Radeln, Schmökern, Gärtnern und Modeshoppen tut in Zeiten von Corona gut

Gerne liefert Markus Echsle von Velorado in Ertingen Neuräder direkt vor die Haustüre seiner Kunden. Foto: Schmidl
Trotz der schrittweisen Lockerungen der Verordnungen zum Schutz vor Ansteckung mit dem Coronavirus sind die Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung noch immer begrenzt. Möglich und abwechslungsreich sind Fahrradfahren, Lesen, Postkartenschreiben, Gärtnern, Kochen mit regionalem Gemüse oder Bummeln im Lieblingsmodefachgeschäft. Folgende Unternehmen vor Ort bieten Ihnen alles, was Sie dazu benötigen.

RIEDLINGEN/ERTINGEN - In Zeiten von Corona tut Bewegung an der frischen Luft gut. Der Gesundheitsminister Manne Lucha empfiehlt neben Spaziergängen und Wanderungen auch Radfahren. Wer sein Fahrrad auf Vordermann bringen möchte oder gar ein neues braucht, ist bei den hiesigen Fahrradhändlern und -werkstätten richtig. Markus Echsle von Velorado Echsle in Ertingen informiert: „Unsere Fahrrad- und E-Bike-Werkstatt ist zu den normalen Geschäftszeiten geöffnet.“ Diese sind montags bis freitags von 10 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 19 Uhr. Samstags ist sein Geschäft von 9 bis 14 Uhr geöffnet. Reparaturannahmen und Ausgaben seien unter Einhaltung der Hygienevorschriften kein Problem. „Wenn es gewünscht wird, liefern wir Neuräder direkt vor die Haustüre“, sagt Echsle. Telefonische Beratung unter der Nummer 07371/5702 sei jederzeit möglich. Alle verfügbaren Räder sind unter www.velorado-ertingen.de einsehbar.
 
Thomas Günzel und seine Frau Edith bieten in ihrem Riedlinger Ladengeschäft derzeit günstige Restposten-Fahrräder aus dem vorigen Jahr an, aber auch aktuelle E-Bikes. Foto: Schmidl
Thomas Günzel und seine Frau Edith bieten in ihrem Riedlinger Ladengeschäft derzeit günstige Restposten-Fahrräder aus dem vorigen Jahr an, aber auch aktuelle E-Bikes. Foto: Schmidl
Radsport Günzel in Riedlingen hat montags bis samstags von 9 bis 12.30 Uhr geöffnet und zusätzlich montags, dienstags, donnerstags und freitags von 14 bis 18 Uhr. „Unser Ziel ist es, für jeden Kunden das passende Fahrrad, individuell angepasst, zu bieten“, betont Thomas Günzel. Er rät seinen Kunden, sich jetzt noch Restposten-Fahrräder in seinem Laden an in der Unterriedstraße 15 zu sichern. Es handelt sich um Modelle aus dem Jahr 2019. Telefonisch ist sein Unternehmen unter der Nummer 07371/927298 erreichbar.
 
 
Nach den Eisheiligen ist draußen die optimale Pflanzzeit. In der Gärtnerei Masetti gibt es Garten- und Balkonpflanzen in Hülle und Fülle. Foto: Schmidl
Nach den Eisheiligen ist draußen die optimale Pflanzzeit. In der Gärtnerei Masetti gibt es Garten- und Balkonpflanzen in Hülle und Fülle. Foto: Schmidl
Wer Gemüse, Salat, Blumen und Gartenarbeit liebt, ist in der Riedlinger Gärtnerei Masetti an der richtigen Adresse: Sie ist werktags von 8.30 bis 12.30 Uhr und von 14 bis 18 Uhr geöffnet. „Wir haben eine Vielzahl an Gemüsesetzlingen sowie Beet- und Balkonpflanzen und bienenfreundliche Blumen“, sagt Christian Masetti. „Nach den Eisheiligen, die vom 11. Bis zum 15. Mai dauern, ist die optimale Pflanzzeit für Balkon und Garten“, betont er.

Das Lädle an der Donaustraße ist dienstags bis samstags von 9.30 bis 12.30 Uhr geöffnet, dienstags und donnerstags außerdem von 15 bis 18 Uhr. „Wir bieten eigenes, regionales Gemüse an und liefern gerne auch zu den Kunden nach Hause“, sagt Bianca Masetti.

Insbesondere die Gemüsekiste ist in Zeiten von Corona beliebt. Masettis bieten sie in drei Größen an. In der Größe S eignet sich die Kiste für ein bis zwei Personen und kostet 15 Euro, in der Größe M reicht sie für drei bis vier Personen und kostet 20 Euro. Die Kosten der Kiste in Größe L belaufen sich auf 25 Euro. Sie ist für fünf bis sechs Personen gedacht. Masettis liefern die Gemüsekisten auf Bestellung unter Tel. 07371/965235 dienstags und donnerstags in einem Umkreis von 15 Kilometern aus. Die Kisten enthalten einen bunten Mix aus frischem Salat und Gemüse. Auf Wunsch passen Masettis den Inhalt der Kisten individuell an.
 
