Corona-Newsblog: 41 Menschen infizieren sich in Saulgauer Rehaklinik mit Coronavirus

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Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

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Aktuelle Zahlen:

  • Aktuell Infizierte Baden-Württemberg ⁴: 11.186 (28.537 Gesamt - 16.337 Genesene - 1.014 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg ⁴: 1.014
  • Reproduktionszahl Baden-Württemberg ⁴: 0,6 (unter 1 nimmt Zahl der Neuerkankungen ab, über 1 nimmt sie zu)
  • Aktuell Infizierte Deutschland ¹: ca. 45.768 (141.672 Gesamt - ca. 91.500 Genesene - 4.404 Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland ¹: 4.404

Das Wichtigste im Überblick:

  • 21.31 Uhr - Doch noch Hoffnung für den Sommerurlaub
  • 20.27 Uhr - 41 Menschen infizieren sich in Bad Saulgauer Rehaklinik mit Coronavirus
  • 19.10 Uhr - Kein Schüler wird in Baden-Württemberg sitzenbleiben
  • 16.45 Uhr - Landesregierung Baden-Württemberg erwägt Maskenpflicht
  • 15.30 Uhr - Merkel mahnt Disziplin nach Lockerungen an
  • 11.17 Uhr - Maskenpflicht soll in Tübingen und Bayern kommen
  • 06.55 Uhr - Geschäfte bis 800 Quadratmeter dürfen wieder öffnen

21.31 Uhr - Doch noch Hoffnung für den Sommerurlaub

Der Osterurlaub ist wegen der Corona-Pandemie bereits ins Wasser gefallen. Für die Auslandsreise in den Pfingst- oder Sommerferien gibt es aber noch Hoffnung. Schwäbische.de beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema Sommerurlaub.

20.27 Uhr - 41 Menschen infizieren sich in Bad Saulgauer Rehaklinik mit Coronavirus

In der Rehaklinik am Schönen Moos in Bad Saulgau sind 41 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Zwei Patienten sind ins Krankenhaus verlegt worden.

Die Klinik verweist auf frühzeitig ergriffene Hygienemaßnahmen. Ein früherer Patient bezweifelt das.

Die Leitung hat Fälle von Corona-Infektionen in der Klinik am Schönen Moos bestätigt.
Die Leitung hat Fälle von Corona-Infektionen in der Klinik am Schönen Moos bestätigt. (Foto: Archiv)

19.10 Uhr - Kein Schüler wird in Baden-Württemberg sitzenbleiben 

Schüler in Baden-Württemberg müssen wegen der Corona-Krise nicht um ihre Versetzung in das nächste Schuljahr bangen. Grundsätzlich werden die Versetzungsentscheidungen auf der Grundlage der Noten im Jahreszeugnis getroffen, teilte das Kultusministerium.

„Da die Leistungsbewertung allerdings in den letzten Wochen ausgesetzt wurde und auch in der kommenden Zeit nur sehr stark eingeschränkt möglich sein wird, werden alle Schülerinnen und Schüler grundsätzlich ins nächste Schuljahr versetzt“, betonte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) am Montag.

„Keine Schülerin und kein Schüler darf einen Nachteil aus der aktuellen Situation haben, das hat absolut Vorrang.“ Über die konkrete Ausgestaltung dieser Entscheidung und Möglichkeiten zur Umsetzung werde das Ministerium noch informieren. 

18.25 Uhr - Was halten die Menschen in der Region von den Lockerungen?

Nach wochenlangem Stillstand sind heute erste Lockerungen der Corona-Auflagen in Kraft getreten. Unter anderem dürfen Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern, Buch- Fahrrad- und Autohändler wieder öffnen.

Wir haben dazu die Leser von Schwäbische.de nach ihrer Meinung gefragt. Das Ergebnis lesen Sie hier.

Zudem waren die Kollegen von Regio TV in Ravensburg unterwegs und haben Passanten nach ihrer Meinung zu den Lockungen befragt. 

Hier gibt's das Video zur Straßen-Umfrage:

Nach wochenlangem Stillstand sind heute erste Lockerungen der Corona-Auflagen in Kraft getreten. Geschäfte mit einer Verkaufsfläche - von bis zu 800 Quadratmetern, Buch- Fahrrad- und Autohändler dürfen wieder öffnen. Das sagen die Menschen aus der Region dazu.

 

17.40 Uhr - Schwarzwald-Baar-Klinikum geht erfolgreich neue Wege

Täglich nimmt das Klinikum neue mit dem Coronavirus infizierte Patienten auf. Bei einigen Patienten hat sich nach Auskunft der Klinik der Gesundheitszustand deutlich gebessert. Dahinter stehe ein standardisiertes Behandlungskonzept, das die Ärzte im Schwarzwald-Baar-Klinikum abteilungsübergreifend entwickelt haben. Die Therapie zeige positive Ergebnisse.

Bisher konnten 35 Patienten das Krankenhaus wieder verlassen. „Das Virus ist neu, Erfahrungen dazu gibt es bisher kaum – von ersten Berichten aus anderen Ländern wie beispielsweise China oder Italien abgesehen,“ erklärt Hinrich Bremer, Leiter der Pneumologie im Lungenzentrum des Schwarzwald-Baar-Klinikums. Deshalb haben sich die Ärzte des Klinikums aus unterschiedlichen Fachrichtungen zusammengesetzt und gemeinsam überlegt, wie eine medizinische Behandlung aussehen könnte.

Sie haben daraufhin Standards definiert, die genau festlegen, in welcher Phase der Erkrankung welche Versorgung angezeigt ist und haben Pflegekräfte und Ärzte vorbereitend in internen Schulungen trainiert. Dabei wurde besonders Wert auf Schulungen in nicht-invasiver Beatmung gelegt – mit dem Ziel, eine künstliche Beatmung in Narkose möglichst zu vermeiden.  Die Ärzte im Klinikum haben die Erfahrung gemacht, dass es bei der Coronavirus-Infektion zwar unterschiedliche Schweregrade der Erkrankung gibt, bestimmte Muster sich aber wiederholen. 

Welche Konsequenzen die Klinik daraus gezogen hat und mit Erfolg die Behandlung danach ausrichtet, lesen Sie hier.

16.45 Uhr - Landesregierung Baden-Württemberg erwägt Maskenpflicht

Die baden-württembergische Landesregierung strebt die Einführung einer Maskenpflicht zur Eindämmung des Coronavirus an. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus Regierungskreisen erfuhr, will das Kabinett von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) an diesem Dienstag über einen verpflichtenden Mund-Nasen-Schutz im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen beraten. Kretschmann habe eine solche Vorgabe auf die Tagesordnung des Ministerrats setzen lassen.

Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) hatte sich am Montag bereits deutlich für eine Maskenpflicht in Baden-Württemberg ausgesprochen. „Ich befürworte eine Verpflichtung zum Mund-Nasen-Schutz beim Einkaufen, im ÖPNV und in den Pausen auf den Schulhöfen, wenn die Schulen wieder eröffnen“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Er mache sich keine Sorgen über mangelnde Angebote: „Es ist ja so, dass sich die Bürgerinnen und Bürger diese Masken selbst besorgen. Wir empfehlen ja keine medizinischen Produkte, sondern die oft selbst gemachte oder zu kaufende normale Schutzmaske.“

Beim vorsichtigen Hochfahren von Gesellschaft und Wirtschaft müsse zwingend die Infektionsrate im Griff gehalten werden, sagte ein Regierungssprecher. Bisher gilt im Südwesten für das Tragen von Masken in der Öffentlichkeit eine dringende Empfehlung.

16.25 Uhr - Auch Eisenmann fordert Lockerungen für Gastrobranche ab Mai 

Die stark angeschlagenen Kneipen, Restaurants und Hotels in Baden-Württemberg sollten nach Ansicht von CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann bereits in zwei Wochen Schritt für Schritt wieder öffnen dürfen. „Das Land sollte […] die Voraussetzungen für eine stufenweise Öffnung von Gastronomiebetrieben ab dem 4. Mai schaffen — immer abhängig von einer fortgesetzt positiven Entwicklung in Sachen Corona“, schlägt Eisenmann in einem Brief an Tourismusminister Guido Wolf und Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (beide CDU) vor.

Sie plädiert in dem Schreiben auch für ein Sonderprogramm des Landes in Höhe von bis zu 300 Millionen Euro für die Branche. Das Geld solle aus dem Fünf-Milliarden-Euro-Rettungsschirm genommen werden, mit dem die Wirtschaft unterstützt werde, schreibt Eisenmann in dem Brief, aus dem die „Heilbronner Stimme“ und der „Mannheimer Morgen“ (Dienstag) zitieren.

Eisenmann, die auch baden-württembergische Kultusministerin ist, schließt sich zudem der Forderung des Gastgewerbes an, den Mehrwertsteuersatz für die Branche von 19 auf 7 Prozent zu senken - nach Ansicht Eisenmanns sollte dies für zwei Jahre möglich sein.

Zuvor hatte bereits Minister Wolf eine schrittweise Lockerung der Corona-Auflagen für die Tourismus- und Gastroszene gefordert. Die Branche steht noch weitgehend still. Der Gaststättenverband Dehoga rechnet derzeit mit bis zu 10.000 Pleiten und Aufgaben allein in Baden-Württemberg. Außerdem drohten Zehntausende Arbeitslose, warnte er.

15.30 Uhr: Merkel: Spielräume möglichst streng, nicht locker auslegen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Montag in einer Presskonferenz gesagt, dass sich ein weiterer Shutdown nur dann verhindern lasse, wenn sich die Infektionsrate nicht wieder exponentiell steigere. Deshalb appellierte sie, dass die Menschen die gegenwärtigen Spielräume weiterhin möglichst streng und nicht möglichst locker auslegten. "Wir alle müssen weiter diszipliniert und konzentriert sein."

Die Lockerungen könnten trügerisch sein. All das, was jetzt geschehe, das sehe man erst in 14 Tagen. Den Shutdown zu verhindern läge sowohl im Interesse der Wirtschaft als auch im Interesse unserer Gesellschaft. Je nachhaltiger die Reproduktionszahl nach unten gehe, ja nachhaltiger könnten die Menschen auch wieder dem gewohnten Leben nachgehen.

Angela Merkel ermahnt das Land, sich strend an die Maßnahmen zu halten in einer Video-Pressekofnerenz am Montag. (Foto: SHY / SZ)

Kritisiert wurde die Bundeskanzlerin am heutigen Montag bereits dafür, dass sie in einer CDU-internen Abstimmung gesagt habe, dass sie die „Öffnungsdiskussionsorgien“ verärgerten. Ob sie das nicht für einen übertriebenen Begriff halte? Merkel betonte, dass auch in der Lockerungsstrategie der Leopoldina vorgesehen sei, dass Lockerungen davon abhängig seien, ob man Infektionswege nachverfolgen könne. Dies sei aktuell nicht möglich.

Ob weitere Lockerungen überhaupt denkbar seien, das sei erst wieder in 14 Tagen einzuschätzen.

15.11 Uhr - Rutenfest ist streng genommen noch nicht abgesagt

Entgegen anderslautender Aussagen ist das Ravensburger Rutenfest 2020 bisher weder offiziell abgesagt noch auf einen späteren Termin verschoben. Das bestätigte der Vorsitzende der Rutenfestkommission (RFK), Dieter Graf, der „Schwäbischen Zeitung“.

Hintergrund ist der Beschluss von Bund und Ländern, „voraussichtlich mindestens bis zum 31. August 2020“ alle Großveranstaltungen abzusagen. Bleibt es bei diesem Zeitrahmen, so wäre auch das Ravensburger Rutenfest (Termin: 24. bis 28. Juli 2020) betroffen.

Was Stadtverwaltung und Rutenfestkommission zur gegenwärtigen Lage sagen, lesen Sie hier.

14.58 Uhr - Corona-Fälle auch auf der Stuttgart 21-Baustelle 

Auf den Baustellen des milliardenschweren Bahnprojekts Stuttgart 21 sind ein halbes Dutzend Arbeiter an Covid-19 erkrankt. Zwei von ihnen werden im Krankenhaus behandelt, vier Infizierte sowie mehr als 90 Kontaktpersonen sind in Quarantäne, wie ein Sprecher der Stadt am Montag sagte. „Die Kontaktpersonen sind symptomfrei, sie sind in Arbeiterwohnheimen untergebracht“, sagte der Sprecher weiter.

Laut Corona-Verordnung ist der Betrieb von Baustellen erlaubt. Allerdings müssen auch auf Baustellen Vorsichtsmaßnahmen zum Arbeitsschutz und gegen eine Ausbreitung des Coronavirus eingehalten werden. Es sollte laut Vorgabe ein Abstand zwischen Kolleginnen und Kollegen sowie zu anderen Menschen von mindestens 1,50 Metern eingehalten werden — „wo immer möglich“, wie es heißt.

 14.17 Uhr - Virologe Professor Thomas Mertens erläutert den zeitlichen Ablauf einer Corona-Infektion

Mertens: Covid-19 zeigt im Gegensatz zu anderen Virusinfektionen der Atemwege offenbar häufig einen etwas langsameren Krankheitsverlauf. In der Gruppe der ersten 50 Patienten aus Heinsberg, die in der Universitätsklinik Aachen behandelt wurden, betrug die Zeit zwischen dem Auftreten erster Symptome und der Krankenhausaufnahme im Mittel vier Tage, in verschiedenen Untersuchungen aus China war der Zeitraum mit im Mittel vier bis acht Tage etwas länger.

Die Dauer vom Symptombeginn bis zum Lungenversagen betrug im Mittel acht bis neun Tage. Spätestens bei Auftreten von Atemnot sollte eine sofortige stationäre Aufnahme dringend erwogen werden, vor allem bei Patienten mit Vorerkrankungen der Atmungsorgane, des Herzens, mit Übergewicht und Diabetes. Es wurde mehrfach beschrieben, dass plötzliche Verschlechterungen aus einer scheinbar stabilen Krankheitssituation möglich sind und auch erst später im Verlauf auftreten können.

