Mannheimer Mumien-Ausstellung zieht weiter

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Deutsche Presse-Agentur

Die erfolgreiche Mannheimer Mumien-Ausstellung wird auch in Italien und den USA für die Forschung der Reiss-Engelhorn-Museen werben.

Vom 9. März an bis zum 25. Oktober ist die Schau „Mumien - der Traum vom ewigen Leben“ zunächst in Bozen (Südtirol) im „Ötzi-Museum“ zu sehen, von Sommer 2010 an dann in den USA. Rund 200 000 Menschen hatten die Ausstellung im vergangenen Jahr in Mannheim besucht.

In den USA soll die Ausstellung mit mehr als 70 Exponaten in den kommenden drei Jahren in sechs oder sieben Städten gezeigt werden, hieß es. Die dortigen Organisatoren rechnen mit jeweils 300 000 bis 600 000 Besuchern. Das Mannheimer Museum erhalte dafür einen „bedeutenden siebenstelligen Betrag“. Dieser werde für weitere Mumienforschungsprojekte genutzt. Am New Yorker Times Square wirbt bereits ein großflächiges Plakat für die Schau, die zuerst im Juli 2010 in Los Angeles präsentiert wird. Weitere Stationen könnten Chicago, Boston oder Philadelphia sein. Die Bewerbung läuft noch.

Der Leiter des Mannheimer Mumienforschungsprojektes, Wilfried Rosendahl, sagte zum erfolgreichen Abschluss der komplizierten Verhandlungen mit den Amerikanern, es seien sämtliche ethischen Richtlinien akzeptiert worden. „So brauchen wir uns keine Sorgen zu machen, dass es beispielsweise unangemessene Merchandising-Produkte wie Moorleichen-Schokolade oder Ähnliches geben wird.“

Bei den Exponaten handelt es sich um Mumien aus dem Alten Ägypten, aus Südamerika, Asien, Ozeanien und Europa. Neben früheren Leihgaben erhielten die Mannheimer Forscher weitere Exponate, darunter zwei Mumien aus dem Kapuzinerkloster in Palermo (Italien).

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