Bono glaubt an die Streitkultur der Wikinger

Lesedauer: 2 Min
Deutsche Presse-Agentur

Nicht die musikalische Kultur, sondern Streitkultur hat nach Ansicht des Sängers Bono die irische Band U2 nunmehr 33 Jahre lang zusammengehalten.

„Die Streitereien in der Band sind sehr schmerzhaft“, sagte U2-Sänger Bono (48) in einem Interview mit der „Frankfurter Rundschau“. „Aber wir wollen es so. Das gibt uns etwas Trotziges, Aufsässiges. Wir sind wie der legendäre Wikingerkönig Knut, der sich den Wellen entgegenstellte und schrie: Weicht zurück!“

Kritische Worte findet der Afrika-Aktivist Bono für die jüngsten Äußerungen des Papstes, wonach Kondome die Aids-Problematik in Afrika verschlimmerten. „Es ist Besorgnis erregend“, sagte er. Mit der Unterstützung von Benedikts Vorgänger Johannes Paul II. habe man auf dem Gebiet der Afrikahilfe viel erreicht, betonte Bono. „Ich fand es unpassend, dass jetzt sein Nachfolger seine persönlichen Ansichten zu Kondomen so sehr in aller Öffentlichkeit ausbreitete. (...) Alle Experten fordern immer wieder, dass mehr Kondome in Afrika verteilt werden müssten.“

U2 werden im Sommer zwei Konzerte in Deutschland geben, am 18. Juli in Berlin und am 3. August in Gelsenkirchen.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen