Ariane-Rakete bringt vier Satelliten ins All

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Deutsche Presse-Agentur

Eine europäische Ariane-Rakete hat in der Nacht zum Freitag erfolgreich vier Satelliten in den Weltraum gebracht. Die Trägerrakete vom Typ 5 ECA hob um 23.09 Uhr vom europäischen Raumfahrtbahnhof Kourou in Französisch-Guayana ab.

Rund eine halbe Stunde später setzte sie die insgesamt 7,4 Tonnen schweren Satelliten nacheinander in ihre vorläufigen Umlaufbahnen aus. Die erste Mission des Jahres sei ein voller Erfolg, teilte die Betreibergesellschaft Arianespace wenig später am Raumfahrtbahnhof im südamerikanischen Dschungel mit.

Im Gepäck hatte die Ariane-5-Rakete unter anderem den Fernseh- Satelliten HOT BIRD 10 für Eutelsat. Er soll einen aus drei identischen Großsatelliten bestehenden Verbund komplettieren, der 1100 TV-Kanäle verbreitet und 120 Millionen Haushalte erreicht. Zudem setzte die Ariane einen weiteren Fernmeldesatelliten und zwei Mikro- Satelliten für die französische Wehrbeschaffungsbehörde DGA aus. Mit den letzten beiden soll demonstriert werden, wie künftig ein Flugkörper-Frühwarnsystem in Europa aussehen könnte. Gesteuert wird das Projekt vom französischen Toulouse aus. Das Flugkörper- Frühwarnsystem soll mit Infrarot-Technik arbeiten und zum Beispiel Raketen kurz nach dem Abschuss orten können.

Der HOT BIRD 10 sowie die beiden Satelliten für die französische Wehrbeschaffungsbehörde wurden unter der industriellen Führung der EADS-Tochter Astrium gebaut. Den zweiten ausgesetzten Fernmeldesatelliten NSS-9 produzierte das US-Unternehmen Orbital Sciences Corporation für SES New Skies. Die Mission in der Nacht zum Freitag war der 187. Start einer Ariane-Rakete und der 43. einer Ariane-5. In diesem Jahr plant Arianespace noch bis zu sieben weitere Ariane-5-Starts.

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