TV-Kritik: „Heer, Stahl und Sturm – Wer Nazis verteidigt“

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Die Angeklagte Beate Zschäpe (2.v.r.) steht im Gerichtssaal zwischen ihren Anwälten Wolfgang Stahl (li.), Anja Sturm (2.v.li.)
Die Angeklagte Beate Zschäpe (2.v.r.) steht im Gerichtssaal zwischen ihren Anwälten Wolfgang Stahl (li.), Anja Sturm (2.v.li.) und Wolfgang Heer (re). (Foto: dpa)

ARD, Mittwoch, 0.05 Uhr.

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- Es ist soweit. Nach mehr als fünf Jahren wird heute das Oberlandesgericht München das Urteil für die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe verkünden. Die Entscheidung der Richter lässt sich ab 9.55 Uhr live im Ersten verfolgen. Nach mehr als fünf Jahren geht damit einer der aufwendigsten Prozesse der deutschen Rechtsgeschichte zu Ende, bei dem es um zehn Morde, zwei Bombenanschläge und 15 Raubüberfälle geht. Anlässlich der Urteilsverkündung zeigt das Erste – leider erst kurz vor Mitternacht – die sehenswerte Dokumentation „Heer, Stahl und Sturm – Wer Nazis verteidigt“. Vorgestellt werden die jungen Strafverteidiger der Angeklagten Zschäpe, Wolfgang Heer, Wolfgang Stahl und Anja Sturm, für die dieser Prozess zum Fall ihres Lebens geworden ist. Filmemacherin Eva Müller hat die drei Anwälte dafür über die gesamte Prozessdauer begleitet und zeigt schonungslos, aber auch einfühlsam, was sie in dieser Zeit erleben – von Zweifeln, Anfeindungen bis hin zu Morddrohungen. Auch die Auseinandersetzungen mit Zschäpe werden nicht ausgeklammert. Der Film blickt hinter die Kulissen des sogenannten NSU-Prozesses und zeigt, wie ihn diejenigen erleben, die „das Böse" verteidigen. Die sich, wie es andere Anwälte schon zu Beginn des Prozesses formulierten, „für die falsche Seite entschieden“ haben.

ARD, Mittwoch, 0.05 Uhr.

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