Roswitha Mayer von der Ulrich’schen Buchhandlung empfiehlt in der Coronakrise, sich die Zeit mit Kartenschreiben und Lesen zu vertreiben. FOTO: SCHMIDL
Roswitha Mayer von der Ulrich’schen Buchhandlung empfiehlt in der Coronakrise, sich die Zeit mit Kartenschreiben und Lesen zu vertreiben. FOTO: SCHMIDL
Gegen Langeweile empfiehlt Roswitha Mayer, Inhaberin der Ulrich’schen Buchhandlung in Riedlingen, zu lesen oder seine Lieben mal wieder mit einer selbst beschriebenen Postkarte zu überraschen. Hübsche Karten sind in ihrem Ladengeschäft in großer Auswahl und für jeden Anlass vorhanden.

Als schönen Schmöker für Frauen empfiehlt sie „Der Klang des Herzens“ von Jojo Moyes oder „Die Bagage“ von Monika Helfer. Männlichen Lesern rät sie zur Lektüre von Luis Sellanos neuestem Lissabon-Krimi namens „Portugiesische Wahrheit“.

Außerdem ist es Roswitha Mayer und ihrem Team ein Anliegen, sich bei den Kunden für ihre Treue und Unterstützung in den Wochen zu bedanken, in denen das Ladengeschäft vom 16. März bis zum 20. April geschlossen bleiben musste und lediglich ein Lieferservice möglich war.

Sich selbst etwas Gutes zu tun, um die Lebensfreude nicht zu verlieren, ist gerade in Coronazeiten wichtig – etwa mit einem Einkaufsbummel im Modegeschäft. Silke Renz, Inhaberin von hima Moden, einem gut sortierten Fachgeschäft für Frauen in Ertingen, hat eine riesige Auswahl an Sommermode in den Größen 34 bis 52 vorrätig. „Immer mal wieder reinschauen lohnt sich“ sagt sie. „Wir bekommen täglich neue Ware.“ hima Moden ist weit über den Raum Riedlingen hinaus für die freundliche und typgerechte Beratung seitens des kompetenten Fachpersonals bekannt.

Und wenn ein Kleidungsstück auf Anhieb nicht ganz genau passt, wird es in der hauseigenen Nähstube einfach flexibel geändert. Kristina Schmidl

ELR: Flexible Hilfe in der Coronakrise

Dank Peter Hauk sind feste Bewerbungsfristen für ELRFörderung vorerst aufgehoben. FOTO:DPA 
Dank Peter Hauk sind feste Bewerbungsfristen für ELRFörderung vorerst aufgehoben. FOTO:DPA 
Das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) zeigt sich laut Minister Peter Hauk (CDU) als flexibler Stabilitätsfaktor in der Coronakrise. „Die Landesregierung arbeitet an vielen Stellschrauben, um die negativen Auswirkungen der Coronakrise zu minimieren“ betont er.

REGION - Als erfolgreiches Strukturprogramm leiste auch das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) seinen Beitrag dazu, die durch die Coronakrise geschwächte heimische Wirtschaft zu stärken, heißt es in einer Pressemitteilung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz. „Neben den Soforthilfen des Landes haben all jene Gemeinden, Unternehmen und Bürger, die Kapazitäten für strukturelle Investitionen sehen, die Möglichkeit, durch das ELR schnellstmöglich unterstützt zu werden“, betont Peter Hauk, Minister für Ländlichen Raum.

Das ELR ist seit 25 Jahren eine Konstante in der Strukturförderung des Ländlichen Raums. In der aktuellen Förderperiode stehen über 90 Millionen Euro zur Verfügung. Die Stärke des Programms sei stets die Anpassungsfähigkeit an aktuelle Entwicklungen gewesen. So auch jetzt: „Die Coronakrise erschüttert unser Land zutiefst. Dennoch wurden im Rahmen der bis Ende April geöffneten Sonderausschreibung viele Fördermaßnahmen beantragt. Ein Großteil der investitionsbereiten Antragsteller erhält bald eine positive Nachricht“, erklärt Hauk. „Um den schnellen Maßnahmenbeginn zu ermöglichen, können bis 30. September 2020 alle eingeplanten Maßnahmen auf Risiko des Antragsstellers schon vor der Bewilligung begonnen werden. Aufgrund der coronabedingten Krise dauern Baugenehmigungen und wirtschaftliche Überprüfungen unüblich lange. Daran darf die für die Zukunft relevante Strukturförderung nicht scheitern“, betont Hauk.

Die Gastronomie könne besonders profitieren. Mit dem Programmjahr 2020 wurde die Sonderlinie Dorfgasthäuser/ Grundversorgung neu in das ELR eingeführt. Mit der Sonderlinie von bis zu 20 Millionen Euro sollen gastronomische Betriebe im Ländlichen Raum bei zukunftsweisenden investiven Maßnahmen unterstützt werden.

Feste Bewerbungsfristen sind auf Hauks Veranlassung hin aufgehoben: Projektanträge aus dem Förderschwerpunkt Grundversorgung sowie alle gewerblichen Projekte können bis Ende September laufend gestellt, monatlich begutachtet und nach Möglichkeit auch eingeplant werden. „Die gerade abgeschlossene Sonderausschreibung läuft somit in diesen Bereichen weiter“, teilt der Minister mit.

„Die Soforthilfen aus den anderen Ministerien sind kurzfristig von wesentlicher Bedeutung. Mit den Maßnahmen im ELR möchte das Ministerium für Ländlichen Raum dazu beitragen, dass die strukturellen und damit nachhaltigen Entwicklungsaspekte bei aller Dramatik nicht zu kurz kommen.“ Mittelfristiges Ziel der Landesregierung sei es, dass der Ländliche Raum in Baden-Württemberg seine in der Fläche beeindruckende wirtschaftliche Stärke behält, sagt Hauk.