Rennfahrerdrama „Le Mans“ zeigt tollkühne Männer in donnernden Kisten

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Zwei Männer mit Sonnenbrillen
Matt Damon (links) als Carroll Shelby und Christian Bale als Ken Miles an der Rennfahrstrecke von Le Mans 66. (Foto: Twentieth Century Fox)
Philip Dethlefs

Donnernde Kisten, quietschende Reifen, spektakuläre Überholmanöver und katastrophale Unfälle – das 24-Stunden-Rennen von Le Mans ist eines der berühmtesten Langstreckenrennen der Welt. Und lange galt es auch als eins der gefährlichsten. Auf der Kinoleinwand lieferten sich 1971 Hollywood-Star Steve McQueen und Siegfried Rauch ein halsbrecherisches Rennen in dem fiktiven Drama „Le Mans“. Nun kommt mit „Le Mans 66 – Gegen jede Chance“ ein Rennsportfilm in die Kinos, der auf einer wahren Geschichte basiert: dem Prestige-Duell zwischen dem US-Konzern Ford und dem italienischen Sportwagenhersteller Ferrari.

Matt Damon spielt den ehemaligen Rennfahrer Carroll Shelby, der 1959 in Le Mans triumphierte und seine Karriere aus gesundheitlichen Gründen beenden musste. Shelby wird Autodesigner und mischt im Motorsport weiter mit. Einer seiner Mechaniker, der hitzköpfige Ken  Miles, ist ebenfalls ein brillanter Rennfahrer. Christian Bale spielt den Familienvater, dessen Temperament einer großen Motorsportkarriere im Wege zu stehen scheint.

Für Shelby und Miles bietet sich die große Chance, als Ford entscheidet, beim Rennen von Le Mans gegen den Seriensieger Ferrari anzutreten, um sein Image aufzubessern. Dafür rekrutiert Ford Shelbys Team. Zuvor hatte der US-Autobauer vergeblich versucht, den angeschlagenen Ferrari-Konzern zu übernehmen. Aus dem gescheiterten Coup erwächst eine persönliche Fehde zwischen den Bossen Henry Ford  Jr. und Enzo Ferrari. „Ford v Ferrari“ lautet daher auch der US-Titel des Films.

Shelby und Miles bleiben nur wenige Monate bis zum Rennen, um den Ford GT40, heute ein Kultauto, wettbewerbsfähig zu machen.

Mangold hat einen sehr amerikanischen Film alter Schule gemacht, ein unterhaltsames und unbeschwertes Drama mit nostalgischem Flair. Das hat zwar nicht den Tiefgang früherer Werke Mangolds wie „Cop Land“ oder „Walk The Line“, punktet aber mit tollen Bildern im 60er-Jahre-Look, mitreißenden Rennszenen und seinen Hauptdarstellern. Die bewegende Geschichte der Männerfreundschaft zwischen Shelby und Miles ist zeitlos. Und man muss kein Motorsportfan sein, um beim spektakulären Finale auf der Rennstrecke von Le Mans mitzufiebern. (dpa)

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