-Murr-Kreis (ein Fall) sowie die Stadt Stuttgart (ein Fall).

Die Zahl der Infizierten im Land steigt damit auf insgesamt 199.

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Sonntag, 16.20 Uhr: Weiterer Fall im Ulmer Umland - Hotline eingerichtet

Im Alb-Donau-Kreis gibt es laut Gesundheitsamt einen weiteren bestätigten Fall einer am Coronavirus erkrankten Person. Damit steigt die Zahl der bestätigten Fälle im Landkreis auf vier (Langenau, Dornstadt). Im Stadtkreis Ulm sind es drei.

Bei dem Mann (45) aus dem Ulmer Umland handelt es sich um einen Urlaubsrückkehrer aus Südtirol, wie das Gesundheitsamt am Sonntagmittag mitteilte. Der Mann befindet sich mit seiner Familie (insgesamt vier Personen) in häuslicher Isolierung.

Die Umfeldermittlungen hinsichtlich weiterer Kontaktpersonen „laufen noch“. Für Anfragen in Zusammenhang mit dem Coronavirus hat das Landratsamt Alb-Donau-Kreis eine Hotline geschaltet. Sie ist Montag bis Freitag von 8.30 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 0731 / 185-1050 erreichbar, am Samstag und Sonntag von 9 bis 16 Uhr. Auch an diesem Wochenende machten viele Bürgerinnen und Bürger Gebrauch davon; von Samstag bis Sonntagmittag waren es rund 140.

Sonntag, 15.15 Uhr: Spahn empfiehlt: Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern absagen 

Angesichts zunehmender Coronavirus-Infektionen in Deutschland empfiehlt Gesundheitsminister Jens Spahn, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern vorerst abzusagen. Zurzeit geschehe dies aus seiner Sicht immer noch zu zaghaft. „Angesichts der dynamischen Entwicklung der letzten Tage sollte das schnell geändert werden“, sagte er..

Von solchen Absagen betroffen könnten unter anderem Bundesligaspiele, Messen und große Konzerte sein.Spahn sagte, oberstes Ziel sei es, die Ausbreitung des neuartigen Virus zu verlangsamen. „Denn je langsamer sich das Virus verbreitet, desto besser kann unser Gesundheitssystem damit umgehen.“

Zum Thema Großveranstaltungen sagte Spahn: „Nach zahlreichen Gesprächen mit Verantwortlichen ermuntere ich ausdrücklich, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern bis auf weiteres abzusagen.“ Prinzipien für den Umgang mit kleineren Veranstaltungen habe das Robert Koch-Institut (RKI) entwickelt.

Spahn für mehr Absagen
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. (Foto: Michael Kappeler / DPA)

Weiter sagte Spahn: „Ich bin mir bewusst, welche Folgen das für Bürgerinnen und Bürger oder Veranstalter hat. Wir werden in den nächsten Tagen darüber sprechen, wie wir mit den wirtschaftlichen Folgen umgehen.“ Klar sei aber, dass die Gesundheit vorgehe.

Weiter sagte Spahn: „Ich ermuntere auch jeden Einzelnen: Wägen Sie ab, was Ihnen im eigenen Alltag so wichtig ist, dass Sie darauf in den nächsten zwei bis drei Monaten nicht verzichten wollen, sei es der Clubbesuch, die Geburtstagsfeier im familiären Kreis oder die Vereinssitzung.

Ich vertraue darauf, dass die Bürgerinnen und Bürger in diesen Zeiten kluge Entscheidungen für sich und ihre Liebsten treffen. Denn wir schützen mit dieser Vorsicht vor allem unsere älteren und chronisch kranken Mitbürger.“

Sonntag, 14.04 Uhr: So funktioniert das Corona-Test-Zentrum im Bodenseekreis 

Der Bodenseekreis ist einer der ersten Landkreise in Baden-Württemberg, der ein Corona-Testzentrum (CTZ) aufgebaut hat. Angeregt von der Kassenärztlichen Vereinigung hat der Landkreis dieses Zentrum in Nachbarschaft zum Oberteuringer Sportplatz eingerichtet, um die Arztpraxen und Kliniken im Kreis zu entlasten.

