Neue Alben bringt das neue Jahr

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Vier Männer schauen in die Kamera
Haben 2020 Großes vor: Provinz aus Ravensburg. Ihr Debütalbum erscheint im April. (Foto: Tim Erdmann)
Deutsche Presse-Agentur

Alben von Taylor Swift und Madonna, Nick Cave und Ed Sheeran, Sarah Connor und Silbermond, Wilco und Neil Young – das Jahr 2019 hatte Pop- und Rockfans viel zu bieten. Für 2020 verspricht der Ausblick ähnliche Masse und Klasse. Ein alphabetischer Überblick mit schon feststehenden Terminen, klar absehbarer neuer Musik – und ein paar Spekulationen.

ABBA: Die Fans der schwedischen Pop-Legenden warten und warten. Viele hatten schon für 2019 auf neue Musik gehofft. Björn Ulvaeus sagte nun: „Nächstes Jahr, definitiv.“ Konkreteres zu „I Still Have Faith in You“ und „Don't Shut Me Down“ ließ er aber wieder offen.

ANTILOPEN GANG: Danger Dan, Koljah und Panik Panzer haben nach den Alben „Aversion“, „Abwasser", „Anarchie und Alltag“ am 24. Januar einen Nachfolger parat: Wie es sich für die drei gehört, natürlich wieder mit Anfangsbuchstabe A und dem Namen „Abbruch Abbruch“. Live gibt es die neuen Songs beim Southside-Festival in Neuhausen ob Eck vom 19. bis 21. Juni zu erleben.

DIE ÄRZTE: Bela, Farin und Rod sind zurück. Nach längerer Pause geht „die beste Band der Welt“ ab November 2020 auf Deutschland-tournee. Karten für die knapp zwei Dutzend „In the Ä Tonight“-Gigs gingen weg wie warme Semmeln. Ein neues Album soll es auch geben.

JUSTIN BIEBER: Über vier Jahre Pause sind für einen Pop-Superstar eine Ewigkeit. Doch für 2020 hat der Kanadier nun den „Purpose“-Nachfolger angekündigt. Das Album sei ganz anders, so der 25 Jahre alte Sänger. Schon ab 3. Januar gibt es die Single „Yummy“.

BLOND: Chemnitz ist mehr als nur „Marx-Nischel“. Den Indie-Electropop des Trios beschreiben die Lokalmatadoren von Kraftklub gütig als „krank“. Immerhin sind zwei Schwestern der Kummer-Jungs in der neuen Band. Ihr Debüt „Martini Sprite“ gibt's ab dem 31. Januar.

CASPER: „Solo Album“ twitterte der Deutsch-Rapper, als er für Ende 2019 eine Bühnenpause ankündigte. Mächtiger Ansporn für eine neue Platte: „XOXO“, „Lang lebe der Tod“ und „1982“ mit Marteria setzten sich allesamt an die Spitze der Albumcharts.

THE CURE: Seit 2008 warten Fans der britischen Düster-Rocker auf den Nachfolger von „4:13 Dream“. Nächstes Jahr kommt er nun. Der Termin steht noch nicht fest – der Titel „Live from the Moon“ laut Frontmann Robert Smith aber schon. Und: „Es wird eine dunkle Song-Sammlung.“

EINSTÜRZENDE NEUBAUTEN: Die deutsche Experimental-Band („Tabula Rasa“, „Perpetuum Mobile“, „Alles Wieder Offen“) um Blixa Bargeld ist schon vier Dekaden dabei und kehrt nach zwölf Jahren Pause mit einem Studioalbum zurück. Auf „The Year Of The Rat“ will die Truppe alles erforschen, „was das Klang-Universum hergibt“.

SELENA GOMEZ: Schauspielerin, Mode-Ikone, Unicef-Botschafterin – und jetzt auch wieder Popsängerin: Die US-Amerikanerin (27) will nach den Comeback-Singles „Lose You To Love Me“ und „Look At Her Now“ mit einem neuen Album am 10. Januar zurück in die Erfolgsspur.

NOEL GALLAGHER: Gemeinsam mit seinem Bruder Liam hat Noel Gallagher mit der Band Oasis („Wonderwall“, „Don’t Look Back In Anger“) Musikgeschichte geschrieben. Seit 2009 gehen die Streithähne getrennte Wege. Am 6. März soll die neue EP „Blue Moon Rising“ von Noel Gallagher’s High Flying Birds erscheinen.

GREEN DAY: Die mit fünf Grammys prämierte Punkrock-Band besteht schon 30 Jahre und erhielt längst Zutritt in die „Rock and Roll Hall of Fame“. Auf „Revolution Radio“ (2016) folgt am 7. Februar das 13. Studioalbum „Father Of All…“ . Ob Billie Joe Armstrong, Mike Dirnt und Tré Cool mit ihrem neuen Album an frühere Großtaten wie „Dookie" (1994) oder „American Idiot" (2004) herankommen? Live zu erleben sind die Punkrocker vom 5. bis 7. Juni bei Rock im Park (Nürnberg) und Rock am Ring (Nürburgring).

GUNS N' ROSES: „Nicht in diesem Leben“ wollte Frontmann Axl Rose nochmal mit Gitarrist Slash auf der Bühne stehen. Doch mit der Reunion-Tour heizte Slash die Gerüchteküche an, die beiden Legenden würden nach mehr als 25 Jahren wieder an einer Platte basteln.

ITCHY: „Ja Als Ob“ heißt das neue Album von Sibbi, Panzer und Max, das am 7. Februar erscheint. Die Eislinger Punkrocker, die früher als Itchy Poopzkid Musik gemacht haben, kommen im Frühjahr auch auf Tour nach München (17. April), Zürich (24. April) und Stuttgart (25. April).

