So machen Sie den Garten frühlingsfit

Im Garten ist jetzt viel zu tun. Gemeinsam kann die Arbeit richtig Spaß machen. FOTOS: COLOURBOX
Die Natur ist aus der Winterruhe erwacht, die Gartensaison beginnt. Wir haben Tipps gesammelt, was Sie jetzt im Garten erledigen sollten.

1. Sparen Sie durch die richtige Vorbereitung Zeit und Nerven.

Machen Sie eine Bestandsaufnahme im Garten: Welche Pflanzen haben den Winter überlebt? Schauen Sie genau hin: Nicht alles ist tot, nur weil es auf den ersten Blick so aussieht. Bambus beispielsweise rollt sich bei Frost zusammen und benötigt lediglich Wasser, um wieder zu Kräften zu kommen. Kontrollieren Sie zudem Ihre Beete auf hochgefrorene Pflanzen Wenn Sie sich schon jetzt um die Beseitigung von Unkraut und Schnecken kümmern, sparen Sie sich in den folgenden Monaten viel Arbeit.

2. Planen Sie nach dem Umgraben einen Ruhepuffer ein.

Sie sollten Ihre Beete im Frühling umgraben. Besonders wichtig ist das bei schweren Böden mit hohem Lehm- und Tongehalt. Dann die Erde glatt harken, Steine und Unkraut entfernen. Geben Sie dem Boden etwas Zeit zum Ruhen, bevor Sie ihn neu bepflanzen. So gelangen wichtige Mikroorganismen an die Oberfläche.

3. Eine erste Aussaat ist ab Anfang März möglich.
     
Wer im Sommer sein eigenes Gemüse ernten möchte, sollte es bei frostfreiem Frühlingswetter aussäen. 
Wer im Sommer sein eigenes Gemüse ernten möchte, sollte es bei frostfreiem Frühlingswetter aussäen. 
Eine Aussaat im Frühling sorgt in den folgenden Monaten für schöne Blumen und leckere Lebensmittel. Eine erste Gemüse-Saat können Sie ab Anfang März in den umgegrabenen Boden streuen. Achten Sie auf den auf der Verpackung angegeben Mindestabstand und benutzen Sie gute Blumenerde. Nachfolgend die Samen mit etwas Erde bedecken, die Stellen andrücken und mit einer Gießkanne mit Brauseaufsatz wässern.

Robustere Pflanzen wie die Ringelblume, die Jungfer im Grünen, die Kornblume und das Schleierkraut können Sie direkt ins Freiland säen. Sonnenblumen und Kapuzinerkresse sollten auf der Fensterbank vorgezogen werden. Benutzen Sie dafür eine kleine Schale, füllen sie diese mit Aussaaterde und decken sie mit einem lichtdurchlässigen Deckel ab. Die Erde sollte stets handfeucht sein.

Zürn - Heber - Kröll

4. Schneiden Sie Pflanzen und Baumkronen zurück.

Stauden, die im Frühling schon eine erhebliche Größe aufweisen, wachsen im Laufe des Jahres nur noch weiter. Verschaffen Sie den umliegenden Pflanzen mit der Gartenschere mehr Licht und Raum. Schneiden Sie großzügig ab: Sie könnten mit einem starken Wachstum und einer guten Blüte belohnt werden. Der Frühling ist ideal, um mehrjährige Kräuter wie Lavendel und Rosmarin oder Rosen zurückzuschneiden. Der Boden sollte dafür trocken sein.

5. Säen Sie Gemüse aus.

Lockern Sie im Nutzgarten den Boden und entfernen Sie Laub und Unkraut. Anschließend düngen Sie die Beete und breiten eine dunkle Folie auf dem kalten Beetboden aus. So stellen Sie sicher, dass die Erde für die Aussaat vorgewärmt wird, denn die Folie speichert die Sonnenwärme und gibt sie an den Boden weiter. Bei frostfreiem Wetter können Sie Gemüse wie Brokkoli, Porree, Zwiebeln, Erbsen und Spinat in einsäen.

6. Frühblüher sorgen für Farbakzente.

Zierpflanzen sind sensibel und vertragen keine zu frühe Auspflanzung, doch auf farbliche Akzente müssen Sie deshalb nicht verzichten. Gladiolen, Dahlien und Lilien können Sie einpflanzen, nachdem die Sauerkirsche geblüht hat.

Balkon- und Kübelpflanzen, die im Haus überwintert haben, sollten erst Mitte Mai nach draußen. Gleiches gilt für einjährige Pflanzen wie Ringelblumen. Rosen sind noch anspruchsvoller: Sie mögen einen tiefen, aber losen Boden. Beginnen Sie im Frühling, die Erde um die Rosen regelmäßig mit einer Rosengabel zu lockern.

7. Düngen Sie Pflanzen und den Boden.

Gartenpflanzen freuen sich im Frühling über Dünger. Um Obstgehölze zu unterstützen, pflanzen Sie deren Stamm in organischen Dünger oder Mineraldünger. Stauden, Rosen und Rhododendren sollten im April gedüngt werden. Langzeitdünger ist für Pflanzen geeignet, die Blüten oder Früchte entwickeln.
8. Beim Umpflanzen und Umtopfen hilft Ihnen eine Faustregel.

Auswuchernde Pflanzen sollten Sie im Frühling mit einer Schaufel umpflanzen. Faustregel beim Umsetzen: die großen Gewächse nach hinten, die kleinen nach vorne. Dort bekommen sie ausreichend Luft und Sonne.

Topf- oder Kübelpflanzen müssen im Frühling umgetopft werden, wenn ihre Wurzeln nicht mehr ausreichend Platz haben. Die beste Zeit dafür ist Ende März bis Mitte April.

9. Mähen Sie den Rasen erst nach dem letzten Frost.

Achten Sie beim Rasenmähen auf frostfreies Wetter. Ist Ihr Rasen braun, hilft Vertikutieren. Dabei wird die Grasnarbe zur Belüftung angerissen. Das sorgt für bessere Durchlüftung des Bodens. Danach unterstützen Sie den Wachstumsprozess Ihres Rasens durch Langzeitdünger. Auf kahlen Flächen säen Sie anschließend neuen Grassamen aus. ks