TV-Kritik: Die Toten von Salzburg – Zeugenmord

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Die Ermittler in der Gerichtsmedizin (von links): Hubert Mur (Michael Fitz), Palfinger (Florian Teichtmeister), Irene Russmeyer
Die Ermittler in der Gerichtsmedizin (von links): Hubert Mur (Michael Fitz), Palfinger (Florian Teichtmeister), Irene Russmeyer (Fanny Krausz) und Hofrat Seywald (Erwin Steinhauer). (Foto: Toni Muhr)
Schwäbische Zeitung
Birgit Kölgen

Sollte jemand noch vom gestrigen „Tatort“ verstört sein – das ZDF sorgt für seelischen Ausgleich. Natürlich gibt’s im Salzburg-Krimi von Erhard Riedlsperger auch Leichen, aber bitt’ schön in herrlicher Landschaft und in amüsantem Milieu. Grüne Wiesen, blaue Berge, Fliegenfischen an der Salzach, Cabrio-Fahrten im Sonnenschein: Das würde ins Herzkino passen. Und sie wären ein nettes Paar: der fesche Major Palfinger, der im Rollstuhl sitzt wie einst US-Serienheld Ironside, und seine herzige Kollegin, die Russmeyer, Irene.

Aber hier geht es nicht um Amour, sondern um Mord. Dem verletzten Fahrer eines tödlich verunglückten Staatssekretärs wird im Krankenhaus der Garaus gemacht. Durch Zerschneiden lebenswichtiger Strippen stirbt auch der zweite Patient im Zimmer, ein abgestürzter Bergsteiger. Wurden da unliebsame Zeugen beseitigt? War schon der Unfall ein Anschlag? Schließlich soll der tote Staatssekretär in Waffenschiebereien verstrickt gewesen sein.

Während der Herr Hofrat im Kaffeehaus eine Cremeschnitte nascht, ermitteln seine Untergebenen zwischen Berg und Tal. Dabei hilft ihnen der bayrische Kommissar Mur, als liebenswürdiger Choleriker gespielt von Michael Fitz. Und selbst, wenn man dem alpenländischen Redeschwall nicht immer ganz folgen kann, fühlt man sich gut unterhalten.

Die Toten von Salzburg: Zeugenmord (Mo., ZDF, 20.15 Uhr)

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