PROTUT hilft auch Nichtmitgliedern

Geschlossene Türen: So sieht es derzeit in den meisten Geschäften landauf-landab aus. Viele bieten aber aktuell auch einen Lieferservice. FOTO: FIL
TUTTLINGEN (pm) – Schwere Zeiten für Einzelhandel und Gastronomie – dem möchten der Gewerbe- und Handelsverband Tuttlingen PROTUT mit Unterstützung der Stadt Tuttlingen und der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg begegnen: Auf der Internetseite www.protut.de informieret der Verein über Lieferservices in Tuttlingen.

„Unterstützen Sie den lokalen Handel und die Gastronomie auch in Corona-Zeiten. So tragen Sie dazu bei, dass diese die Schließungszeiten überstehen und anschließend wieder für eine lebendige Stadt und ein vielfältiges Angebot sorgen!“ lautet der Appell von PROTUT, der auf seiner Internetseite über die Lieferangebote der Betriebe informiert: „In vielen Geschäften können Sie zurzeit telefonisch bestellen oder online einkaufen, viele Dienstleiser bieten ihren Service an. Und Gastronomen freuen sich über Ihre telefonische oder Email-Bestellung - zum Abholen oder für die Lieferung nach Haus.“
    
Wenn der Pizzabote zweimal klingelt... dann kann der Herd kalt bleiben. FOTO: ARCHIV
Wenn der Pizzabote zweimal klingelt... dann kann der Herd kalt bleiben. FOTO: ARCHIV

Auch Nicht-PROTUT-Mitglieder aus Tuttlingen können sich in der Krisenzeit dort mit Ihren Lieferangeboten präsentieren: „Melden Sie sich bitte per E-Mail unter info@protut.de oder telefonisch unter 07461/9114411“, bietet Ursula Schilling von der Geschäftsstelle an. Die Geschäfte werden mit Logo und Adresse dargestellt, der Eintrag wird mit der Geschäfts-Homepage verlinkt. „Wir möchten damit schnell reagieren und die Kunden bitten, ihre Einkäufe auch aktuell und in Zukunft in den heimischen Geschäften zu tätigen – seien Sie solidarisch!“, sagt PROTUT-Vorstandsmitglied Bettina Fillinger.

Übrigens: Auf tv tut präsentiert Florentin Stemmer täglich heimische Betriebe und deren Service in Kurz-Filmen – Motto: „Kultur trotz Krise“.

Bäcker trotzen der Krise

Die Deutschen Innungsbäcker bleiben in der Corona-Krise, wie Supermärkte und Apotheken, weiterhin geöffnet, um die Bevölkerung zu versorgen. Damit hat die Politik eine Forderung der Verbände des Bäckerhandwerks aufgegriffen. Der Zentralverband des Bäckerhandwerks unterstützt die Bäckereien im gemeinwohlorientierten und unternehmerischen Krisenmanagement.

Der Betrieb von Bäckerei-Cafés ist in der Krise untersagt. Lieferkunden wie Hotels, Restaurants und Betriebskantinen haben ihre Aufträge storniert. „Es gibt auch bei den Bäckern eine Umsatzdelle“, stellt Daniel Link, Obermeister der BäckerInnung Tuttlingen-Rottweil fest. Er fügt hinzu: „Wir sind aber froh, dass wir noch jeden Tag backen können.“ Da gerade mehr Menschen als sonst viel zu Hause seien, habe sich der Absatz von Brot und Kuchen etwas erhöht. Die Lebensmittelhandwerker seien flexibel und stellten ihr Sortiment rasch um.

Die Innungsbäcker in der Region übernehmen derzeit aufgrund ihrer dezentralen Struktur und der regionalen Wertschöpfungsketten (Mühlen, Landwirte und regionale Lebensmittelerzeuger) in der Versorgung der Bevölkerung eine herausragende Rolle, betont Bäckermeister Link. Den Bäckern kommt in der Corona-Krise eine besondere Schlüsselrolle zu: Sie produzieren vor Ort, garantieren kurze fußläufige Wege für die Kunden und sind flexibel. Bäckereien erfüllen somit zentrale Aspekte, um die Risiken in der Krise einzudämmen.

Der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Kurt Scherfer, verweist auf die umfassende professionelle Hilfe angesichts der Corona-Krise: „Wir stellen regelmäßig krisenspezifische Informationen, etwa zum Hygienemanagement, bereit. In den Verkaufsstellen gibt es zunehmend Abstandsmarkierungen Plexiglasscheiben auf den Theken; Hygieneregeln werden besonders betont.

Ein Wunsch liegt der Vorstandschaft der Bäcker-Innung Tuttlingen-Rottweil aber noch besonders am Herzen: „Unterstützen Sie Ihren Handwerks-Bäcker vor Ort - kaufen Sie als Kunden regional ein, um so die Arbeitsplätze im traditionellen Handwerk zu erhalten.“