Wie erfolgversprechend eine künstliche Beatmung ist und ob bleibende Schäden dabei entstehen können, leser Sie hier.

13.55 Uhr - In der Corona-Krise werden Firmen kreativ und entwickeln neue Produkte

Viele Firmen in der Region sind aufgrund der aktuellen Krisensituation kreativ geworden – darunter auch die junge Ulmer Firma HKK-Bionics: „Die freie Arbeitszeit haben wir genutzt, um uns zu überlegen, was wir zur Bekämpfung des Covid-19 beitragen können“, so Gründer Dominik Hepp in einer Pressemitteilung.

Die Mitarbeiter haben einen 3D-gedruckten Türklinkenaufsatz entwickelt, um Türen mit dem Ellenbogen öffnen und schließen zu können, ohne dabei die Hände zu benutzen. Die Öffner sind laut Hersteller geeignet für alle gängigen Türklinken mit 18 bis 24 Millimetern Durchmesser. Hier lesen Sie dazu mehr.

13.30 Uhr - Merkel informiert über Kabinettsergebnisse um 15.30 Uhr

Wie Regierungssprecher Steffen Seibert in der Regierungspressekonferenz am Montag mitteilte, will Bundeskanzlerin Angela Merkel am Montag um 15.30 Uhr über die Ergebnisse der heutigen Sitzung des Corona-Kabinetts informieren. 

13.15 Uhr - Bundesgesundheitsminister Spahn erläutert "Update" des Gesundheitswesens

Gesundheitsminister Jens Spahn:

  • Es sei gelungen, das exponentielle Wachstum zu stoppen.
  • Wichtig sei, dass Kontrolle über das Ausbruchsgeschehen zu haben.
  • Für politische Entscheidungen brauche es ein funktionierendes und zügiges Meldesystem.
  • Das funktioniere jetzt gut, müsse aber auch gut funktionieren, wenn Infektionen wieder steigen sollten.
  • Kabinett hat beschlossen, ein personelles und digitales Update im Gesundheitsdienst zu machen.  

13.10 Uhr - Merkel besorgt wegen Debatten über Öffnungen und sinkender Disziplin bei Corona-Regeln

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich besorgt über die lauter werdenden Forderungen nach Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen geäußert. In einer Schaltkonferenz des CDU-Präsidiums habe die Kanzlerin am Montagmorgen vor „Öffnungsdiskussions-Orgien“ gewarnt, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Teilnehmerkreisen. Zudem mache sie sich Sorgen über eine nachlassende Disziplin bei der Einhaltung der Corona-Schutzvorkehrungen.

Nach wie vor sei es unabdingbar, dass sich die Bürger an die Abstandsregeln und andere Schutzvorkehrungen hielten, sagte Merkel nach AFP-Informationen. Sie sei in dieser Hinsicht allerdings derzeit „skeptisch“ und mache sich „große Sorgen“, wurde die Kanzlerin zitiert.

Sie habe den Eindruck, dass jetzt nur noch über Lockerungen gesprochen würde, wurde Merkel zitiert. Sinngemäß habe sie gesagt: Nun komme es erst einmal darauf an, wie sich die Lage bis zum 30. April entwickle, wenn die derzeitigen Schutzbestimmungen auslaufen. Noch wichtiger sei dann das Datum 8. oder 9. Mai - erst bis dahin werde sich zeigen, wie es der Wirtschaft gehe und wie es mit dem Unterricht in den Schulen weitergehe.

12.52 Uhr - Österreich denkt darüber nach, deutsche Urlauber ins Land zu lassen

Die österreichische Regierung ist grundsätzlich bereit, eine Öffnung der Grenzen für Sommerurlauber aus Deutschland zu erwägen. „Dazu wird es sicherlich Gespräche geben, aber das auch Schritt für Schritt“, sagte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) am Montag in Wien. Fortschritte im Tourismus hingen natürlich von der Entwicklung der Corona-Pandemie in Deutschland und Österreich ab. Wann genau ein solcher Schritt umgesetzt werden könne, sei noch unklar.

Österreichs Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) hatte zuvor erklärt, wenn Länder wie Deutschland auf einem sehr guten Weg seien, die Infektionen einzudämmen, dann gebe es durchaus die Möglichkeit, sich bilateral zu einigen.

Die Deutschen stellen in Österreich die wichtigste Gruppe unter den Touristen. Experten gehen davon aus, dass bis zu zwei Drittel der österreichischen Beherbergungsbetriebe ein Ausbleiben der deutschen Touristen nicht verkraften könnten.

