Astrazeneca liefert der EU nun doch mehr Impfstoff

Astrazeneca
Will nun doch mehr Impfstoff an die Europäische Union liefern als angekündigt: Impfstoff-Hersteller Astrazeneca. (Foto: Alastair Grant / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Der britisch-schwedische Hersteller Astrazeneca will nach EU-Angaben im ersten Quartal nun doch mehr Impfstoff an die Europäische Union liefern als angekündigt.

Es kämen neun Millionen Dosen hinzu, also insgesamt 40 Millionen Dosen, teilte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Sonntagabend auf Twitter mit. Das ist die Hälfte der ursprünglich anvisierten Menge von 80 Millionen Dosen.

Laut von der Leyen will Astrazeneca auch eine Woche früher mit der Lieferung beginnen als geplant. Die Firma wolle zudem ihre Produktionskapazität in Europa ausbauen. Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides sprach von einer guten Nachricht und einem guten Schritt nach vorn.

Astrazeneca hatte vor gut einer Woche überraschend mitgeteilt, im ersten Quartal statt 80 Millionen nur 31 Millionen Dosen Impfstoff an die EU-Staaten zu liefern. Die EU reagierte empört und setzte die Firma unter Druck, die Lieferkürzung zurückzunehmen. Das soll laut von der Leyen nun zumindest zum Teil geschehen. Der Impfstoff ist seit Freitag in der EU für Erwachsene ohne Altersbegrenzung zugelassen. In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission das Mittel aber nur für Erwachsene unter 65 Jahren.

Leyen besprach sich am Sonntag in einer Videoschalte mit den Chefs von sieben Impfstoff-Herstellern, mit denen die EU Lieferverträge hat. Danach erklärte sie, es sei wichtig, die zurzeit begrenzten Produktionskapazitäten auszubauen. Sie kündigte an, im Kampf gegen künftig drohende Pandemien eine neue Behörde namens HERA gründen zu wollen, die gemeinsam mit dem Privatsektor neue Gefahren früh erkennen und passende Antworten geben soll.

© dpa-infocom, dpa:210131-99-246508/3

Die Kommentarfunktion ist für Sie aktuell gesperrt. Bitte wenden Sie sich an unseren Kundenservice für weitere Infos.
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Meist gelesen

Schriftzug Polizei

Zeugen gesucht: Männer entreißen Leine und werfen Hund in Fluss

Die Polizei sucht nach zwei jungen Männern, die in Kenzingen (Kreis Emmendingen) einen Hund in einen Fluss geworfen haben sollen. Der Hund sei rund 40 bis 80 Meter abgetrieben worden, habe aber leicht verletzt und mit einer leichten Unterkühlung von der Feuerwehr gerettet werden können, teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Ein Tierschutzverein hat nun eine Belohnung von 1000 Euro für Hinweise ausgesetzt. Nach einem Zeugenaufruf hätten sich bereits einige Menschen gemeldet, teilte ein Sprecher der Polizei mit.

Nach Tötungsdelikt an einem 13-Jährigen

13-Jähriger ermordet, 14-Jähriger in Haft: Neue Details zur Bluttat in Sinsheim

Nach dem gewaltsamen Tod eines 13-Jährigen in Sinsheim bei Heidelberg wird ein wegen eines früheren Messerangriffs polizeibekannter 14-Jähriger verdächtigt. Er sollte am Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt werden. Eine Obduktion soll die genaue Todesursache des Jungen klären.

Der 13-Jährige ist nach ersten Erkenntnissen der Ermittler aus Eifersucht umgebracht worden. Die Ermittlungen zum Motiv liefen aber weiter, sagte Siegfried Kollmar von der Kriminalpolizei Mannheim am Donnerstag.

EU-Sondergipfel zur Corona-Pandemie

Corona-Newsblog: Merkel will EU-Impfpass in den nächsten drei Monaten

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹: Aktuell nachgewiesene Infizierte Baden-Württemberg: ca. 11.700 (313.518 Gesamt - ca. 293.800 Genesene - 8.005 Verstorbene) Todesfälle Baden-Württemberg: 8.005 Sieben-Tage-Inzidenz Baden-Württemberg: 47,7 Aktuell nachgewiesene Infizierte Deutschland: ca. 119.000 (2.414.

Mehr Themen