Im Bodenseekreis wurde ein Corona-Testzentrum eingerichtet

Sonntag, 13.30 Uhr: 240.000 Schutzmasken hängen an Schweizer Grenze fest

Das deutsche Ausfuhrverbot für Schutzkleidung zum Kampf gegen das neue Coronavirus hat laut einem Medienbericht zu diplomatischen Spannungen mit der Schweiz geführt.Laut „NZZ am Sonntag“ wird derzeit ein Lastwagen eines Schweizer Unternehmens von deutschen Zollbehörden daran gehindert, in die Schweiz zu fahren. Der Lastwagen sei mit 240.000 Schutzmasken beladen.

Die deutsche Bundesregierung hatte am Mittwoch ein Ausfuhrverbot für medizinische Schutzausrüstung erlassen. Da die Schweiz kaum medizinisches Verbrauchsmaterial produziert, wurde sie hart von der Maßnahme getroffen. Laut „NZZ am Sonntag“ kaufen deutsche Unternehmen große Mengen an Schutzausrüstung unter anderem in China, von denen Teile an Schweizer Firmen weiterverkauft werden.

Dieser Vertriebsweg ist aber nun unterbrochen. Wie das Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) der „NZZ am Sonntag“ mitteilte, habe die Eidgenossenschaft den deutschen Botschafter vorgeladen und sei auch bei den zuständigen Ministerien in Berlin vorstellig geworden. „Bei diesen Kontakten wurden die deutschen Behörden mit Nachdruck aufgefordert, die blockierten Sendungen umgehend freizugeben“, zitiert die Zeitung aus einer Antwort des Seco.

Sonntag, 12.10 Uhr: Zahlreiche Biberacher Schulen dürfen wieder öffnen

Alle bisherigen Testergebnisse, die im Zusammenhang mit dem ersten bestätigten Coronafall im Kreis und für Schulen und Kindergärten relevant sind, sind negativ. Das teilte das Landratsamt Biberach am Sonntag mit. Insgesamt wurden 85 Personen, darunter 41 Kinder und Jugendliche, getestet. Sie haben an einer Familienfreizeit in Südtirol teilgenommen. Diese Schulen dürfen am Dienstag wieder öffnen

Sonntag, 11.10 Uhr: Spahn will Meldepflicht für negative Fälle 

Angesichts zunehmender Corona-Infektionen will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Deutschland eine Meldepflicht für alle Corona-Tests einführen. „Bislang müssen nur Tests gemeldet werden, bei denen das Coronavirus gefunden wird“, sagte er „Bild am Sonntag“. „Künftig sollen auch Tests gemeldet werden, bei denen keine Infektion gefunden wird.“ Dies helfe, die Lage besser einzuschätzen.

Außerdem fordert er ein europäisches Robert-Koch-Institut. „Die europäische Seuchenbehörde ECDC ist viel zu klein, um Epidemien wie diese vernünftig begleiten zu können“, sagte Spahn. Sie benötige einen größeren Etat und mehr Handlungsmöglichkeiten. „Wir brauchen eine Art europäisches Robert-Koch-Institut“, sagte Spahn.

Sonntag, 09.00 Uhr: 15 Millionen Italiener stehen unter Quarantäne

Wegen der Coronavirus-Epidemie stehen in Italien nun rund ein Viertel der Bevölkerung unter Quarantäne. Die Regierung in Rom erließ am Sonntag ein grundsätzliches Ein- und Ausreiseverbot für Gebiete in Norditalien mit insgesamt mehr als 15 Millionen Einwohnern, zu denen auch die Wirtschaftsmetropole Mailand und der Touristenmagnet Venedig gehören. Während in China die Zahl der Neuinfektionen erneut zurückging, breitete sich das Virus in anderen Weltregionen weiter aus.

Coronavirus - Italien
Ein Soldat mit Atemschutzmaske hält an einer Straßensperre vor der roten Zone von Turano Lodigiano in Italien eine Winkerkelle in die Höhe. (Foto: Claudio Furlan / dpa)

Mit rund 5900 nachgewiesenen Infektionen und mehr als 230 Todesopfern ist Italien das am schwersten von der Epidemie betroffene Land Europas. Am Samstag begann die Regierung damit, Ärzte aus dem Ruhestand zu holen. Insgesamt sollen 20.000 neue Mitarbeiter für das Gesundheitssystem rekrutiert werden, vor allem Krankenschwestern und -pfleger.

