Christa Näher mit Hans-Thoma-Preis ausgezeichnet

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Christa Näher in ihrem Atelier in Wolfegg bei Ravensburg.
Christa Näher in ihrem Atelier in Wolfegg bei Ravensburg. (Foto: Anja Köhler)
Schwäbische Zeitung

Die Malerin Christa Näher hat den mit 10 000 Euro dotierten Hans-Thoma-Preis erhalten. Näher sei „eine herausragende Künstlerin, die ihren Stil konsequent und unabhängig von Modeströmungen beibehalten habe“, sagte Kunststaatssekretärin Petra Olschowski am Sonntag bei der Preisverleihung in Bernau im Schwarzwald. Sie sei eine der stärksten Künstlerpersönlichkeiten in Baden-Württemberg und habe ein Lebenswerk geschaffen, in dem die Kraft der Malerei deutlich werde. Die Bildwelten der 72-jährigen Künstlerin, die in Wolfegg bei Ravensburg lebt, gingen in die Tiefe und seien ein Gegenpol zu den „rasanten digitalen Bilderfluten“ mit ihren schillernden Oberflächen.

Christa Näher ist vor allem mit großformatigen Bildern in Erscheinung getreten, die oft Pferde als Motiv aufweisen. Die gebürtige Lindauerin war Teilnehmerin der documenta 1992 und hatte von 1987 bis 2014 eine Professur an der Städelschule in Frankfurt. Im Rahmen der Preisverleihung ist eine Auswahl ihrer Werke bis 13. Oktober im Kunstmuseum Bernau zu sehen.

Der Hans-Thoma-Preis wird seit 1949 alle zwei Jahre an überragende Künstler verliehen, die den Schwerpunkt ihres Schaffens in Baden-Württemberg haben. Zu den bisherigen Preisträgern zählen etwa Otto Dix oder Anselm Kiefer. Der Preis erinnert an Hans Thoma (1839-1924), der Anfang des 20. Jahrhunderts zu den renommiertesten Künstlern in Deutschland gehörte.

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