Einen Plan für das stufenweise Hochfahren von Gastronomie und Tourismus will Österreich bis Ende April vorlegen. Dabei werde es Auflagen wie etwa Abstands- und Hygieneregeln geben, hieß es.

12.36 Uhr - Debatte über Erhöhung von Kurzarbeitergeld geht weiter

Die große Koalition diskutiert weiter darüber, ob das Kurzarbeitergeld für betroffene Arbeitnehmer in der Corona-Krise erhöht werden soll. Die Unionsseite bleibt skeptisch gegenüber der Idee. „Wer soll das bezahlen?“, fragte der haushaltspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Eckhardt Rehberg in der „Passauer Neuen Presse“ (Montag). Auch der Wirtschaftsrat der CDU lehnte eine Erhöhung ab.

Die Krisen-Lasten seien bereits jetzt enorm. „Eine Anhebung des Kurzarbeitergeldes würde in dieser Situation ein unkalkulierbares finanzielles Risiko darstellen“, sagte der Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrats, Wolfgang Steiger, laut einer Mitteilung am Montag.

Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hatte sich hinter Forderungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) gestellt, das Kurzarbeitergeld befristet anzuheben. Man sei darüber in der Regierung im Gespräch. Der DGB schlägt vor, die staatlichen Zuschüsse von 60 auf 80 Prozent der Nettoeinbußen (87 Prozent bei Arbeitnehmern mit Kindern) für die Monate Mai, Juni und Juli aufzustocken.

12.12 Uhr - Vier Corona-Patienten müssen in Sigmaringen aktuell beatmet werden

Im Sigmaringer Krankenhaus werden 21 Patienten, Stand Freitag, wegen Covid-19 behandelt. Vier von ihnen befinden sich auf der Intensivstation und müssen beatmet werden, sagt Christine Neu, Interimsgeschäftsführerin der SRH-Kliniken im Kreis Sigmaringen. Das bedeutet, 17 Patienten befinden sich auf den Coronastationen.

Wie viele Kapazitäten das Krankenhaus insgesamt hat und wie viele Beatmungsplätze zur Verfügung stehen, lesen Sie hier.

11.17 Uhr - Auch Tübingen plant eine Maskenpflicht

Nach Sulz am Neckar (Kreis Rottweil) und Kirchheim unter Teck (Kreis Esslingen) plant auch die Stadt Tübingen die Einführung einer Maskenpflicht. Bei einer mehrheitlichen Zustimmung des Gemeinderats könnte eine solche Verordnung in der kommenden Woche in Kraft treten, sagte Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) der Deutschen Presse-Agentur am Montag.

Palmer zufolge sollen die Menschen während Busfahrten und in Gebäuden mit viel Publikumsverkehr wie beispielsweise Läden, Bibliotheken und Rathaus einen Mund-Nasen-Schutz tragen. In den Außenbereichen des öffentlichen Raums dagegen soll eine Maske nicht zur Pflicht werden.

10.39 Uhr - Bayern führt Maskenpflicht in Läden und Nahverkehr ein

Bayern führt eine Maskenpflicht in allen Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr ein. Von kommender Woche an sollen dort Mund-Nasen-Schutz oder auch Schals Pflicht sein, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in einer Regierungserklärung im Landtag ankündigte.

Regierungserklärung von Markus Söder im bayrischen Landtag:

Bayern justiert seine Finanzhilfen im Zuge der Corona-Pandemie erneut nach: Ministerpräsident Markus Söder kündigte am Montag in seiner Regierungserklärung im Landtag an, erneut einen „Topf“ über 500 Millionen Euro zur Verfügung stellen zu wollen. Das Geld solle jenen helfen, die von den bereits zur Verfügung gestellten Soforthilfen nicht profitierten. Die Koalition sei sich hier einig und das Kabinett werde dies schon am Dienstag beschließen.

Konkret helfen solle das Geld etwa Rehakliniken, die zur Bewältigung der Krise einen Teil ihrer Betten zur medizinischen Versorgung von Patienten zu Verfügung gestellt hätten. Von der Bundesregierung gebe es zwar schon einen Ausgleich, trotzdem wolle die Staatsregierung „50 Euro pro Bett und Tag drauflegen“, sagte Söder. Sollten außerdem die Mutter-Kind-Einrichtungen vom Bund nicht ausgeglichen werden, werde der Freistaat in ähnlicher Weise einspringen, sagte er. Auch für Privatkliniken, Jugendherbergen, Schullandheime, Sozialeinrichtungen, Familienberatungen und Studentenwerke soll es Hilfen geben. Gleiches gelte für Sportvereine und Sportstätten — die Sport-Pauschale zur Abdeckung von Einnahmeausfällen werde verdoppelt.

