Düngen, mähen und vertikutieren

Beim Vertikutieren wird abgestorbenes Material entfernt. FOTO: PR
Nicht nur der Mensch sehnt die warme Jahreszeit herbei. Auch der Rasen im heimischen Garten hat unter grauen und frostigen Wintertagen sichtbar gelitten.

REGION - Umso wichtiger ist es zum Start in die neue Freiluftsaison, dem grünen Teppich die passende Pflege zu spendieren. Düngen, mähen, vertikutieren, so lautet jetzt das Motto. Und zwar am besten genau in dieser Reihenfolge.

Auch bei der Rasenpflege zum Frühjahr ist vieles eine Frage des richtigen Timings. So sollte man beispielsweise nicht direkt zum Rasenmäher greifen, sondern dem Grün zunächst die Chance geben, aus dem Winterschlaf zu erwachen. Voraussetzung sind dauerhaft milde Temperaturen über dem Gefrierpunkt – auch nachts.

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Nach dem Entfernen der Laubreste lässt sich beispielsweise mit einem Rechen die Fläche auflockern. Anschließend braucht der Rasen frische Energie. „Ideal für die Frühjahrskur sind stickstoffbetonte Rasendünger.

Eine besonders wertvolle Kulturpflanze ist der Safrankrokus. FOTO: DANIEL KARMANN
Eine besonders wertvolle Kulturpflanze ist der Safrankrokus. FOTO: DANIEL KARMANN
Frühestens eine bis zwei Wochen nach dem Düngen sollte erstmals wieder der Mäher zum Einsatz kommen“, sagt Rasenexperte Jens Gärtner. „Das Motto lautet: Nicht zu kurz, dafür häufiger schneiden, so können sich die Halme kräftig entwickeln.“ Das Vertikutieren empfiehlt sich erst, wenn der Rasen die erste Wachstumsphase gemeistert hat.

Das Düngen und ein bis zwei Rückschnitte sollten also bereits erfolgt sein. Mit dem Vertikutieren erhält der Rasen wieder Luft und Platz zum Atmen.

Werden beim Vertikutieren kahle Stellen sichtbar, gilt es gezielt nachzusäen. Der Frühling ist die Zeit der Aussaat. Weil sich Sämlinge im Garten aber nur wohlfühlen, wenn die Erde wenig Düngesalze und viel Feuchtigkeit enthält, eignen sich „normale Blumenerde“ oder die Erde direkt aus dem Garten nicht. Ihre Salze laugen die feinen Wurzeln aus. Der Hobbygärtner sollte also unbedingt spezielle und lockere Aussaaterde verwenden.

Gemüsepflanzen, die es warm mögen, wie Paprika oder Tomaten, werden am besten auf der Fensterbank vorgezogen. Da Paprika langsam wächst, sollten die Samen schnellstens ausgesät werden. Tomaten dagegen müssen noch ein bisschen warten, sonst werden die Pflanzen „dünntriebig“.