Alex Mofa Gang im Interview: „Es darf keinen Stillstand geben“

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Sänger mit Gitarre am Mikrofon
Haben beim Southside die Veröffentlichung ihres neuesn Albums gefeiert: Sänger Sascha Hörold und seine Bandkollegen. (Foto: Thomas Melcher)
Schwäbische Zeitung

Sie plaudern seit 2012 aus dem Leben von Alex, verraten seine geheimsten Gedanken und bewegendsten Erlebnisse: Die Alex Mofa Gang hat den Charakter von Alex erfunden, der in ihren Liedern stets die Hauptrolle spielt. Sänger Sascha Hörold und Schlagzeuger Michi Breuninger haben Kara Ballarin und Christiane Wohlhaupter beim Southside erzählt, was Alex eigentlich davon hält und wie es sich anfühlt, das dritte Album zu veröffentlichen.

Ihr seid die Alex Mofa Gang: Wo hängt Alex selbst denn gerade herum?

Sascha: Der müsste jetzt in Portugal sein. Kann aber auch sein, dass er zwischendurch unverhofft auftaucht. Das weiß man nie.

Was hält er eigentlich davon, dass ihr der ganzen Welt in euren Texten von seinem Leben erzählt und alles Mögliche ausplaudert?

Sascha: Da muss er durch, das ist der Deal, dafür kriegt er eine Identität.

Und wie ist Alex so?

Sascha: Alex ist ein cooler Typ, er ist nett und lebensfroh. Anders etwa als Ludger.

An Ludger appelliert ihr auf eurem neuen Album auch in einem Song.

Sascha: Ludger biegt zwei oder drei Mal die Woche zu oft in die Kneipe ab. Beim ersten Kennenlernen wirkt er ganz lustig, mit der Zeit wiederholen sich seine Geschichten aber und er tut einem ein bisschen leid.

Ihr habt gerade euer drittes Album „Ende offen“ herausgebracht. Wie fühlt sich das an?

Sascha: Das fühlt sich sehr gut an, vor allem mit den Konzerten, die wir jetzt dazu haben.

Michi: Es ist wunderschön, anderen Leuten die eigenen Lieder vorspielen zu können und Reaktionen zu erhalten.

Auf eurem neuen Album singt ihr von den verblassten „Helden Deiner Jugend“. Wer sind denn aktuell die Helden?

Sascha: Im besten Fall sind Familie und Freunde die Helden, also die Leute, die einem wichtig sind. Es geht darum, nicht in der Vergangenheit herumzuwühlen, sondern die Zukunft selbst zu gestalten.

Euch gibt es seit 2012. Auch davor habt ihr schon im Musikzirkus mitgemacht – unter anderem als Ton- oder Lichttechniker für andere Bands. Was hat sich verändert?

Sascha: Das ist ein ganz fließender Übergang. Wir machen das immer noch für andere Bands, wenn wir die Zeit haben. Ansonsten ist es ähnlich: Man ist einfach mit den tollsten Leuten unterwegs.

Wie ist es, plötzlich auf Bühnen wie dem Southside zu stehen? War das schon immer das Ziel?

Sascha: Das klar formulierte Ziel ist, dass es keinen Stillstand gibt. So lange wir wachsen und uns gut dabei fühlen, ist alles gut.

Michi: Gemeinsam Musik machen ist das Ding, das uns antreibt.

In eurem Lied „Unser Haus“ fährt Alex mit dem Mofa übers Land. Wer euren Bandnamen zum ersten Mal hört, stellt sich bestimmt genau solche Bilder vor. Wie viel Land und Mofafahren steckt in euch?

Sascha: Das Video ist der Beginn unserer Reise. Es ist eine Parallele zu unserem Leben. Wir sind alle aus kleinen Städten oder Dörfern umgesiedelt in die Stadt und haben dann angefangen, Alex’ Geschichte zu erzählen.

Michi: Und alles, was Alex sagt, ist unsere Geschichte. Und jetzt ist Aufbruch zu Neuem angesagt.

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