TV-Kritik: „Allein gegen die Zeit“

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Voll krass, ey!
Voll krass, ey! (Foto: colourbox)

- Mit diesem Jugendabenteuerfilm kann es Arte gelingen, am Freitagabend mal die gesamte Familie vor den Fernseher zu holen. „Allein gegen die Zeit“ ist so etwas wie Kiefer Sutherlands Echtzeitdrama „24“ in harmlos und für Teenager, allerdings geht es dabei nur um eine einzige Stunde. Und zwar um die bis zu einer Sonnenfinsternis, die eine Berliner Abiturientenklasse auf Abschlussfahrt in Hildesheim anschauen will. Zuvor wird noch der Dom besucht – wo nach einem Bombenattentat ein Teil der Schüler von einer Sekte auf eine Burg entführt wird. Dieser Geheimbund strebt mithilfe der geheimnisvollen Irminsul-Säule die Unsterblichkeit an und braucht noch ein paar Menschenopfer pünktlich zur Sonnenverdunkelung. Stoff genug also für jede Menge Versteckspiele, Verfolgungsjagden und Kampfszenen irgendwo zwischen „Indiana Jones“, „Schloss Einstein“ und „Fuck ju Göhte“. Die Chantal heißt hier Mandy und wird von Amina Merai ganz witzig verkörpert. Auch Timon Wloka (Ben), Timmi Trinks (Jonas), Janina Fautz (Leo), Uğur Ekeroğlu (Özzi) und Stephanie Amarell (Sophie) machen ihre Sache gut. Allzu hoch sollte man den Maßstab allerdings nicht anlegen, denn dass die Halbwüchsigen inmitten der größten Not immer wieder ihren Beziehungsstatus diskutieren und wer gerade in wen verliebt ist, kommt doch reichlich unpassend daher.

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