Sonntag, 08.30 Uhr: Experte: Hamster-Käufe sind nicht sinnvoll

Aus Angst vor dem neuartigen Coronavirus legen viele Menschen auch in Deutschland derzeit Vorräte an — nach Ansicht eines Experten ist das allerdings nicht notwendig. Angesichts des Coronavirus „macht es überhaupt keinen Sinn, irgendwelche Lagerbestände anzuschaffen“, sagte der Referatsleiter in der Abteilung für Bevölkerungsschutz und Krisenmanagement im baden-württembergischen Innenministerium, Michael Willms, in Stuttgart.

Zwar könnten Bilder von leeren Supermarktregalen Versorgungsengpässe suggerieren. „Die gibt es aber de facto nicht. Es muss keiner befürchten, in nächster Zeit in einen Mangel von Bedarfsgegenständen zu kommen.“

Coronavirus - Australien
In Australien sind Produkte, wie Toilettenpapier und Lebensmittelkonserven, während des Anstiegs der mit dem Coronavirus infizierten Menschen ausverkauft. (Foto: Florent Rols / /SOPA Images via ZUMA Wire/dpa)

Willms vermutet zwei Gründe hinter den Hamsterkäufen, von denen der Handel zum Teil berichtet. „Auf der einen Seite ist das ein Stück weit Psychologie, dass die Menschen sich sicher fühlen, wenn sie was tun können“, sagt der Experte.

Zudem hätten viele Menschen Bilder von Ausgangssperren etwa in China im Kopf, was das Verhalten auslöse. Aber selbst wenn jemand in Deutschland wegen möglicher Infektion in Quarantäne müsse, werde für ihn gesorgt — entweder durch das soziale Umfeld oder auch die Gemeinde. „Es muss keiner befürchten, in einer häuslichen Isolation von der Außenwelt, Nahrungsmitteln und Bedarfsgegenständen abgeschnitten zu sein.“

Samstag, 21.40 Uhr: 12 weitere Covid-19-Fälle in Baden-Württemberg

Insgesamt zwölf weitere Fälle wurden dem Ministerium für Soziales und Integration am Samstagabend gemeldet. Unter anderem aus Biberach (ein Fall) und  dem Alb-Donau-Kreis (ein  Fall). Bei allen Personen handelt es sich nach Angaben des Ministeriums um Reiserückkehrer aus der Region Südtirol. Die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg steigt damit auf 182.

Samstag, 16 Uhr: Bodenseekreis richtet Corona-Testzentrum ein

Der Bodenseekreis richtet aktuell ein Corona-Testzentrum (CTZ) ein. Um die Arztpraxen und Kliniken im Kreis zu entlasten, soll dort bei Personen mit begründetem Verdacht auf eine Corona-Infektion der Rachenabstrich für den Labortest gemacht werden. Hausärztliche Praxen, die Kliniken und das Gesundheitsamt überweisen diese Personen direkt ins CTZ. Von hier aus werden die Proben ins Labor zur weiteren Diagnostik geschickt.

Samstag, 15 Uhr: 54 weitere Covid-19-Fälle in Baden-Württemberg

Am Samstagnachmittag (7. März) wurden dem Ministerium für Soziales und Integration vom Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg insgesamt 54 neue bestätigte Covid-19-Fälle gemeldet. Betroffen sind die Landkreise Main-Tauber (21 Fälle, alle Rückkehrer einer Reisegruppe aus Südtirol), Heilbronn (6 Fälle), Esslingen (2 Fälle), Emmendingen (2 Fälle), Heidenheim (2 Fälle), Breisgau-Hochschwarzwald (1 Fall), Göppingen (1 Fall), Konstanz (1 Fall) und Biberach (1 Fall) sowie der Ortenaukreis (4 Fälle), der Rhein-Neckar-Kreis (3 Fälle), der Schwarzwald-Baar-Kreis (1 Fall), der Enzkreis (1 Fall) und die Städte Stuttgart (4 Fälle), Heidelberg (3 Fälle) und Mannheim (1 Fall). Die Zahl der Infizierten im Land steigt damit auf 170.

