„Handwerk hat Zukunft“

Über 550 junge interessierte Schüler aus elf Schulen im Landkreis folgten der Einladung der Kreishandwerkerschaft Lindau und nahmen an der Handwerksoffensive im Club Vaudeville teil. Rund 75 Handweker nutzten die Plattform, um die Schüler, Lehrer und Ehrengäste über die Vielfältigkeit der Branche zu informieren.

Von Viktoria Benz

LINDAU -Zum siebten Mal hat die Kreishandwerkerschaft zur Handwerksoffensive nach Lindau eingeladen. Von 8 Uhr bis 12. 30 Uhr herrschte ein reges Treiben in den Räumlichkeiten des Club Vaudevilles. „Der Club ist ein hervorragender Ort für dieses Format“, sagt Kreishandwerksmeister Ulrich Kaiser. Etwa 75 Handwerker, darunter auch Auszubildende, nutzten die Plattform, um über ihren Beruf zu informieren. „Würden sie nicht eherenamtlich an der Veranstaltung teilnehmen, hätten wir sicherlich Ausgaben in Höhe von 15000 Euro“, sagt Ulrich Kaiser und schätzt das Engagement der Handwerker.
    
Für die acht Innungen aus Lindau ist die Teilnahme an der Handwerksoffensive ohnehin die ideale Plattform, junge Menschen für das Handwerk zu begeistern. Das Handwerk werde häufig unterschätzt. Die Berufe seien vielfältig, haben Zukunft und man verdiene gutes Geld. Außerdem bieten Handwerksberufe beste Aussichten auf Selbstständigkeit, sind sich die Innungsmeister einig. Neben den Innungen aus Lindau, bei welchen die Handwerksoffensive schon fest im Jahreskalender steht, bereichern auch weitere Innungen und Handwerksbetriebe aus dem Umkreis die Veranstaltung. Kaiser sagt: „Zum ersten Mal in diesem Jahr stellte die Druckerei Holzer zwei Berufe vor. Neu war außerdem die Theatermalerei, die meine Tochter Karolina Kaiser den Schülern näher gebracht hat.“ So hatten die Jugendlichen mit 25 Berufen ein breites Angebot an Handwerksberufen, in die sie hineinschnuppern durften.
    
Im 30-Minuten-Takt wechselten die Schüler die Berufsstände, die sie vorab auswählen durften. „Wir haben weitestgehend versucht, dass die Schüler auch die gewünschten Stationen besuchen konnten. Leider war uns das nicht immer möglich“, sagt Kreishandwerksmeister Kaiser. Eine Schülerin, die von insgesamt vier ausgewählten Stationen nur zwei besuchen konnte, fand das gar nicht schlimm. „Es ist spannend gewesen, zwei völlig fremde Berufe kennenzulernen, die mich im Vorhinein nicht interessierten, mir dann aber doch sehr viel Spaß gemacht haben.“ Nicht nur von den Schülern, sondern auch von der Lehrerschaft, den Handwerkern und den Ehrengästen, darunter Landrat Stegmann, Oberbürgermeister Dr. Ecker, drei OB-Kandidaten und vielen weiteren hat Ulrich Kaiser ein positives Feedback bekommen. Er wird das Amt des Kreishandwerksmeisters im Mai abgeben, die Organisation der Handwerksoffensive aber wird er weiterhin in den nächsten Jahren innehaben und verantworten.
    

Handwerksberufe

1. Anlagenmechaniker Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (Innung)
2. Bäcker*in (Innung)
3. Landschaftsgärtner*in (Fa. Pia Präger)
4. Kältetechniker*in (Fa. Kälte-Fritz)
5. Medientechnolog*in Druck + Drucktechnik (Fa. Holzer)
6. Elektroniker*in div. Fachbereichen ( Innung)
7. Zahntechniker*in (Fa. Lindauer Zahntechnik)
8. Fliesenleger*in (Innung)
9. Friseur*in und Kosmetiker*in (Innung)
10. Glaser*in (Innung)
11. Informationstechniker*in ( Fa. Birk)
12. Kfz-Mechatroniker*in ( Fa. Stadler)
13. Maler*in und Lackierer*in (Innung)
14. Maurer*in (Innung)
15. Mediengestalter*in (Fa: Medieninsel)
16. Metallbauer*in (Innung)
17. Zimmerer*in (Innung)
18. Veranstaltungstechniker*in (Club Vaude.)
19. Parkettleger*in ( Fa. Kaiser)
20. Raumausstatter*in (Fa. Reutin)
21. Schneider*in ( Unternehmen Chance)
22. Schreiner*in (Innung)
23. Spengler*in (Innung)
24. Steinmetz*in (Fa. Schneider +Fa. Wiesenmayer)
25. Theatermalerei (Karolina Kaiser)