TV-Kritik: „Trauung mit Hindernissen“

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Das Leben von Katrin (Nicolette Krebitz) und Philipp (Hary Prinz) könnten so schön sein, wären da nicht Kinder, Küche, Beruf un
Das Leben von Katrin (Nicolette Krebitz) und Philipp (Hary Prinz) könnten so schön sein, wären da nicht Kinder, Küche, Beruf und die liebe Patchwork-Familie. (Foto: dpa)

ARD, Mittwoch, 20.15 Uhr.

Katrin (Nicolette Krebitz) ist Lehrerin, Mutter zweier Kinder und geschieden. Ihr Freund und Kollege Philipp (Hary Prinz) ist Vater eines Sohnes und ebenfalls geschieden. „Zwei gescheiterte Ehen sind wirklich genug“, befindet Katrin nicht ganz grundlos, als Philipp um ihre Hand anhält. Vor versammeltem Lehrerkollegium macht er seiner Angebeteten einen choreografisch gut einstudierten Antrag, der gründlich schiefgeht. Aber Philipp findet Hilfe bei Katrins Mutter Renate (Patricia Hirschbichler). Resolut übernimmt sie die Rolle der Hochzeitsladerin.

In dieser turbulenten Familienkomödie spiegeln Autorin Sophia Krapoth und Regisseurin Anne-Katharina Maier durchaus realitätsnah ein Stück weit modernes hektisches Leben zwischen Kindern und Küche, Beruf und Beziehung. Wenn Katrin atemlos durch den Alltag hastet, können sich junge Frauen in ähnlichen Situationen durchaus wiedererkennen. Allerdings kreuzt bei Katrin in kurzen Abständen immer wieder die kunterbunte, problembeladene Mischpoke auf – von der Neuen ihres Ex samt Kindern und Stiefbruder über ihre Mutter, ihren Vater mit seiner Neuen bis zur Schwiegermutter. Da wird das Thema Patchwork-Familie arg strapaziert. Aber dank der wandelbaren Nicolette Krebitz als Katrin mit Hochzeitshemmung und der österreichischen Partner verzeiht man so manche Übertreibung.

ARD, Mittwoch, 20.15 Uhr.

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