Brad Pitt stellt „Benjamin Button“ in Berlin vor

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Deutsche Presse-Agentur

Für Brad Pitt beginnt mit dem Amtsantritt des amerikanischen Präsidenten Barack Obama eine neue Ära. Amerikanische Ideale wie etwa Freiheit würden mit der Amtseinführung des neuen Präsidenten bestätigt, sagte der Hollywoodstar bei der Europapremiere seines neuen Films in Berlin.

„Vor uns liegen viele Herausforderungen“, sagte Pitt, aber die Amerikaner gingen sie mit neuem Mut an. Begleitet vom Jubel Hunderter Fans stellte der 45-Jährige am Montag den Film „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ vor, in dem Pitt einen Mann spielt, der als Greis zur Welt kommt und im Lauf Zeit immer jünger wird. Das Drama gilt als einer der Favoriten für die Oscars.

Das Melodram nach einer Erzählung des Schriftstellers F. Scott Fitzgerald erzählt mitreißend und sehr emotional von großer Liebe, Verlust, Trauer und Tod. Der Film startet am 29. Januar in den deutschen Kinos.

In Begleitung seiner Lebensgefährtin Angelina Jolie lief Pitt über den roten Teppich vor dem Premierenkino am Potsdamer Platz, gab zahlreiche Interviews und Autogramme. Pitts Filmpartnerin Cate Blanchett („Elizabeth“) war nicht anwesend. Dafür hatte der Schauspieler den Regisseur des Films, David Fincher („Fight Club“), an seiner Seite. Nach Medienberichten hatten Pitt und Jolie mit ihren Kindern am Nachmittag ein Spielzeugmuseum besucht. Außerdem wurde das Paar zweimal in Restaurants in Berlin-Mitte gesehen.

Der Star zeigte sich vor der Premiere aufgeräumt und zu Scherzen aufgelegt. „Ich weine nie, ich bin hart wie Stahl“, sagte Pitt. Für Teile des Films wurde Pitts Gesicht mit Computertechnik einem Körperdouble aufgesetzt. „Ich arbeite daran, alle meine Filme von meinem Sessel aus zu drehen“, kommentierte der Schauspieler.

Auch freue er sich darauf, älter zu werden. „Den jungen Brad Pitt kenne ich schon. Das ist nicht so interessant wie das, was die Zukunft bringen könnte.“ Das Älterwerden bereite ihm wenig Kopfzerbrechen. Vielmehr mache er sich Sorgen darum, auf welche Art und Weise er sterben wird. „Feuer und enge Räume machen mir Angst“, sagte Pitt, „Haie wären interessant.“ Er hoffe jedoch so schön zu altern wie im Film. Ernster wurde Pitt nur beim Thema Kinder. Mehrfach sagte er, erst durch sie habe er gelernt, wie wichtig es ist, jeden Moment des Lebens voll auszukosten.

Pitt wurde für seine Darstellung als Benjamin Button für den britischen Filmpreis BAFTA nominiert. Das Drama gilt als einer der Favoriten für die Oscars, die am 22. Februar vergeben werden. Pitt sagte: „Einen Oscar zu bekommen wäre für mich die größte Ehre. Aber das Schwierigste ist, einen Film zu machen, auf den man stolz ist.“ Und das ist er dieses Mal. Darum empfahl er den Premierengästen vor Beginn des 166 Minuten langen Films, alle alkoholischen Getränke wegzustellen. „Ich wäre sehr sauer auf Sie, wenn Sie das Ende verpassen würden“, sagte Pitt, „denn es ist wirklich großartig.“ Zurzeit steht Pitt in den Studios Potsdam-Babelsberg für Quentin Tarantinos Weltkriegsdrama „Inglourious Basterds“ vor der Kamera.

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