Ausgebaute Infrastruktur

   

Die Grundschule in Achstetten wird aufwendig saniert. Mehrere Millionen Euro fließen in diesern Umbau. FOTO: SONJA NIEDERE
Achstetten mit den Teilgemeinden Bronnen, Oberholzheim und Stetten ist die nördlichste Gemeinde im Landkreis Biberach. Die selbstständige Gemeinde befindet sich mit einer ortsnahen Auffahrt direkt an der Bundesstraße 30 und zeichnet sich so durch ihre gute Anbindung an Biberach und Ulm aus. 

ACHSTETTEN - Gut zu erreichen sind aber auch alle Fernstraßen, egal, in welcher Himmelsrichtung.

Die Nachbarstadt Laupheim ist zwei Kilometer entfernt. Dort findet sich ein gutes Angebot, zum Beispiel im Bereich des Lebensmittel- und Einzelhandels, weiterführenden Schulen, Ärzten und Firmen, die eine Vielzahl von verschiedenen Berufen und Arbeitsmöglichkeiten anbieten.

Aber auch Achstetten selbst hat einiges zu bieten. Die traditionsreiche Gemeinde verfügt über eine gute Infrastruktur und eine hohe Wohnqualität. Etliche Handwerksbetriebe und Firmen bieten Arbeitsmöglichkeiten vor Ort.

Mit dem Umbau sowie der Erweiterung der bestehenden Grundschule wurde 2018 begonnen. Insgesamt wurden dafür bisher 1,9 Millionen Euro ausgegeben. Für das Jahr 2020 sind Ausgaben in Höhe von rund 3,1 Millionen Euro vorgesehen.

Die Arbeiten für die Erweiterung der Schule sollen bis zu den Sommerferien abgeschlossen sein, danach beginnen die Umbauarbeiten im bisherigen Gebäude. Wenn sämtliche Arbeiten beendet sind, werden die Grundschüler aller Teilorte nur noch an einem Standort unterrichtet.
    
Der Kindergarten St. Michael in Stetten in der Außenansicht. FOTOS: SONJA NIEDERER
Der Kindergarten St. Michael in Stetten in der Außenansicht. FOTOS: SONJA NIEDERER
Gut aufgestellt ist die Gemeinde auch im Bereich der Kleinkinderbetreuung. Mehr als 300 Kinder können derzeit betreut werden. Kindergärten und Kindertagesstätten gibt es in jedem Teilort, unter kirchlicher oder gemeindlicher Trägerschaft. 4,5 Millionen Euro wurden dafür von der Gemeinde Achstetten in den vergangenen Jahren investiert.

2018 konnte in Stetten der Neubau des Kindergartens St. Michael eingeweiht werden. „Mit dem Neubau des zweigruppigen Kindergartens St. Michael, der auf drei Gruppen erweitert werden kann, sind nun in allen Gemeindeteilen neue und zeitgemäße Einrichtungen vorhanden“, sagte Bürgermeister Feneberg damals. „Solche Maßnahmen sind für eine Gemeinde Meilensteine auf dem Weg durch die Zukunft, was immer diese auch bringen mag.“

Neu ist die Kooperation mit dem Waldkindergarten Schelmengrund in der Nähe von Schönebürg, welche die Gemeinde Achstetten im vergangenen Jahr eingegangen ist.

Sehr begrüßt hat Bürgermeister Kai Feneberg, dass sich, nach einer Zahnärztin, im vergangenen Jahr auch eine Allgemeinärztin mit ihrer Praxis in der Gemeinde niedergelassen hat. So ist Achstetten auch im Bereich der Gesundheitsversorgung der Bürgerinnen und Bürger gut aufgestellt. Achstetten - Bäckereien und Lebensmittelgeschäfte sorgen zudem für die Möglichkeit des wohnortnahen Einkaufs.
        
Das Vereinsgelände der TSG Achstetten. FOTO: SONJA NIEDERER
Das Vereinsgelände der TSG Achstetten. FOTO: SONJA NIEDERER
Auch der Freizeitwert in der Gemeinde kann sich sehen lassen. Mehr als 20 Vereine und Organisationen prägen das örtliche Leben und tragen mit ihren vielfältigen kulturellen sowie sportlichen Angeboten und Veranstaltungen zu einem hohen Erholungs- und Freizeitwert bei.

Einige der Vereine können dabei schon auf eine sehr lange Tradition zurückblicken, wie zum Beispiel die TSG Achstetten, die im Jahr 2012 ihr 150- jähriges Bestehen feiern konnte. Mit einem Festabend blickten die Sportfreunde Bronnen im vergangenen Jahr auf eine 70-jährige Vereinsgeschichte zurück.

Auch gesungen wird in Achstetten sehr gerne. Bereits seit 130 Jahren gibt es den Kirchenchor Achstetten. Sein 125-jähriges Bestehen kann in diesem Jahr der Gesangverein „Liederkranz“ Oberholzheim feiern. Der Gesangverein „Sängerkreis“ Stetten wurde im Jahr 1922 gegründet und wird in zwei Jahren 100 Jahre alt. Noch ganz jung ist der Kinderchor in Stetten, der zum Sängerkreis gehört und der im letzten Jahr sein zehnjährige Bestehen feiern konnte.

