Carrie Underwood und Thomas Rhett schreiben Geschichte

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Deutsche Presse-Agentur
Barbara Munker

Das hat es bei der Verleihung der Academy of Country Music-Trophäen (ACM) noch nie gegeben: gleich zwei Künstler gewinnen den Spitzenpreis „Entertainer des Jahres“. US-Sängerin Carrie Underwood (37) und ihr Landsmann Thomas Rhett (30) wurden in der Nacht zum Donnerstag als Preisträger verkündet.

„Wir haben ein Unentschieden“, sagte Gastgeber Keith Urban sichtlich überrascht auf der Bühne in der Country-Hochburg Nashville. Das sei wohl zum ersten Mal passiert, fügte der Sänger hinzu.

Underwood war als einzige Frau in der Top-Sparte nominiert. Neben den beiden Gewinnern waren auch noch die Sänger Luke Bryan, Eric Church und Luke Combs im Rennen. Combs holte später den Titel als „Künstler des Jahres“, Maren Morris gewann die Auszeichnung als „Künstlerin des Jahres“.

Die Preise der US-Akademie für Country-Musik (ACM) wurden zum 55. Mal vergeben. Eigentlich sollte die Show bereits im April in Las Vegas über die Bühne gehen, doch wegen der Corona-Pandemie war sie auf September verschoben worden. Ohne Live-Publikum fand die vom Sender CBS übertragene Preis-Gala mit Auftritten und Auszeichnungen zahlreicher Country-Stars an drei Orten in Nashville statt.

Pop-Star Taylor Swift kehrte erstmals in sieben Jahren auf die ACM-Bühne und damit zu ihren Wurzeln als Country-Sängerin zurück. Mit unauffälligem Make-up und Hochsteckfrisur trug die 30-Jährige ihren Song „Betty“ von ihrem neuen Überraschungsalbum „Folklore“ erstmals öffentlich vor. Die seit 2015 miteinander liierten Stars Blake Shelton und Gwen Stefani sangen Seite an Seite im Duett „Happy Anywhere“.

Shelton holte an dem Abend mit „God's Country“ die Trophäe für die „Single des Jahres“, die Country-Band Old Dominion siegte mit „One Man Band“ in der Sparte „Song des Jahres“. Popsänger Justin Bieber (26) war für seine Zusammenarbeit mit dem Country-Duo Dan + Shay an dem Song „10.000 Hours“ erstmals für ACM-Preise nominiert, ging bei der Verleihung aber leer aus.

Der neuseeländisch-australische Country-Star Keith Urban (52), der im vorigen Jahr zum „Entertainer des Jahres“ gekürt worden war, führte zum ersten Mal als Gastgeber durch die Show. Zum Auftakt schlug er auch politische Töne an. Amerika stecke derzeit mitten im Kampf gegen zwei Pandemien, sagte der Ehemann von Schauspielerin Nicole Kidman: „Covid-19 und soziale Ungerechtigkeit. Beide haben schon viel zu viele Leben gekostet.“

Urban pries den Einsatz der Helfer im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie und den weltweiten Aufschrei für Gleichstellung und soziale Gerechtigkeit. Auch die Country-Gemeinde handele gemeinsam und gehe diese Herausforderungen an. Country-Musik könne Heilung, Trost und Hoffnung bringen. „Das können wir jetzt wirklich gebrauchen“, sagte Urban.

© dpa-infocom, dpa:200917-99-597808/3

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