Aus dem Fördertopf soll laut Söder auch das Geld stammen, mit dem die Staatsregierung Kita-Gebühren und Hilfen für Künstler erstatten will. Für zunächst drei Monate sollen Eltern von den Zahlungen entlastet werden, solange diese durch die Corona-Krise geschlossen bleiben. Derzeit ist nicht absehbar, wann Kindergärten und Kindertagesstätten wieder öffnen können. Bisher müssen viele Eltern aber dennoch weiterhin die Gebühren für die Einrichtungen zahlen.

10.31 Uhr - Alle Lockerungen, die ab dem heutigen Montag gelten, noch einmal im Überblick

Baden-Württembergs Landesregierung hat die angekündigte Änderung der Corona-Verordnung beschlossen. Ab Montag werden im Südwesten einige Maßnahmen gelockert. Alle 14 Tage soll überprüft werden, ob die Maßnahmen wirken, ob Lockerungen oder im schlimmsten Fall erneute Einschränkungen erforderlich sind. Hier können Sie alle Lockerungen in einer ausführlichen Übersicht nachlesen.

09.09 Uhr - Ungewissheit zermürbt Wirte in Biberach

Die Absage des Schützenfests im Juli ist für Biberacher Gastronomen nach wochenlangem Stillstand und der Verlegung der Fußballeuropameisterschaft ein weiterer herber Schlag. Obwohl es absehbar war, ist es für viele Wirte ein Schock, als es offiziell wirde. Einige hatten bis zuletzt gehofft, mit dem Schützenfest zumindest einen Teil des derzeit entstehenden Verlusts auffangen zu können.

Wenn sie wenigstens wüssten, wie es weitergeht, dann könnten sie Vorbereitungen treffen. Wie die Wirte in Biberach mit der Ungewissheit umgehen, lesen Sie hier.

08.24 Uhr - Volkswagen fordert staatliche Kaufprämie in Corona-Krise

Der Autobauer Volkswagen fordert wegen der drohenden Nachfrageflaute in der Corona-Krise eine neue staatliche Förderprämie. „In dieser Situation sollte eine Prämie breit angelegt sein und auch moderne Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor umfassen“, sagte der bei der Marke VW fürs Tagesgeschäft zuständige Manager Ralf Brandstätter im Gespräch mit dem „Handelsblatt“ in der Montagsausgabe. „Die bisherige Förderung von Elektrofahrzeugen sollte fortgesetzt werden“, sagte Brandstätter. Ein neues Fördermodell könnte sich an eingesparten Emissionen des klimaschädlichen Abgases Kohlendioxid (CO2) orientieren. „Wir gehen damit aus der Krise hinaus und hinein in die grüne Transformation.“

An den bestehenden Klimazielen wolle VW auf jeden Fall festhalten. „Klimaschutz bleibt eine Menschheitsaufgabe. Daran ändert die Corona-Pandemie überhaupt nichts“, sagte er. „Viele profitieren davon, wenn es in der Automobilindustrie wieder losgeht“, betonte Brandstätter die Bedeutung der Branche für die deutsche Volkswirtschaft. Deutschlands wichtigster Industriezweig stehe für zehn Prozent der heimischen Wirtschaftsleistung.

07.43 Uhr - Kunsthausdirektor erwartet nach Corona wachsendes Bedürfnis nach echten Erlebnissen

Körperkontakt und Berührungen wie Umarmungen sind rar geworden in Corona-Zeiten. Und aufgrund der Kontaktverbote haben wir Menschen ein neues Gespür für Distanzen und echte Erlebnisse entwickelt, findet jedenfalls Thomas D. Trummer, Leiter des Bregenzer Kunsthauses.

Trummer geht davon aus, dass nach Corona das Kunsthaus an Bedeutung gewinnen wird. Die Befürchtung, die sein Amtskollege Peter Weibel, der Leiter des Zentrums für Kunst und Medien in Karlsruhe äußerte, dass die Menschen nach Corona in einer überwiegenden Tele-Gesellschaft leben werden, in der nur noch das virtuelle Erleben Bedeutung hat, teilt Trummer nicht.

Das ganze Interview lesen Sie hier.

07.01 Uhr: Ravensburger Sängerin Lotte im Tourloch

Popsängerin Lotte (24) kämpft während der Corona-bedingten Auszeit mit der Ruhe. „Ich erlebe gerade zugegebenermaßen ein richtiges Tourloch“, sagte die Musikerin der Deutschen Presse-Agentur. „Ich war fast drei Jahre ununterbrochen in Action, mit Adrenalin unterwegs und jeden Tag im Studio, auf den Bühnen oder im Fernsehen. Das war alles total neu und wild für mich. Und jetzt komme ich nach Hause und habe ganz viel Zeit.“

An einigen Tagen genieße sie die Zeit mit der Familie, koche viel und meditiere. „An anderen Tagen stehe ich auf und will auf die Bühne oder reisen.“

1Live-Krone - Roter Teppich
Popsängerin aus Ravensburg: Lotte. (Foto: Rolf Vennenbernd)

Die Musikerin aus Ravensburg, die mit bürgerlichem Namen Charlotte Rezbach heißt, spielte zunächst für Kollegen wie Johannes Oerding und Max Giesinger als Supportact. Ihre Alben „Querfeldein“ (2017) und „Glück“ (2019) schafften es danach jeweils in die Top 20 der Charts. Im vergangenen Jahr landete sie zusammen mit Giesinger den Hit „Auf das, was da noch kommt“.

