Einbruchschutz spart Ärger und Geld

Ein Einbrecher dringt in ein Haus ein. FOTO: WWW.BILDERBOX.COM
Nicht nur diejenigen, die in Urlaub fahren, sollten sich über einen geeigneten Einbruchschutz Gedanken machen.

REGION - Denn auch in kurzen Momenten der Abwesenheit können Diebe in Ihr Haus eindringen und große Schäden anrichten. Um zu Hause für ausreichend Sicherheit zu sorgen, empfiehlt es sich daher, einige Vorkehrungen zu treffen.„80 Prozent der Einbrüche erfolgen über das Aufhebeln des Fensters oder der Fenstertür."

Darauf weist das Netzwerk „Zuhause sicher", eine Initiative von Polizeibehörden, hin. Wirksamer Einbruchschutz sollte hier ansetzen. Es gibt mehrere kostengünstige Maßnahmen, durch die Fenster sowie Balkon- und Terrassentüren einbruchsicher werden. Die Erfahrungen der Polizei zeigen: Die wenigsten Einbrecher schlagen eine Scheibe ein, um ins Haus zu gelangen. Das macht Lärm und erhöht das Risiko, auf frischer Tat ertappt zu werden.

Die Aufklärungsquote ist bei Wohnungseinbrüchen weiterhin sehr gering. Die Taten erzeugen Unsicherheit und Angst. Schließlich wird der persönliche Bereich in den eigenen vier Wänden verletzt. Für viele Menschen ist das schlimmer als der Verlust von Schmuck oder Bargeld. Sie fühlen sich nach dem Einbruch oft zu Hause nicht mehr sicher und ziehen um.

Zu den größten Schwachstellen gehören Türen und Fenster, da sie häufig nicht richtig schließen oder der Schließzylinder der Türschlösser zu weit übersteht. Mit Brechstange, Schraubenzieher oder Zange lassen sie sich leicht öffnen und stellen so für Einbrecher keine große Hürde dar, um in Ihr zu Hause zu gelangen.

Das Aufhebeln ungesicherter Fenster ist denkbar einfach. Es dauert nur wenige Sekunden und verursacht kaum Lärm. Einbrecher brauchen dafür kein Spezialwerkzeug, sondern lediglich einen stabilen Schraubendreher. Diese Methode ist daher bei Gelegenheitstätern besonders beliebt – auf deren Konto gehen vier von fünf Einbrüchen.

Die Verbesserung des Einbruchschutzes ist nicht wirklich teuer. Auch neue Fenster und Türen müssen Sie nicht montieren – zusätzliche Sicherheit erreichen Sie bereits durch Nachrüsten. „Eine Nachrüstung der bestehenden Fenster und Fenstertüren ist fast immer möglich", sagt Sicherheitsexpertin Carolin Hackemack vom Netzwerk „Zuhause sicher“.

Aber auch wenn man spezielle einbruchsichere Fenster installiert haben und mit einer massiven Haustür den Schutz vor Langfingern erhöhen möchte, sollte man Risikofaktoren beseitigen, die dem Dieb den Einstieg in Ihr Zuhause erleichtern könnten. Hierzu zählen gekippte Fenster oder Balkontüren: Mit Leichtigkeit und in kurzer Zeit gelingt es Einbrechern, sich Zugang zu Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus zu verschaffen. Auch Zusatzsicherungen wie Schlösser und Riegel an Fenstern und Türen bieten keinen hundertprozentigen Schutz vor Einbruch. Sie erschweren aber den Einstieg, sodass die Wahrscheinlichkeit steigt, den Täter auf frischer Tat zu erwischen.