Bangen um James Bond - Stirbt Daniel Craig den Filmtod?

Lesedauer: 5 Min
 Daniel Craig wird in „Bond 25“ wieder den Helden spielen. Aber danach?
Daniel Craig wird in „Bond 25“ wieder den Helden spielen. Aber danach? (Foto: dpa)
Deutsche Presse-Agentur
Philip Dethlefs

Seit 1962 können sich Kinogänger darauf verlassen: James Bond kehrt zurück. Der Satz war im Abspann seines Leinwanddebüts „James Bond 007 jagt Dr. No“ erstmals zu lesen – und erscheint seitdem in jedem offiziellen Bondfilm, zuletzt im Jahr 2015 in „Spectre“. Nach einigen Hindernissen und mit etwas Verspätung sollen Anfang März endlich die Dreharbeiten für sein 25. Abenteuer beginnen. Es wird voraussichtlich Daniel Craigs letzter Einsatz als Geheimagent. Gut möglich, dass er sogar den Filmtod stirbt.

In der Schlussszene von „Spectre“ war Bond mit einem verschmitzten Lächeln im Aston Martin DB5 davongefahren. Auf dem Beifahrersitz saß Dr. Madeleine Swann, die Tochter seines alten Widersachers Mr. White. Der Agent hatte sie vor den Killern des bösen Blofeld (Christoph Waltz) beschützt. Dann entwickelte sich zwischen Bond und Swann eine Romanze, die über die bei 007 üblichen Bettgeschichten hinausging. Die französische Schauspielerin Léa Seydoux soll Swann auch im kommenden Film spielen. Das bestätigte Regisseur Cary Fukunaga dem Szenekenner Baz Bamigboye von der „Daily Mail“ in dessen Online-Kolumne vom Dezember.

Es ist erst das zweite Mal, dass ein „Bondgirl“, wie Bonds weibliche Bekanntschaften seit jeher genannt werden, in derselben Rolle zurückkehrt. Bisher war die 2018 gestorbene Britin Eunice Gayson als Sylvia Trench in „James Bond 007 jagt Dr. No“ und in „Liebesgrüße aus Moskau“ (1963) in einer kleinen Nebenrolle die einzige. Craig soll Seydoux angeblich persönlich um ein Comeback gebeten haben. „Bond 25“ wird wohl eine direkte Fortsetzung von „Spectre“ sein.

Craig, der am 2. März seinen 51. Geburtstag feiert, hat wohl ein Mitspracherecht bei wichtigen Entscheidungen. Medienberichten zufolge soll der Hauptdarsteller mitverantwortlich dafür sein, dass Danny Boyle („Trainspotting“) nach Meinungsverschiedenheiten im August als Regisseur vom Projekt absprang.

Erstmals ein US-Regisseur

Immerhin fand das Produzentenduo Barbara Broccoli und Michael G. Wilson in Fukunaga schnell einen hochkarätigen Nachfolger für Boyle. Auch das ein Novum, denn der 41-Jährige, der unter anderem mit der TV-Serie „True Detective“ und dem Drama „Sin Nombre“ die Kritiker verzückte, sitzt als erster US-Amerikaner bei 007 auf dem Regiestuhl.

Ob Fukunaga den Tod des Agenten inszeniert? Es wäre ein spektakulärer Abschluss für die Ära Craig, die in „Casino Royale“ (2006) damit begann, dass sich Bond seine Lizenz zum Töten erst verdienen musste.

Über mögliche 007-Nachfolger wird schon seit Jahren spekuliert. Der immer wieder genannte Idris Elba („Luther“) wird es definitiv nicht, vermutlich auch nicht Tom Hiddleston („Avengers“). Eine Frau als James beziehungsweise Jane Bond gilt als ausgeschlossen. Neuerdings werden „Game of Thrones“-Star Richard Madden Chancen eingeräumt. Grund dafür ist seine mit einem Golden Globe prämierte Rolle in der Serie „Bodyguard“. Darin schlägt er sich wie 007 im Smoking durch diverse Actionszenen.

Eine Entscheidung wird wohl erst in ein paar Jahren fallen. Und wer weiß, vielleicht macht es Craig dann doch noch mal. „Ich denke, das war es dann“, hatte er im August 2017 zwar gesagt, als er in der „The Late Show“ von US-Moderator Stephen Colbert verkündete, er werde im Jubiläumsbond noch einmal die Hauptrolle spielen. Aber eindeutig auf seinen Abschied festgelegt hat sich der 50-Jährige bisher nicht.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen