China Moses verneigt sich vor Dinah Washington

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Deutsche Presse-Agentur

Sie galt als die „Queen of the Blues“, Dinah Washington, die legendäre Jazzsängerin, eine Femme fatale mit kristallklarer Stimme.

Sie war achtmal verheiratet, litt unter Gewichtsproblemen, war für hre frivolen Texte bekannt, und starb tragischerweise im Alter von nur 39 Jahren 1963 an einer fatalen Mischung von Diätpillen und Alkohol. Dinah Washingtons größter Hit war wohl „What a Difference a Day makes“, für den sie 1959 einen Grammy gewann.

Der Song ist natürlich auch auf dem schönen Tribute-Album „This One's For Dinah“ vertreten, das die Sängerin China Moses zusammen mit dem französischen Jazzpianisten Raphael Lemonnier eingespielt hat. China Moses, die Tochter der Jazzdiva Dee Dee Bridgewater und des Filmregisseurs Gilbert Moses, traf den Franzosen bei einem Konzert der Gesangsakrobatin Camille in Paris. Später bei einer Autofahrt durch die Camargue hörten sie einen Song von Dinah Washington im Radio, entpuppten sich beide als große Verehrer, und die Idee zur Hommage war geboren.

Das Ergebnis ist faszinierend: China Moses gelingt es mit ihrer Powerstimme, Energie, Verve und Witz von Washingtons Songs rüberzubringen, ohne in platte Imitation zu verfallen. Sie enstaubt Klassiker wie „Fine, Fine Daddy“, „Mad About The Boy“ oder „Lover Come Back To Me“, klagt mit „Is You it or Is You Ain't My Baby“, hat den „Evil Gal Blues“, und steuert mit „Dinah Blues“ und „Gardenias For Dinah“ zwei Eigenkompositionen bei. Schön, dass China Moses und Raphael Lemonnier sich gefunden haben.

www.myspace.com/thisonesfordinah

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