06.55 Uhr - Läden dürfen wieder öffnen - Kanzleramtschef mahnt zu Disziplin

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hat an die Menschen in Deutschland appelliert, die Lockerungen der harten Beschränkungen im Kampf gegen die Corona-Krise diszipliniert und mit Bedacht zu nutzen. „Jetzt geht es darum, die Disziplin, die wir beim zu Hause bleiben gezeigt haben, auch in andere Bereiche zu übertragen“, sagte Braun der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Wenn die Infektionszahlen wieder zu stark steigen würden, „werden wieder mehr Einschränkungen nötig werden, weil sonst ein Teufelskreis entsteht“.

Bund und Länder hatten sich vergangene Woche darauf geeinigt, dass von diesem Montag an Geschäfte mit einer Ladenfläche von bis zu 800 Quadratmetern wieder öffnen dürfen. Ebenfalls erlaubt ist dies - unabhängig von ihrer Größe — auch Kfz- und Fahrradhändlern sowie Buchhandlungen. Einzelne Bundesländer setzen die Entscheidungen allerdings unterschiedlich  um.

„Wir müssen lernen, trotz der Pandemie so normal wie möglich zu leben. Dazu müssen wir unsere Verhaltensweisen auch am Arbeitsplatz und im öffentlichen Raum so anpassen, dass wir Ansteckungen so weit wie möglich vermeiden.“ Weil dies ein Lernprozess sei, „müssen wir in kleinen Schritten vorgehen“. 

06.42 Uhr - Gärtnereien und Baumärkte in Bayern öffnen wieder

Nach vier Wochen Zwangspause dürfen die Gärtnereien, Bau- und Gartenmärkte ab Montag auch in Bayern wieder öffnen. Größte Sorge des Bayerischen Gärtnereiverbands (BGV): ein Ansturm von Kunden. „Bitte nicht alle an einem Tag!“, sagte Verbandsgeschäftsführer Jörg Freimuth der dpa.

Rund 10.000 Schutzmasken verschickte der Verband am Freitag an seine Mitgliedsunternehmen, weitere 10.000 sollen am Dienstag folgen. Sie sind für die Kunden und das Personal bestimmt. Wie in Supermärkten gibt es Zugangsbeschränkungen und Schutzschilde an den Kassen. Um zu großen Andrang und Warteschlangen zu vermeiden, haben viele Betriebe auf jede Werbung verzichtet.

Dabei zählt für die Branche eigentlich jeder Tag: Von Mitte März bis Anfang Juni machen die bayerischen Gärtnereien 60 Prozent ihres Jahresumsatzes, so Freimuth. Im Gegensatz zu ihren Kollegen in den anderen Bundesländern mussten sie jedoch schließen. Die Folge sei ein Einkaufstourismus nach Baden-Württemberg, Hessen und Thüringen gewesen: „Wir haben das ganz deutlich gemerkt.“ Mit großem Aufwand aufgestellte Lieferdienste seien, je näher die Landesgrenzen, desto weniger gefragt gewesen.

Das waren die letzten Meldungen vom Vorabend:

23.04 Uhr - Heimischer Tourismus könnte von Krise profitieren

Von heute auf morgen sorgt sich die erfolgsverwöhnte Tourismus-Branche um ihre Existenz, sie fürchtet um Tausende Betriebe, warnt vor Zehntausenden Arbeitslosen und ruft nach einem weiteren Hilfspaket nach den bereits gezahlten Corona-Soforthilfen.

Viele Gäste werden im eigenen Land, zum Beispiel im Schwarzwald oder am Bodensee, Urlaub machen. 

Martin Keppler, Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald

Doch so absurd es klingt: Trotz der wirtschaftlichen Dramatik könnte der weltweite Shutdown für die Branche in Baden-Württemberg ein Erfolgsgarant sein, sofern sie nicht am Boden liegt.

„Viele Gäste werden im eigenen Land, zum Beispiel im Schwarzwald oder am Bodensee, Urlaub machen“, sagt Martin Keppler, der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald, die für den Tourismus der IHK in Baden-Württemberg federführend ist.