Musikvereine in Stetten, Oberholzheim und Achstetten ruden das musikalische Angebot ab. Erweitert wird dieses noch von den Achstetter Kirchenkonzerten, die es seit der Einweihung der Orgel in der Kirche Sankt Oswald im Jahr 2001 gibt und von denen vier im Jahr mit wechselnden Künstlern stattfinden. son

Wachsende Bevölkerung braucht Bauland

In der Gesamtansicht: Achstetten mit Kirche, Wohnbebauung und Schule. FOTO: SONJA NIEDERER
In der Gesamtansicht: Achstetten mit Kirche, Wohnbebauung und Schule. FOTO: SONJA NIEDERER
Die von den Vereinen veranstalteten Zelt- oder Gartenfeste, Hocketen oder unterschiedlichen Sportveranstaltungen, wie etwa den Uhlmann-Halder-Cup, tragen dazu bei, dass der Bevölkerung Kurzweil und beste Unterhaltung geboten wird. Sie locken auch etliche Besucher von außerhalb.

ACHSTETTEN - Theateraufführungen des SC Stetten oder des Achstetter Theaterschubbas runden das Angebot ab. Das alles macht die Gemeinde zu einem beliebten Wohnort, wie an der Bevölkerungsstatistik der vergangenen fünf Jahre zu sehen ist. Waren 1995 noch 4462 Personen gemeldet, sind es aktuell 5014 Personen, was einen Bevölkerungszuwachs von elf Prozent ergibt.

Laut einer Erhebung des statistischen Landesamtes ist die Gemeinde Achstetten in den vergangenen zehn Jahren sogar um 19,7 Prozent gewachsen und hat somit im Vergleich zu anderen Gemeinden im Landkreis Biberach den größten Sprung gemacht.

Und gerade weil die Gemeinde so beliebt ist und die Bevölkerungszahlen stetig nach oben gehen, ist es auch notwendig, das nötige Bauland zur Verfügung zu stellen. Nach welchen Kriterien die Bauplätze zu vergeben sind, das wurde in der letzten Zeit landauf und landab viel diskutiert. So auch in Achstetten, wo sich der Gemeinderat viele Gedanken gemacht hat und dieses Thema in etlichen Sitzungen diskutiert und beraten wurde.
       
Das Baugebiet Bachacker II in Achstetten. FOTO: SONJA NIEDERER
Das Baugebiet Bachacker II in Achstetten. FOTO: SONJA NIEDERER
Wie wichtig die Erstellung solcher Richtlinien ist, zeigt sich unter anderem auch daran, dass es in Achstetten derzeit auf 16 Bauplätze rund 180 Bewerber gibt. Im Januar war es nun soweit, und die neuen Bauplatzvergaberichtlinien für die Gemeinde Achstetten wurden vom Gemeinderat verabschiedet.

Ein einschneidendes Ereignis in der Kommunalpolitik war im vergangenen Jahr auch die Auflösung der Ortschaftsräte in den Teilorten Bronnen und Oberholzheim. Einzig in Stetten blieb der Ortschaftsrat erhalten. Als neuer Ortsvorsteher wurde dort Manfred Staudacher gewählt.

Investiert wird an allen Ecken und Enden, nicht nur von Seiten der Gemeinde, sondern auch bei den Vereinen. So konnte die TSG Achstetten im vergangenen Jahr einen neuen Funktionsanbau einweihen. Achstetten - Hinter dem Sportheim ist ein Neubau entstanden, der vier Umkleidekabinen, zwei Duschräume, eine Umkleidekabine für Schiedsrichter, WC-Anlagen und Funktionsräume, wie Büro, Ball-, Sanitäts- und Technikräume und einen Verkaufsraum für Imbisse enthält.

Die Sportfreunde Bronnen konnten die grundlegende Sanierung ihres Sportgeländes mit Trainings- und Hauptplatz und der Installation einer neuen LED-Flutlichtanlage abschließen.
     
So sind alle gut aufgestellt für die Zukunft, und die Bürger können sich durch das umfassende Angebot auf vielfältige Art sportlich oder musikalisch betätigen.

Aber die Achstetter blicken auch über den Tellerrand hinaus. So ist eine Gruppe von Stetter Bürgern im September 2018 in die kleine Gemeinde Chenay in Frankreich gereist und hat dort an den Feierlichkeiten zum Ende des 1. Weltkrieges teilgenommen. Initiiert wurde diese Reise von Hermann Weinbuch, einem gebürtigen Stetter, der schon viele Jahre dort wohnt. Die Reisegruppe hatte von dort einen Eichenschössling mitgebracht, der dann am 11. November 2018 zum Gedenken an das Ende des 1. Weltkrieges auf der Sonnenwiese in Stetten gepflanzt wurde.

Dieser Eichenschössling sei kein gezüchteter, makelfreier Baum, sondern ein ganz natürlicher und ein ganz besonderer, sagte der damalige Ortsvorsteher Johannes Baur bei den Feierlichkeiten. Es sei ein Eichen-Geschwisterschössling aus dem damals hart umkämpften Gebiet bei Chenay in der Champagne, in dem deutsche und französische Soldaten aufeinander getroffen sind. Bei dem Besuch in Frankreich war auch dort ein kleiner Baum gepflanzt worden.

So wie die kleinen Eichenschösslinge solle auch die deutsch-französische Freundschaft für immer gedeihen und bei allen zukünftigen Generationen ihre Früchte tragen, so Baur.

In der Zwischenzeit haben auch die Franzosen aus Chenay einen Gegenbesuch in Stetten gemacht, und so wächst vielleicht aus dem zarten Pflänzchen Freundschaft in Zukunft eine offizielle Partnerschaft zwischen den Gemeinden. son