„Jim Knopf und die Wilde 13“ kommen ins Kino

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Suchen das Abenteuer: Henning Baum (rechts) als Lokführer Lukas und Solomon Gordon als Jim Knopf.
Suchen das Abenteuer: Henning Baum (rechts) als Lokführer Lukas und Solomon Gordon als Jim Knopf. (Foto: Warner Bros.)
Christiane Bosch

Michael Endes Geschichten sind meist gewaltige Welten mit beeindruckenden Figuren. Auch im 1960 erschienen Buch „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ hat der Schriftsteller geheimnisvolle Orte mit magischen Helden erschaffen, in die Millionen Kinder begeistert eingetaucht sind. Die Verfilmung des ersten Teils des zweiteiligen Kinderbuchklassikers wurde zur erfolgreichsten deutschen Kinoproduktion 2018. Nun kommt der zweite Teil in die Kinos. „Jim Knopf und die Wilde 13“ ist dabei gleichsam bildgewaltig und unterhaltsam wie der erste Teil und die Bücher.

Jim (Solomon Gordon) und Lokomotivführer Lukas (Henning Baum) lassen es sich nach der letzten Abenteuerreise auf Lummerland, der berühmten kleinen Insel mit zwei Bergen, gut gehen. Doch der Ort braucht wegen des aufziehenden Nebels plötzlich einen Leuchtturm. Oder einen Leuchtturmwärter. Der Auftrag des Königs Alfons der Viertel-vor-Zwölfte (Uwe Ochsenknecht) kommt den beiden abenteuerlustigen Lokomotivführern da gerade recht. Kaum unterwegs, helfen sie erst der Meerjungfrau Sursulapitschi, das verloren gegangene Unterwasserleuchten wieder anzuschalten und schließlich auch dem Halbdrachen Nepomuk und dem Scheinriesen Herr Tur Tur zu neuen Freundschaften und Aufgaben.

Unterdessen sinnt die Piratenbande „Die Wilde 13“ (alle gespielt von Rick Kavanian) auf Rache. Denn Jim Knopf hat ihnen mit seinem Sieg über den Drachen Frau Mahlzahn ordentlich die Tour vermasselt. Auch Waisenjunge Jim hat etwas mit den Piraten zu klären, denn sie könnten das Geheimnis um seine mysteriöse Herkunft kennen.

Die Abenteuergeschichten von Jim und Lukas werden im Film ziemlich rasant und dicht erzählt. Eine Mischung aus „Indiana Jones“ und „Fluch der Karibik“ für Jugendliche. So kommt keine Langeweile auf. Teilweise geht es dabei allerdings so schnell, dass man sich bei manchen Erlebnissen doch ein längeres Verharren wünscht. Die mit Hollywood-Pathos und Emotionalität aufgeladene Filmmusik setzt auf ebenso viel Schlagkraft wie die imposanten Bilder. Ein bisschen irritierend ist am Anfang lediglich, dass Jim Knopf synchronisiert wird. Aber schon bald lenken die aufregenden Abenteuer der Freunde auch davon ab.

Michael Endes Werte – Freundschaft, Toleranz, Geduld, Loyalität und Mut – werden ganz nebenbei vermittelt. Die Figuren sind liebevoll gezeichnet und exakt wie im ersten Teil besetzt. (dpa)

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