Hier lesen Sie mehr.

22.04 Uhr - Interview: Worauf es ankommt, wenn die Geschäfte wieder öffnen

Viele Geschäfte öffnen an diesem Montag wieder, Mitarbeiter kehren nach und nach an die Arbeitsplätze zurück. Während viele Unternehmen bereits Gesundheitsschutzmaßnahmen für Kunden und Mitarbeiter ergriffen haben, gibt es bei anderen Unsicherheiten in der Umsetzung.

Der Biberacher Arbeitsmediziner Dr. Steffen Strobel erläutert im Interview, worauf es jetzt ankommt.

Redakteur: Wenn Läden jetzt wieder allmählich öffnen und Firmen wieder ihren Betrieb aufnehmen, worauf sollte man besonders achten?

Dr. Steffen Strobel: Das Gebot der Stunde ist Abstand halten und Hände waschen. Das ist im Privaten für die meisten simpel und trivial, aber jetzt gilt es auch am Arbeitsplatz.

Dr. Steffen Strobel ist Arbeitsmediziner und berät mehrere Unternehmen in der Region Biberach.
Dr. Steffen Strobel ist Arbeitsmediziner und berät mehrere Unternehmen in der Region Biberach. (Foto: INGO RACK BAD BUCHAU)

Der Einzelhandel muss sich Konzepte überlegen, um den Kundenstrom zu regulieren. Aber auch das Verkaufspersonal muss untereinander Abstand wahren. Das muss noch mehr in die Köpfe rein.

Hier lesen Sie mehr.

21.12 Uhr - Neue Ausweise kommen per Fahrrad

Das Laupheimer Rathaus ist wegen Corona für den Publikumsverkehr geschlossen und vorerst weiter nur telefonisch oder per E-Mail zu erreichen. Doch Mitarbeiterinnen des Einwohnermeldeamts bieten einen besonderen Service an: Seit dem vergangenen Mittwoch liefern sie persönlich per Fahrrad fertige Reisepässe und Personalausweise in der Kernstadt aus.

 Wenn die Bürger nicht ins Rathaus kommen können, kommt das Rathaus zu ihnen: Manuela Locherer (links) und Rosi Werkmann stellen
Wenn die Bürger nicht ins Rathaus kommen können, kommt das Rathaus zu ihnen: Manuela Locherer (links) und Rosi Werkmann stellen mit dem Fahrrad Personalausweise und Reisepässe persönlich zu. (Foto: SVL)

„Bei der Zustellung müssen nicht nur hygienische Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden, wir achten selbstverständlich sehr darauf, dass die Dokumente in den richtigen Händen landen“, betont Svenja Müller vom Einwohnermeldeamt.

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20.12 Uhr - Ansteckungsrate liegt in Baden-Württemberg bei 0,6 - das ist wünschenswert

Das Sozialministerium meldet in Baden-Württemberg 368 neue Infektionen mit SARS-CoV-2. Die Zahl der Genesenen ist weiterhin höher als die der Erkrankten. Aktuell infiziert sind demnach 12.217 Personen in Baden-Württemberg.

Ein Infizierter steckt im Schnitt 0,6 weitere Personen an. Damit ist die sogenannte Reproduktionszahl weiter gesunken. Dieser Wert kann nicht gemessen werden und wird vom Robert Koch-Institut geschätzt. Eine Reproduktionszahl unter 1 - das heißt, im Durchschnitt steckt jeder infizierte einen weiteren Menschen mit Corona an - gilt als wünschenswert. Reproduktionswerte über 1 (1,1; 1,2; etc.) sind gefährlich, da sie nahelegen, dass das Gesundheitswesen schnell an seine Grenzen stoßen wird. 

Die Zahl der Covid-19-Todesfälle im Land steigt auf 965 an. Das Durchschnittsalter der Infizierten beträgt 51 Jahre bei einer Spannweite von 0 bis 102 Jahren. 

Das war am Sonntag wichtig: 

  • 07.10 Uhr - Erstmals Infektion in BaWü-Gefängnis festgestellt
  • 08.45 Uhr - Wolf fordert Lockerung für Tourismus- und Gastro-Branche
  • 10.20 Uhr - Bundesfinanzminister erwägt höhere Steuern für sehr hohe Einkommen
  • 14.08 Uhr - Landwirte schlagen Alarm - Erntehelfer fehlen weiterhin

+++ Hier geht es zum gesamten Newsblog vom Sonntag, 19. April +++

Ausgewählte Artikel zum Virus und seinen Folgen:

Unsere Daten und Zahlen beziehen wir aus folgenden Quellen:

Dashboard RKI¹, Johns-Hopkins-University², Worldometer³, Ministerium für Soziales und Integration Baden Württemberg⁴, WHO⁵

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