Fasnetssamstag-Umzug

Die Untermarchtaler Narren erwarten am Samstag wieder viele närrische Gäste. FOTO: NARRENZUNFT

Wenn es wieder lautstark „Schopfboale-Hoi“ durch die Straßen von Untermarchtal schallt, dann steht der traditionelle Fasnetssamstags-Umzug auf dem närrischen Programm der Untermarchtaler Narrenzunft. Am Samstag, 22. Februar, ab 14 Uhr ist es wieder soweit. 

UNTERMARCHTAL - Wenn Schopfboale, Altlacha-Hexa, Hokama und Co. in der heißen Phase der Fasnetszeit zum traditionellen Fasnetssamstags-Umzug nach Untermarchtal einladen, dann lassen sich Narren und närrische Musiker aus der Region nicht lange bitten. Und wie immer werden auch in diesem Jahr originelle Gruppen unterwegs sein, um dem närrischen Gaudiwurm das „typische Untermarchtaler Flair“ zu geben.

Traditionell beginnt der Untermarchtaler Fasnetssamstag am Morgen mit dem Zunftmeisterempfang, bei dem sich Großkopfete, Obernarren und Narrenoberhäupter gemeinsam mit Untermarchtals Zunftmeister Thorsten Faad mit launigen Reden und einem Vesper auf den Narrensprung am Nachmittag einstimmen. Pünktlich um 14 Uhr startet dann der traditionelle Fasnetssamstag-Umzug, in dem Narren und Musiker in 42 Gruppen vom Klosterhof über die Donaubrücke, vorbei an der Zunftstube der gastgebenden Narren zur Mehrzweckhalle ziehen werden.


Narrenbüttel werden den Umzug anführen

Traditionell wird der närrische Zug angeführt von den Untermachtaler Narrenbütteln auf ihrer motorisierten Kutsche. Ihnen folgen unter den Klängen des Musikvereins aus Frankenhofen die maskierten Grundschüler und Kindergartenkindern. Mit lauten „Schopfboale-Hoi“-Rufen werden dann „dr Hokama ond seine Altlacha-Hexa“, die Untermarchtaler Sieben Schwaben sowie die große Gruppe der Schopfboale an den Zuschauern vorbeiziehen. Mit immer neuen Ideen sorgen die originellen Gruppen im Umzug wieder für besondere Hingucker, kommen mit den Zuschauern ins Gespräch und verteilen ihre beliebten Gromet. Und wie immer sind die Themen der originellen Gruppen bis zum Fasnetssamstag-Umzug natürlich ein streng gehütetes Untermarchtaler Fasnetsgeheimnis. Mit dabei sind wieder der Liederkranz und die Venezianer sowie eine Maschger-Gruppe, die sich „Quallen Lauterach“ nennt.

Im Fasnetsamstag-Umzug werden die Munderkinger Spittlnarren, die Emerkinger Fetzasprenger und die Narren aus Obermarchtal genauso zu sehen sein, wie Babelesbuaba aus Rottenacker, Nesselweiber aus Nasgenstadt, Schandgraba-Hupfer aus Schaiblishausen und das Bergemer Galgamale. Auch Brugga-Goischdr aus Dettingen, Bürgeles-Hexa aus Kirchen, Höllgraba-Hexa aus Gamerschwang und Pflugraicher aus Uttenweiler werden beim Fasnetssamstags-Umzug in Untermarchtal ihre närrische Visitenkarte abgeben. Trommler und Pfeifer der Munderkinger Trommgesellenzunft, der Fanfarenzug aus Obermarchtal, die Musikkapellen aus Kirchen, Frankenhofen und Obermarchtal sowie die „Wilden Munderkinger“ der dortigen Stadtkapelle und die „Staiger Gugga Bätscher“ werden im Umzug für närrische Töne und gute Stimmung sorgen.

Auch Narren, die eher selten in der Region zu sehen sind, wie die Holzbrokeler aus Winzingen, die Narrengruppe aus Wiesensteig, Häfeles-Schemma aus Donzdorf oder Arnegger Weethexen und Hansel werden zum Fasnetssamtags-Umzug nach Untermarchtal kommen.

Wenn die vielen Narren und Musiker am Publikum vorbeigezogen sind, ist der Untermarchtaler Fasnetssamstag aber noch lange nicht vorbei. Nach dem Umzug steigt das bunte Narrentreiben im närrischen Dorf. Heiß her wird’s im Partyzelt bei der Feuerwehr und an der Hallenbar gehen. Wer es ruhiger mag, bekommt im Obergeschoss der Mehrzweckhalle sowie in der Zunftstube Kaffee und Kuchen. Auf der Hallenbühne werden mehrere Musikgruppen auftreten. und im Keller der Grundschule wird die „Schlager-Bar“ wieder geöffnet sein. Karl-Heinz Burghart