TV-Kritik: „Drachenjungfrau“

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Kommissar Merana (Manuel Rubey, rechts) versucht gemeinsam mit Polizistin Franziska Heilmayr (Stefanie Reinsperger), den Tod ei
Kommissar Merana (Manuel Rubey, rechts) versucht gemeinsam mit Polizistin Franziska Heilmayr (Stefanie Reinsperger), den Tod eines 15-jährigen Mädchens zu klären. (Foto: dpa)

ZDF, Montag, 20.15 Uhr.

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Eine volle Ladung Lokalkolorit gönnt Regisseurin Catalina Molina ihren Zuschauern bei diesem Berglerkrimi aus dem Pinzgau: hohe Berge, tosende Wasserfälle, hübsche Dirndl und eine eingeschworene Gemeinschaft. Doch aus diesen Zutaten entsteht bei Molina keine Hochglanzidylle, sondern ein düsteres Landschaftsbild mit unheilvollem Hintergrund. Schon die ersten Szenen machen deutlich, dass es Außenseiter schwer haben in diesem Bergdorf. So wird ein kleiner Junge von seinen Kameraden durch den Wald bis zum Wasserfall gehetzt. Er soll springen, fordern sie – dann wacht Kommissar Martin Merana (Manuel Rubey) aus seinem Alptraum auf. Wenige Minuten später ruft seine Großmutter an, weil sie ein Unglück wittert. Und natürlich soll sie recht behalten. Am nächsten Morgen wird Merana in sein Heimatdorf geschickt, um den Tod eines 15-jährigen Mädchens zu klären, das in den Wasserfall gestürzt war – oder aber gestoßen wurde. Während der Ermittlungen tun sich Abgründe auf.

Der Film nach dem Erfolgsroman von Manfred Baumann leuchtet in eine Gesellschaft hinein, für die Tradition vor allem Tünche ist. Für Geld wird nicht nur die Heimat verkauft. Allerdings muss man die Ohren ganz schön aufsperren, um die Akteure, die ungekünstelt österreichische Mundart sprechen, zu verstehen. Wer durchhält, wird zum Finale mit einer Überraschung belohnt.

ZDF, Montag, 20.15 Uhr.

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