Einige Geschenke gehen dieses Jahr nicht

  

Liebe Mami, hier hab ich einen Strauß für dich. Hab dich ganz arg lieb ... – Blumen sind nach wie vor der absolute Renner zum Muttertag. FOTO: COLOURBOX
Einige ideelle Muttertagsgeschenke, wie etwa Muttertagsfrühstück oder eine Einladung zum Essen, sind in Zeiten von Corona sicher keine so gute Idee. Das heißt: In diesem Jahr kommt dem passenden kommerzielle Geschenk für Mama eine weitaus höhere Bedeutung zu als sonst. Natürlich lieben wir Mama das ganze Jahr über. Die Symbolik dieses Tages ist für viele Mütter trotzdem enorm wichtig. Deswegen sollten Geschenke für Mama mit viel Bedacht ausgesucht werden. 

Blumen sind nach wie vor der Renner, sie zählen zu den beliebtesten Muttertagsgeschenken. Doch welche Sorte ist die richtige? Rote Rosen stehen zwar für Liebe, aber eher die Liebe zu einem Partner. Der Bundesverband Einzelhandelsgärtner schlägt als Blumengeschenk für Mama daher gelbe Rosen vor. Sie stehen für Dankbarkeit, aber auch Glück und Freude.

Rosa Rosen symbolisieren die zärtliche Liebe und orangene Wärme, Glück und Hoffnung. Auch Orchideen eignen sich gut zum Muttertag. Sie vermitteln unter anderem Bewunderung. Gerbera stehen für Zuneigung und Freude. Lilien bekunden Respekt, aber sie symbolisieren zugleich auch Liebe und Schönheit.

Neben Blumen stehen auch Wellnessgutscheine hoch im Kurs, ebenso wie Pralinen oder hochwertiger Tee und Kaffee. Auch Delikatessen oder besondere Zutaten zum Kochen sind, je nach Mamas Vorlieben selbstverständlich, die man schon kennen sollte, eine gute Idee. Und wenn Mama gerne liest, dann versüßen neue Bücher ihr ganz sicher den Corona-Heimaufenthalt. Etwas Vorsicht ist bei Parfüm und Schmuck geboten. Gerade da sollte man nicht nach Gutdünken schenken, sondern sich schon im Vorfeld genau erkundigen, auf was Mama steht – wenn man es nicht ohnehin schon weiß.

Ein paar ideelle Tipps haben wir an dieser Stelle aber doch noch für Sie: Viele Mütter freuen sich über selbst gebastelte Sachen. Also, Papis, schnappt euch eure Kleinen und bastelt etwas Schönes mit ihnen für Mama. Die nötigen Zutaten und Werkzeuge hält der Einzelhandel bereit.

Eine weitere Idee wäre ein Erinnerungsalbum mit den schönsten gemeinsamen Fotos. Investieren Sie für die Suche nach geeigneten Bildern ruhig etwas Zeit und notieren Sie zu jedem der Bilder einen kleinen Satz, etwa wo die Aufnahme gemacht wurde oder was das Besondere an dem Tag war. CHRISTIAN SCHWARZ
      

Ursprung des Muttertags

Seinen Ursprung hat der Muttertag in den USA. Alles begann mit 500 weißen Nelken, die die Amerikanerin Anna Jarvis vor einer Kirche am zweiten Sonntag im Mai im Gedenken an ihre zwei Jahre zuvor verstorbene Mutter an andere Mütter verteilte. Auf ihr Drängen wurde im darauf folgenden Jahr in derselben Kirche erstmals den Müttern der Welt eine Andacht gewidmet.

Die Mutter von Anna Jarvis hatte schon 1865 versucht, eine Mütterbewegung namens „Mothers Friendships Day“ zu gründen. Doch erst ihre Tochter schaffte es, einen „Tag der Mutter“ als anerkannten Feiertag herbeizuführen, der in den USA erstmals 1914 gefeiert wurde.

Nachdem die Engländer den Muttertag von den Amerikanern übernommen hatten, wurde dieser 1917 auch in der Schweiz eingeführt. Es folgten 1918 Norwegen, 1919 Schweden, 1923 Deutschland und 1924 Österreich.

Mütter hätten ein Spitzengehalt

Wenn Hausfrauen und Mütter für ihre Arbeit ordentlich bezahlt werden würden, bekämen sie ein Spitzengehalt. FOTOS: IMAGO / DPA
Wenn Hausfrauen und Mütter für ihre Arbeit ordentlich bezahlt werden würden, bekämen sie ein Spitzengehalt. FOTOS: IMAGO / DPA
Einige Geschenke gehen dieses Jahr nicht Image 1
Ein amerikanisches Institut hat ermittelt, welches Gehalt eine „Hausfrau und Mutter“ eigentlich verdienen müsste. Die Zahl ist erstaunlich (und doch wieder nicht), da sie im Bereich eines Spitzenverdienstes liegt. Lesen Sie mal.

Dabei legten die Forscher mehrere Berufe zugrunde, deren Tätigkeiten Hausfrauen und Mütter regelmäßig erledigen: Hausmeister, Koch, Putzfrau, Fahrer, Maschinen- und Computerbediener, Lehrer, Hausaufgabenbetreuer, Gärtner und – natürlich – Psychologe.

Daraus wurde auf der Basis eines „normalen Arbeitstags“ ein Jahresgehalt von 138 100 Dollar (das entspricht etwa 126 480 Euro) ermittelt, zuzüglich aller Überstunden! Und: Einer berufstätigen Hausfrau und Mutter müssten zusätzlich noch 86 000 Dollar bezahlt werden, rechneten die US-Forscher weiter.

Auch wenn die Kalkulation überzogen sein sollte, wird doch deutlich, dass „Hausfrauen und Mütter“ große Leistungen erbringen, für die sie keinen Lohn und oft nicht mal ein Dankeschön bekommen. PR/CSC