„Bis dann, mein Sohn“: Drama über Chinas Ein-Kind-Politik

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Bis dann, mein Sohn
Liu Yaojun (Wang Jing-chun) und Wang Liyun (Yong Mei) konnten wegen der Ein-Kind-Politik nur ein Kind bekommen, doch dann kommt ihr Sohn ums Leben. (Foto: -/Piffl Medien/dpa / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Manche Filme schaffen es, mit einer privaten Geschichte viel über eine Gesellschaft zu erzählen. Dazu gehört das chinesische Drama „Bis dann, mein Sohn“.

Im Februar lief das Werk im Wettbewerb der Berlinale - die beiden Hauptdarsteller bekamen in Berlin gleich zwei Silberne Bären für ihre Schauspielleistung.

Der Film von Regisseur Wang Xiaoshuai („Bejing Bicycle“), der damit zum dritten Mal auf der Berlinale war, erzählt von einem Ehepaar über drei Jahrzehnte hinweg: Yaojun (Wang Jingchun) und Liyun (Yong Mei) halten sich an die damals noch geltende Ein-Kind-Politik, doch dann verlieren sie ihren Sohn bei einem Unglück.

Feinfühlig wird erzählt, was dieser Verlust mit beiden macht. Der dreistündige Film zeigt eine Familie im Wandel der Zeiten. Das Drama nimmt einen mit in sozialistisch organisierte Fabriken, in chinesische Küchen und zu heimlichen Partys unter Freunden.

Das schwere Thema wird überaus gut erzählt, ohne dabei kitschig zu werden. Anfangs gibt es ein paar Zeitsprünge, die beim Publikum etwas Konzentration erfordern. Dann aber zeigt einem Regisseur Wang Xiaoshuai Bilder, die lange im Kopf bleiben.

Bis dann, mein Sohn, China 2019, 185 Min., FSK ab 6, von Wang Xiaoshuai, mit Yong Mei, Wang Jingchun, Roy Wang

Bis dann, mein Sohn

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