Reifen im Frühling

Gutes Profil ist lebenswichtig. FOTO: KAI REMMERS
Den anstehenden Reifenwechsel in der Werkstatt sollten Autofahrer unbedingt für einen Felgencheck nutzen.

Das Thema Reifen verdient ein besonderes Augenmerk. Hier gibt es die gesetzlich vorgeschriebene Profiltiefe von mindestens 1,6 Millimetern. Aus Verkehrssicherheitsgründen empfehlen Hersteller und Händler jedoch ein Mindestmaß von drei Millimetern.

Viele wechseln ihre Reifen noch selbst. Eine Möglichkeit, doch nicht die allerbeste. Denn für den Gang in die Fachwerkstatt gibt es gute Gründe.

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat hat fünf davon aufgelistet: In der Fachwerkstatt werden die Reifen nicht nur gewechselt, sondern auch intensiv geprüft. Dazu zählen der Check der Profiltiefe und die Untersuchung auf Risse, Beulen oder Einfahrschäden. Außerdem wird der optimale Reifendruck eingestellt.

Denn neben der Profiltiefe muss auch der Reifenfülldruck stimmen. Einmal aus Gründen der Sicherheit, aber auch, um nicht unnötig den Kraftstoffverbrauch in die Höhe zu treiben. Ein Unterdruck von 0,3 bar verkürzt die Lebensdauer des Reifens bereits um bis zu 25 Prozent.

Fachleute sorgen dafür, dass die Radmuttern mit dem richtigen Drehmoment angezogen werden.

Wichtig: Die Radmuttern müssen nach 50 bis 100 Kilometern Fahrt nochmals mit dem richtigen Drehmoment nachgezogen werden. Fachwerkstätten ziehen die Radschrauben kostenlos nach.

Fachbetriebe entfernen zudem Rost, der sich häufig zwischen Felge und Radachse bildet, professionell. So wird verhindert, dass sich der Rost während des Betriebs auflöst und das Rad sich löst. Räder, die monatelang im Betrieb unterschiedlichsten Einflüssen ausgesetzt waren, verändern sich.

Das richtige Auswuchten der Räder sorgt dafür, dass die gewaltigen Kräfte gerade bei hohen Geschwindigkeiten nicht am Fahrzeug zerren. Ohne fachgerechtes Auswuchten entstehen im Laufe der Zeit gravierende Beschädigungen an Fahrwerks- und Lenkungsteilen. RED/LAN
 

Auf einen Blick

Sommerreifen, worauf man achten muss:

- Laut Gesetz liegt die Mindestprofiltiefe bei 1,6 Millimeter, gut wären aber drei Millimeter
- Reifenalter: alte Reifen verlieren an Bodenhaftung
- Zustand: Ablauf des Profils ungleich: somit kann man erkennen das die Stoßdämpfer defekt oder die Spur verzogen ist.
- Beschädigung der Flanke des Reifens von Bordsteinkanten kann zum Reifendruckverlust führen
- Vor Montage auf das Fahrzeug die Reifen auswuchten, da Unwucht zu Vibrationen des Fahrzeugs führt und es zu höherem Verschleiß der Fahrwerksteile kommt.
- Reifen ist nicht gleich Reifen, hier zahlt sich gute Qualität aus. Die Laufleistung sowie die Haftung sind wesentlich besser, geräuschärmer und man benötigt weniger Kraftstoff.

Frühjahrscheck:

Hier erkennt man frühzeitig Mängel die der Winter dem Fahrzeug zugesetzt hat, somit fallen eventuelle Reparaturkosten geringer aus.

Geprüft werden sollten Beleuchtung, Bremsen, Stoßdämpfer, der Stand der Flüssigkeiten wie Motoröl, Scheibenwaschwasser und Kühlflüssigkeit. Der Zustand und das Volumen der Bremsflüssigkeit vertragen ebenso eine Überprüfung wie der eventuell verschmutzte Luftfilter. Achtung: Das sollte im Interesse der Sicherheit Sache der Werkstatt bleiben