„Tatort“ aus Köln: „Weiter, immer weiter“

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 Polizist Frank Lorenz (Roeland Wiesnekker) zieht das Unglück an. Ballauf (Klaus J. Behrendt, l) und Schenk (Dietmar Bär, r) bef
Polizist Frank Lorenz (Roeland Wiesnekker) zieht das Unglück an. Ballauf (Klaus J. Behrendt, l) und Schenk (Dietmar Bär, r) befragen ihren Kollegen. (Foto: Martin Valentin Menke)

Dieser verzweifelte Blick aus geschwollenen Augen! Man möchte Roeland Wiesnekker immerzu trösten. Er ist die Idealbesetzung für Typen in tragischer Verwicklung. Solche, die das Gute wollen und das Desaster anrichten. Am Kölner „Tatort“ spielt er einen alten Kumpel von Kommissar Schenk: den Polizisten Lorenz, der nach einer Degradierung wieder Streife fahren muss.

Keiner glaubt ihm

Lorenz hat einfach Pech. Bei einer routinemäßigen Verkehrskontrolle läuft ein junger Mann in Panik davon – direkt vor eine Straßenbahn. Der Tote war ein süchtiger Dealer und auf der Flucht vor Unbekannten. Lorenz hat jedenfalls einen Wagen mit bewaffneten Männern vorbeirasen sehen. Die Kollegen finden keine Spur, der Fall soll abgeschlossen werden.

Auf eigene Faust

Lorenz ist empört, er ermittelt auf eigene Faust. Ein Informant flüstert ihm was in der Waschstraße zu. „Die Russen“ müssen es gewesen sein, das verrät Lorenz auch dem zappeligen Bruder des Toten. Prompt startet der Junge einen Rachefeldzug, der blutig endet. Aber Lorenz macht weiter. Unter der Regie von Sebastian Ko bleibt der Krimi ganz bei dem fieberhaft agierenden Helden, die Kamera folgt ihm durch die Kölner Nacht. Derweil werden die Kommissare Ballauf und Schenk zu freundlichen Nebenfiguren. Erst zum überraschenden Ende hin haben sie die Chance auf ein bisschen Action. Ein solider Krimi mit Psycho-Kick.

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