Christina Pluhar swingt mit Monteverdi

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Schwäbische Zeitung

nnBerlin (dpa) ­ Es groovt und swingt auf dieser CD mit Madrigalen und Arien von Claudio Monteverdi (1567-1643). Die in Paris lebende Harfinistin Christina Pluhar und ihr zehnköpfiges Ensemble „L'Arpeggiatta“ haben den Barock- Vorboten als jazzigen Volkskünstler umdefiniert.

Mit überbordender Spielfreude lässt Pluhar, eine „Jamsession-Domina der Alten Musik“ (Spiegel Online), Hochkultur und Unterhaltung ineinander übergehen. Dabei kann man mit den Fingern schnippen, wenn Counter-Tenor Philippe Jaroussky „Ohime ch'io cado“ anstimmt, die Theorbe den Walking-Bass markiert, das Cornet darauf improvisiert und die Spanierin Nuria Rial herzzerreißend „Con que soavitá“ duftende Lippen besingt. Pluhars „Teatro d'Amore“ zielt mitten ins Leben und ins Herz.

Und die Kritik jubelte: Die britische BBC meinte, dass es diese Musik auf Rezept geben müsste, um damit Depressionen zu kurieren, das Musikmagazin „Rondo“ freute sich über die „mitreißende Ausdrucksgestaltung“, und beim Klassikmagazin „Toccata“ fragte man begeistert: „Wo soll ich mit dem Schwärmen anfangen, wo aufhören?“.

(Monteverdi/Teatro d'Amore, L'Arpeggiata/Christina Pluhar, Virgin Classics)

www.christina-pluhar.de

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