Palastbau in Paris - Vom königlichen Möbellager zum Museum

Frankreichs Präsident Macron im Hôtel de la Marine
Präsident Emmanuel Macron blättert in alten Büchern. (Foto: Francois Mori / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Paris(dpa) - Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat einen Pariser Palastbau eröffnet, der über 200 Jahre der Öffentlichkeit verschlossen war.

Das historische Gebäude werde zu einer neuen Attraktion des Landes werden, sagte der Staatschef am Donnerstag bei der Besichtigung des Hôtel de la Marine inmitten von Paris. Der Komplex wurde im 18. Jahrhundert erbaut und nach rund vierjährigen umfangreichen Renovierungsarbeiten in ein Ensemble aus Museum, Restaurant und Büroräume umfunktioniert. Kosten der Verwandlung: etwa 130 Millionen Euro.

Im Hôtel de la Marine befand sich einst das königliche Möbellager. Gewissermaßen war es das erste Museum für dekorative Künste, denn an bestimmten Tagen waren die Säle mit Rüstungen und Waffen, Tapisserien und Goldschmiedearbeiten der Öffentlichkeit zugänglich. Der Palastbau liegt am zentralen Platz de la Concorde und wird ab Samstag (12. Juni) geöffnet sein. Wie die französische Nachrichtenagentur AFP weiter mitteilte, werde das Hôtel de la Marine auch eine Filiale des internationalen Fußballverbandes Fifa beherbergen, dessen Sitz sich in der Schweiz befindet.

In dem rund 12.000 Quadratmeter großen Gebäude wird der Besucher vor allem entdecken, was einst das königliche Möbellager war, mit Rundgängen durch Räume voller Rokoko-Kronleuchter und antiker Möbel aus dem 18. Jahrhundert. Voraussichtlich im Herbst wird in einen Teil des Ensembles auch die legendäre Sammlung des arabischen Emirats Katar einziehen, einer der wichtigsten Mäzene des Projekts.

Im Revolutionsjahr 1789 wurde das Hôtel de la Marine geplündert. Danach ließ sich das Marineministerium im Haus nieder, das bis 2015 seinen Sitz dort hatte. Seit 2014 wird der Palastbau vom Zentrum für nationale Monumente verwaltet, einer öffentlichen Einrichtung, zu der auch der Triumphbogen und das Panthéon in Paris gehören.

© dpa-infocom, dpa:210610-99-938958/2

Infos zum Museum

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