Samstag, 13 Uhr: Dritter Coronafall im Landkreis Biberach bestätigt

Einen weiteren bestätigten Coronafall gibt es im Landkreis Biberach (Stand 7. März 2020, 12.30 Uhr). Es handelt sich um eine 46-jährige Frau aus dem Kreisgebiet, die in Südtirol war und seit 5. März leichte Symptome aufweist.

Sie befindet sich in häuslicher Quarantäne. Das Gesundheitsamt ermittelt zurzeit die Kontaktpersonen. Im Landkreis Biberach gibt es demnach drei bestätigte Fälle, die nach ersten Erkenntnissen nicht in Verbindung zueinanderstehen.

Samstag, 12 Uhr: Technische Schule Aalen: Fünf Lehrer sollen daheim bleiben 

An der Technischen Schule Aalen, die unter anderem das Technische Gymnasium und das Berufskolleg unter ihrem Dach vereint, sind aktuell fünf Lehrer freigestellt. Schulleiter Bernhard Wagner sagte auf Anfrage von Schwäbische.de, die betreffenden Lehrer hätten die Faschingsferien in Südtirol verbracht.

Samstag, 11 Uhr: Tourismusbranche durch Coronavirus unter Druck

Baden-Württembergs Tourismusminister Guido Wolf (CDU) rät Urlaubern, an Reiseplänen in den Südwesten trotz des neuartigen Coronavirus festzuhalten. „Für Gäste besteht kein Anlass zu Verunsicherung und Panik“, sagte Wolf am Samstag in Stuttgart: „Derzeit kann man beruhigt nach Baden-Württemberg reisen.“ Die Tourismusbranche sei jedoch verunsichert. „Die ersten Rückmeldungen der Betriebe lassen bereits erahnen, dass es kurzfristig Auswirkungen geben wird“, sagte der Minister. Der Tourismus brauche daher „schnell und unbürokratisch“ Unterstützung.

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), hat der Branche angesichts der Folgen durch den Coronavirus am Samstag Unterstützung zugesagt. Wolf unterstützte dies.

Der Tourismus habe sich zu einem enorm wichtigen Wirtschaftszweig mit fast 60 Millionen Übernachtungen im Land entwickelt, sagte er: „Wir müssen der Branche, die von enormer Bedeutung ist, kurzfristig zur Seite stehen.“ Konkretes müsse noch erarbeitet werden. Am Montag will sich Wolf den Angaben zufolge mit Vertretern des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) Baden-Württemberg treffen.

Samstag, 10 Uhr: Deutschlandweit 45 neue Fälle seit Freitag

In Deutschland ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle bis Samstagmorgen auf 684 gestiegen. Das teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin mit. Damit stieg die Zahl der Fälle seit Freitagnachmittag um 45 an. Nach wie vor gibt es in Nordrhein-Westfalen mit Abstand die meisten Fälle: Dort gibt es 346 nachgewiesene Infektionen. In Bayern gab es laut RKI 117 Fälle, in Baden-Württemberg 116.

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In vielen anderen Bundesländern traten teilweise nur Einzelfälle auf. Sachsen-Anhalt ist bisher das einzige Land, aus dem noch keine bestätigte Coronavirus-Infektion gemeldet wurde.

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Freitag, 20.40 Uhr: Zweiter Infizierter im Kreis Biberach

Im Landkreis Biberach hat sich am Freitagabend ein weiterer Verdachtsfall bestätigt. Das teilt das Landratsamt mit. Es handele sich um einen 44-jährigen Kreisbewohner, der seit Dienstag erkrankt ist. Die Krankheitssymptome sind bereits abklingend.

Er befindet sich zusammen mit seiner Familie in häuslicher Quarantäne. Das Gesundheitsamt ermittelt die Kontaktpersonen. Ein Infektionsherd ist derzeit nicht bekannt. Eine Verbindung zum bestehenden bestätigten Fall bestehe wohl nicht. Im Landkreis Biberach gibt es demnach zwei bestätigte Fälle.

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