Chinas Umbrüche im Blick: Multimedia-Künstlerin Cao Fei

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Cao Fei
Die chinesische Künstlerin Cao Fei steht in einem Teil der Installation „Whose Utopia 2006“. (Foto: Christophe Gateau / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen zeigt die erste Einzelausstellung der chinesischen Multimedia-Künstlerin Cao Fei in Deutschland.

Rund 50 Videos, Multimedia-Installationen und Fotografien werden vom 6. Oktober bis zum 13. Januar 2019 im Ausstellungshaus K21 in Düsseldorf zu sehen sein. Im Mittelpunkt von Cao Feis Kunst stehen nach Museumsangaben die rasanten gesellschaftlichen, technischen und urbanen Veränderungen in ihrer Heimat.

Diese Veränderungen fängt die 1978 geborene Künstlerin in ihren Videos häufig so ein, wie es Betrachter aus Filmen oder Fernsehserien kennen. Beispielsweise gibt es Anspielungen auf die US-Fernsehserie „The Walking Dead“. So können diese persönlichen Beobachtungen von Cao Fei nach Museumsangaben auch Menschen nähergebracht werden, die nicht aus China kommen.

Die Ausstellung soll einen Überblick über das Schaffen der Künstlerin zwischen 1995 und 2017 geben. Immer wieder spielt Cao Fei in klaren Bildern mit einer verzerrten Realität und den Gegensätzen in modernen Großstädten. So ist in dem Video „Unmanned“ ein junger Mönch zu sehen, der aus ländlichen Regionen in eine moderne chinesische Großstadt wandert. Aus der verlassenen und kalt anmutenden Stadt taucht er schließlich mithilfe einer Virtual-Reality-Brille in eine neue Form der Realität ein. Unterlegt ist das Video mit einem Song des britischen Musikers Jamie xx.

Der Druck „Haze and Fog 09“ von 2013 aus dem gleichnamigen Film zeigt einen bunt gefiederten Pfau, der mitten in einer Stadt vor einer tristen grauen Häuserwand steht. Die Aufnahme wurde im Wohnblock der Künstlerin selbst gemacht.

Internetseite zur Ausstellung

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