TV-Kritik: Marie Brand und das Verhängnis der Liebe

Lesedauer: 2 Min
Intelligente Verhöre
Intelligente Verhöre (Foto: colourbox)

Marie Brand und das Verhängnis der Liebe (ZDF, Mittwoch, 20.15 Uhr)

„Das ist zu einfach“, sagt Marie Brand einmal zum Tätervorschlag ihres Kollegen. „Wir Männer sind einfach gestrickt“, erwidert dieser, und sie entgegnet lapidar „Ja, das stimmt.“ Es ist bereits die 23. Episode für die Titelheldin Marie Brand (Mariele Millowitsch) – und bestimmt nicht die schlechteste. Vor allem die Dialoge sind es, die die Serie auszeichnen.

Die Geschichte mag mitunter ein bisschen zäh daherkommen, richtig spannend ist es nicht, aber wenigstens schön der Reihe nach erzählt. Regisseurin Judith Kennel verzichtet auf die derzeit in Krimis so beliebten Rückblenden. Wie gesagt, es sind vor allem die intelligenten Dialoge, die diesen Krimi sehenswert machen.

Diesmal geht es um den Mord an einer jungen Frau, die bei einem Psychotherapeuten beschäftigt war. Dass dieser gerade einen Sexualstraftäter therapiert, lenkt den Verdacht zunächst dorthin. Dass der Therapeut (arrogant und sprachgewaltig: Peter Jordan) selbst ein narzisstisches Problem hat und alle Menschen in seiner Umgebung zu manipulieren versucht, merken die Kommissare Brand und Simmel (Hinnerk Schönemann) erst allmählich. Die Ex-Frau, ein Student, eine neue Geliebte: Alle und auch er selbst könnten die junge Frau getötet haben. Wer’s war, kommt am Ende dank guter Verhöre raus und ist nicht weiter erstaunlich.

Marie Brand und das Verhängnis der Liebe (ZDF, Mittwoch, 20.15 Uhr)

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen