TV-Kritik: „Die Füchsin –Spur in die Vergangenheit“

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Ex-Spionin Fuchs (Lina Wendel) und ihr Kollege Youssef (Karim Cherif).
Ex-Spionin Fuchs (Lina Wendel) und ihr Kollege Youssef (Karim Cherif). (Foto: dpa)

Ravensburg - Deutsch-deutsche Geschichte im Krimi verpackt bietet diese Reihe um die Ex-DDR-Spionin Anne Marie Fuchs (Lina Wedel) und ihren Detektei-Partner Youssef (Karim Cherif). Standard sind die Kompetenzrangeleien mit der Polizei. Dazu tritt dann der politische Hintergrund, der die Füchsin immer wieder einholt. Weil sie sich kurz vor der Wende gegen das Regime wandte, wurde ihr damals dreijähriger Sohn Florian entführt und in ein DDR-Kinderheim gesteckt. Sie selbst kam ins Gefängnis. Wenig später teilte man ihr mit, das Kind sei gestorben.

Gezeichnet von diesen Schicksalsschlägen sucht sie trotzdem weiter nach ihrem Sohn, weil sie die Todesnachricht für eine Fälschung hält. Von einem Treffen mit ihrem Ex-Mann Konrad, ebenfalls einst DDR-Spion und im Gegensatz zu ihr im Westen weich gelandet, erhofft sie sich in diesem neuen Fall weitere Informationen. Doch Konrad wird erschossen. Ihr cleverer Partner Youssef ergattert von Konrads Sohn den lukrativen Auftrag zur Tätersuche, die letztlich nicht nur alte Seilschaften und Betrügereien aufdeckt, sondern auch nach 30 Jahren Klarheit schafft über Florians (Florian Bartholomäi) Verbleib. Spannend und glaubwürdig pendelt dieser Plot (Buch: Ralf Kinder, Regie: Sabine Derflinger) zwischen gestern und heute. Schließlich endet der Alptraum – zumindest für diese Folge.

Die Füchsin – Spur in die Vergangenheit (ARD, Do., 20.15 Uhr)

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