KATJA KRASAVICE: Sie hat mehr Instagram-Fans als Bushido. Die zeigefreudige Influencerin platzierte ihres Singles „Sex Tape“, „Doggy“ und „Dicke Lippen“ zuletzt ziemlich erfolgreich in den deutschen Top Ten. Am 17. Januar kommt das Debüt „Boss Bitch“.

HUEY LEWIS & THE NEWS: Gute Neuigkeiten für die Fans des Gute-Laune-Rockers („I Want A New Drug“): Wenige Wochen vor seinem 70. Geburtstag veröffentlicht der US-Sänger und Schauspieler am 14. Februar mit „Weather“ sein erstes neues Studioalbum seit 2001.

LORDI: Mit ihren Horrormasken stellte sich die finnische Hardrock-Band in die Tradition von Alice Cooper oder Slipknot. Am 31. Januar soll es ein neues Metal-Gemetzel geben – mit dem für Fans vielversprechenden Albumtitel „Killection“.

WOLF MAAHN: Die meisten der bislang 18 Alben des deutschen Sängers und Songschreibers (65) seit „Deserteure“ von 1982 kamen in die Charts. „Break Out Of Babylon“ erscheint am 7. Februar und soll stark vom Reggae-Feeling des großen Bob-Marley-Fans geprägt sein.

VANESSA MAI: 2015 hatte sie mit „Wolke 7“ ihren ersten Hit, ihre Alben „Regenbogen“ und „Schlager“ kamen an die Chartspitze. Eine zwischenzeitliche Krise brachte die 27-Jährige hinter sich – und will am 24. Januar mit „Für immer“ neu auftrumpfen.

RICHARD MARX: Neu verliebt, neu verheiratet, neues Zuhause in Los Angeles: Der 56-Jährige Schmusesänger will nach dem Album „Beautiful Goodbye“ (2014) wieder durchstarten. „Limitless“ erscheint am 7. Februar – und soll mit klassischem Pop überraschen.

MOKA EFTI ORCHESTRA: In der TV-Serie „Babylon Berlin“ trug das Nachtclub-Orchester um Nikko Weidemann und die androgyne Sängerin Severija maßgeblich zum 20er-Jahre-Soundtrack bei. Das offizielle Debüt am 14. Februar heißt dennoch „Erstausgabe“.

MORRISSEY: Zuletzt hatte der ikonische Sänger von The Smiths für manchen Ärger gesorgt – Rechtspopulismus lautete einer der Vorwürfe. Was nun von dem für 2020 angekündigten Album zu halten ist? Es soll den bissigen Titel „I Am Not A Dog On A Chain“ tragen…

LABRASSBANDA: Mit ihren barfüßigen, energiegeladenen Auftritten haben sich LaBrassBanda in die Herzen ihrer Fans gespielt. Am 31. Januar soll ihr neues Album „Danzn“ erscheinen. Sie haben sich für Auftritte bei der Musikprob Pfullendorf (12. Juni), Rock dein Leben in Laichingen (25. Juli), dem Taubertal Festival in Rothenburg (6. bis 9. August), dem Ferienzauber Rottweil (21. August), in der Porsche-Arena Stuttgart (16. Dezember) und der Olympiahalle München (18. Dezember) angekündigt.

PET SHOP BOYS: Mit Dancefloor-Songs, smarten Texten und tollen Live-Shows ist das britische Electropop-Duo („Go West“, „It’s A Sin“, „West End Girls“) seit über 30 Jahren stilprägend. Das Album „Hotspot“ erscheint am 24. Januar und soll den Legendenstatus von Neil Tennant und Chris Lowe untermauern.

PREFAB SPROUT: Den Titel der nächsten Platte des Projekts von Paddy McAloon kennen seine Fans schon: „Femmes Mythologiques“. Doch dann blieb das ersehnte Comeback 2019 aus. Der einsiedlerische Brite nimmt sich Zeit für seine Meisterwerke – 2020 sollte es erscheinen.

PROVINZ: Vincent, Moritz, Robin und Leon aus dem Kreis Ravensburg haben viel Zeit und Energie in ihre Musik investiert. Am 17. April soll bei Warner Music ihr Debütalbum „Wir bauten uns Amerika“ erscheinen. Im Herbst folgen, nach der ausverkauften Tour im Frühjahr, weitere Konzerte im Strom in München (10. Oktober) und dem Konzerthaus Ravensburg (30. Oktober).

MARIANNE ROSENBERG: „Marlene“ oder „Er gehört zu mir“ können alle Schlagerfans auswendig mitsingen. Zur Feier von 50 Jahren auf der Bühne bringt die Berlinerin am 13. März „Im Namen der Liebe“ heraus. Mit der Single „Wann (Mr. 100%)“ geht die Reise weiter Richtung Pop.

BRUCE SPRINGSTEEN: Der „Boss“ hatte ein erfolgreiches Jahr 2019 mit umjubeltem Soloalbum, einem Kinofilm und dem Soundtrack dazu. Jetzt darf wieder die seit gut 45 Jahren bestehende E Street Band ran. Neue Songs für ein Album gibt es schon, erste Live-Pläne wohl auch.

TAME IMPALA: Zwischen psychedelischem Rock und Electropop pendelt die Band aus dem australischen Perth. Frontmann Kevin Parker gilt als einer der großen Hoffnungsträger des Genres. Man wird sehen – am 14. Februar erscheint das vierte Album „The Slow Rush“.

RUFUS WAINWRIGHT: Er ist einer der besten Singer-Songwriter seiner Generation. Nach Ausflügen in die Klassikszene kehrt der 46-Jährige zum Queer-Pop zurück. Erste Vorboten lassen für „Unfollow The Rules“, das neue Album des Kanadiers, im Frühjahr viel erwarten.

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