Charmantes von Clara Louise

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Clara Louise bietet einlullende Texte, aber zu wenig musikalische Abwechslung.
Clara Louise bietet einlullende Texte, aber zu wenig musikalische Abwechslung. (Foto: Momentbild.at)
Digital-Redakteurin

Das vierte Album der Wahl-Salzburgerin unterscheidet sich musikalisch deutlich von seinen Vorgängern, denn auf „Wenn man nicht mehr vermisst“ (47 Music) legt Clara Louise ihren Schwerpunkt auf die Geschichte, den Ausdruck und die Akustik-Gitarre, die von David Binderberger gespielt wird. Gemeinsam mit Produzent Svilen Angeloc experimentiert sie aber auch mit anderen Instrumenten: So gibt es auf dem Album denn beispielsweise auch mal ein Flügelhorn („Wenn man nichts mehr vermisst“), eine Mundharmonika („Was wir waren“) oder auch ein Kaval („Dezembernacht“) zu hören.

Zu viele Ähnlichkeiten

Dennoch klingen die zehn Tracks leider viel zu ähnlich. Es gibt so gut wie keine Tempiwechsel oder Volumenvariation bei Gesang und Instrument. Das ist schade.

Vor allem, weil die Lyrics mittlerweile nur noch wenig mit Kleinmädchen-Poesie gemein haben, obgleich man aufgrund der doch sehr jugendlich klingenden Stimme von Clara Louise schnell versucht ist, die Songs in diese Schublade zu packen. Doch lyrisch macht keiner der 26-Jährigen so schnell etwas vor. Schließlich hat sie bereits mit 13 Jahren Gedichte geschrieben. Und im Dezember veröffentlichte sie den Gedichtband „Von verlassenen Träumen & einem leichteren Morgen“.

So erhält das Album eine einlullende Tiefe, die man von Lyrik erwartet, hat aber zugleich auch die warme Leichtigkeit des Singer-Songwriters. Das hat viel Charme und so viel Potenzial, dass man mit Sicherheit noch mehr von Clara Louise hören wird.

Anspieltipps: „Wenn man nichts mehr vermisst“, „Home“ sowie „Tag und Nacht“.

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