Die „Schwäbische Zeitung“ gibt es jetzt auch zum Hören

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 Zugehört: Ab sofort gibt es die „Schwäbische Zeitung“ nicht nur zum Lesen, sondern auch zum Hören.
Zugehört: Ab sofort gibt es die „Schwäbische Zeitung“ nicht nur zum Lesen, sondern auch zum Hören. (Foto: Symbolbild: Michael Scheyer)

Selda Arslantekin steht in ihrer Küche und spült. „Öffne Kindle, lies mein Buch“, ruft sie einem Lautsprecher zu. Sofort beginnt das Gerät aus dem Buch „Jetzt“ von Eckhart Tolle vorzulesen. Der Lautsprecher ist ein virtueller Assistent, der auf Sprache reagiert. Für Selda Arslantekin sind Sprachsteuerungsprogramme wie diese mehr als nur eine technische Spielerei. Sie erleichtern ihr den Alltag, denn Selda Arslantekin ist blind.

Alltag ist druch Technik einfacher geworden

Die 47-Jährige will sich trotz ihrer Behinderung nicht ausbremsen lassen. „Als Blinder geht alles. Und wenn nicht, liegt es an der Fantasielosigkeit der Sehenden“, sagt sie und lacht. Durch immer moderner werdende Technik und Sprachsteuerungsprogramme sei für sie in den vergangenen Jahren der Alltag in vielen Bereichen einfacher geworden, erzählt die Leutkircherin, die ehrenamtlich Behindertenbeauftragte des Landkreises Ravensburg/Region Allgäu ist. Zuhause hat sie drei „Amazon Echo“-Geräte, besser bekannt als Alexa. Per Smartphone kann sie verschiedene Anwendungen, „Skills“, mit dem intelligenten Lautsprecher verknüpfen. Der virtuelle Assistent kann E-Mails vorlesen, Musik abspielen, aus Büchern – und auch der „Schwäbischen Zeitung“ vorlesen. Das alles per Sprachsteuerung.

„Zugang zu mehr Informationen“

„Systeme wie dieses bedeuten für mich endlich Zugang zu mehr Informationen“, sagt Selda Arslantekin. Früher fühlte sie sich von vielen Informationen in gedruckten Medien abgeschnitten. Nun endlich könne sie beinahe alle Medien uneingeschränkt nutzen: „Das ist für mich eine ganz neue Freiheit.“ Arslantekin lässt sich vor allem Bücher und Zeitungen vorlesen. Nun kommt die „Schwäbische Zeitung“ dazu, denn die gibt es jetzt auch als Hör-Abo.

Einfache Sprachbefehle reichen

„Das Angebot richtet sich vor allem an Menschen, die Schwierigkeiten haben zu lesen, aber auch an alle, die Zeitung nebenher konsumieren möchten“, sagt Lukas Bruns, Leiter der Abteilung Business Development bei Schwäbisch Media. Zeitung lesen, beziehungsweise hören, beim Spülen, Auto fahren oder Bügeln ist jetzt kein Problem mehr. Jeder Kunde, der ein Digitalabo abgeschlossen hat, kann automatisch auch das Hör-Abo nutzen. Um die Zeitung zu öffnen, das Ressort zu wechseln oder nach bestimmten Artikeln zu suchen, reichen einfache Sprachbefehle.

Echo
Amazon Echo lässt sich per Sprache steuern. (Foto: Amazon/dpa-tmn / DPA)

„Endlich“, sagt Selda Arslantekin und grinst, als sie vom Hör-Abo der „Schwäbischen Zeitung“ erfährt. Sie habe sich schon lange eine Möglichkeit gewünscht, sich unkompliziert über lokale Nachrichten aus Leutkirch und der Umgebung informieren zu können. Das Angebot der „Schwäbischen Zeitung“ bedeutet für Selda Arslantekin einen weiteren wichtigen Schritt hin zu einem uneingeschränkten Informationszugang, den sie sich immer gewünscht hatte.

Mehr Informationen zum Hörabo finden Sie hier.

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