TV-Kritik: Marie Brand

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Marie Brand (Mariele Millowitsch) ermittelt wieder.
Marie Brand (Mariele Millowitsch) ermittelt wieder. (Foto: dpa)
Schwäbische Zeitung
Birgit Kölgen

Über den Tatort redet jeder, es geht um große Themen, man regt sich auf. Derweil produziert das ZDF in der Tradition von Derrick & Co. brav-beständige Krimireihen, die ihre treuen Fans haben. Schon im elften Jahr und zum 21. Mal ermittelt Mariele Millowitsch als neurosenfreie Kölner Kommissarin Brand im nicht allzu spannenden Milieu mit gelegentlichem Blick auf den Dom. Weil sie vor lauter Vernunft doch ein wenig langweilig wäre, hat man ihr den extrovertierten, nett naiven Kollegen Simmel (Hinnerk Schönemann) beigesellt.

Der Fall: Ein Bankräuber erschießt auf der Flucht eine unbeteiligte Frau. Bald darauf wird er selbst ermordet. War es Rache? War es der nervöse Komplize, der nur ein armer Teufel ist und alleinerziehender Vater? Oder hat vielleicht einer der geschädigten Schließfachbesitzer nach der Beute gesucht, weil er selbst etwas zu verbergen hat? Bei der Zeugenbefragung in der Villa einer Seifenopern-Diva und in einer schicken Firma für Beduftung riechen Marie Brand und der Zuschauer, dass viel verschwiegen wird. Die Auflösung dauert. Kleine Scherze über Simmels Selbstversuche mit Herrenparfüms sollen für gute Laune sorgen, bis es endlich durch eine Erpressung zum Showdown kommt. Eine Zeitbombe tickt, aber keine Sorge! Krimis wie dieser bringen die Welt immer wieder in beste Ordnung.

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