„Tatort“-Kritik: „Der kalte Fritte“

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Kira Dorn (Nora Tschirner) und Fritte (Andreas Döhler) fliehen vor der Explosion in einem Steinbruch.
Kira Dorn (Nora Tschirner) und Fritte (Andreas Döhler) fliehen vor der Explosion in einem Steinbruch. (Foto: ARD)

Durchblicker sind in diesem neuen Fall aus Weimar allenfalls Lessing (Christian Ulmen) und Kira (Nora Tschirner), Partner in Dienst und Ehebett. Manchem Zuschauer dagegen dürfte die mörderische Handlung etwas zu kompliziert gestrickt sein, was aber dank der sympathischen Ermittler zu verschmerzen ist. Sie leisten sich sogar Gefühle. So darf sich Lessing in Angst um Kiras Leben beim Finale auch mal eine Träne aus den Augen wischen. Doch bis es soweit ist, wird viel Staub aufgewirbelt, denn ein Teil der Handlung spielt in einem Steinbruch. Dessen Besitzer, Martin Schröder (Sascha Alexander Geršak), ist bankrott. Er und seine Frau haben nur noch eine Hoffnung: Das Gelände ist als Standort für ein geplantes Goethe-Geomuseum in der engeren Wahl. Allerdings grätscht der Milliardär Alonzo Sassen dazwischen. Er schenkt der Stadt ein Grundstück in bester Lage – und wird dann von einem Auftragskiller ermordet. Sassens Frau wiederum streckt den Killer nieder.

Murmel Clausen (Buch) hat einen spannenden, aber überfrachteten Fall geschrieben. Im Zentrum steht der Hass unter den Brüdern Schröder, dem schwerfälligen Steinbruch-Martin und dem windigen Bordell-Fritte. Durch Affären, Lügen und Betrug sind sie zum Äußersten bereit. Für eine explosive Abrechnung im Steinbruch sorgt Regisseur Titus Selge.

Tatort: Der kalte Fritte (ARD, So., 20.15 Uhr)

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