TV-Kritik: „Die Heiland – Wir sind Anwalt“

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Die ambitionierte Anwältin Romy Heiland (Lisa Martinek, li.), von Geburt an blind, eröffnet ihre erste eigene Anwaltskanzlei in
Die ambitionierte Anwältin Romy Heiland (Lisa Martinek, li.), von Geburt an blind, eröffnet ihre erste eigene Anwaltskanzlei in Berlin. Als Assistentin engagiert sie die eigensinnige Ada Holländer (Anna Fischer, re.), die ihr vom Arbeitsamt vermittelt wird. (Foto: ARD)

ARD, Dienstag, 20.15 Uhr.

Anwaltsserien kommen gut an. Und Schauspieler können damit Karriere machen. Man denke nur an Manfred Krug alias „Liebling Kreuzberg“. Ob Lisa Martinek dieser Erfolg in der Rolle der blinden Berliner Rechtsanwältin Romy Heiland auch beschieden sein wird, bleibt abzuwarten. Doch die erste Folge der neuen sechsteiligen Serie ist auf jeden Fall vielversprechend. Nachdem Heiland ihre eigene Kanzlei aufgemacht hat, stellt sie die chaotische, nicht unbedingt im gepflegten Juristenmilieu beheimatete Ada Holländer (Anna Fischer) als Assistentin ein, die sich aber sehr schnell als vielseitiger Sidekick erweist. Heilands erster Mandant ist ihr ehemaliger Uni-Professor Konrad Wolff (Peter Davor). Er soll eine Studentin vergewaltigt haben. Ein kniffliger Fall, aber die blitzgescheite Heiland macht das schon.

Sie hat auch ein veritables Vorbild in der ersten blinden Strafverteidigerin Pamela Pabst. Ihr Buch „Ich sehe was, was ihr nicht seht“ inspirierte die Programmmacher zu dieser Serie. Pabst lieferte dann Versatzstücke, aus denen ein Autorenteam um Jana Burbach fiktive Fälle strickte. Eine starke Leistung zeigt Lisa Martinek, die dem Zuschauer unsentimental klar macht, was es heißt, sich blind in einer Welt voller Hindernisse zu bewegen. Man darf auf die nächsten Folgen (Regie Christoph Schnee und Bruno Grass) gespannt sein.

ARD, Dienstag, 20.15 Uhr.

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