„Polizeiruf 110: Dünnes Eis“

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Matthias Matschke als Dirk Köhler und Anna Herrmann als Michelle.
Matthias Matschke als Dirk Köhler und Anna Herrmann als Michelle. (Foto: dpa)

Ravensburg (sz) - Die Magdeburger Ermittler Barsch (Claudia Michelsen) und Köhler (Matthias Matschke) ermitteln in einem klassischen, vorhersehbaren Kriminalfall.

Die Leiche am Elbufer ist mit einer blutverschmierten Plastikplane überdeckt. Was genau passiert ist, das erfährt der Zuschauer allerdings erst 70 Minuten später. Die Geschichte entspinnt sich um einen Entführungsfall. Auf dem Weg zur Arbeit wird die junge Verkäuferin Kim (Lucie Hollmann) gekidnappt. Die Forderungen der Entführer: 100 000 Euro und keine Polizei. An letztere Bedingung hält sich Kims Mutter Anja (Christina Große) natürlich nicht, sonst hätten die Magdeburger Ermittler Barsch (Claudia Michelsen) und Köhler (Matthias Matschke) wenig zu tun. Die Ungereimtheiten lassen nicht lange auf sich warten. Wieso wird gerade Anja – eine offenbar wenig vermögende Altenpflegerin – zum Erpressungsopfer? Welche Rolle spielt Kims Stiefvater? Und wieso verschweigt Anja wichtige Details? Nach einer missglückten Lösegeldübergabe rücken immer mehr Verdächtige ins Visier der Polizisten. Die obligatorische Leiche, Reibereien zwischen den Ermittlern, zwielichtige Gestalten: Der Film unter dem Oscar-prämierten Regisseur Jochen Alexander Freydank hat alles, was solide Krimi-Unterhaltung braucht. Die Erwartungen, die durch den dramaturgisch starken Einstieg geschürt werden, kann „Dünnes Eis“ allerdings nicht erfüllen. Während des Mittelteils huscht der Blick schon mal auf die Uhr. Immerhin kommt am Schluss noch alles anders als erwartet.

Polizeiruf 110 – Dünnes Eis (So., ARD, 20.15 Uhr) -

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