Ein Tag für die Liebe

Rote Rosen sind der Klassiker am Valentinstag. FOTO: DJD 
Von den einen mit glänzenden Augen zelebriert, von anderen mit kalter Schulter ignoriert. Der Valentinstag ist allen bekannt, aber nicht jeder feiert ihn. Der Gedanke, einen Tag im Jahr der Liebe zu widmen, kann jenseits von roten Rosen und rosa Herzchen dennoch gute Impulse für Beziehungen und Partnerschaft geben.
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REGION - Gelegentlich steht er im Verdacht, nur der Umsatzförderung der Floristen zu dienen, doch der Valentinstag ist keine Erfindung der Blumenhändler. In Deutschland findet der Tag der Verliebten, anders als in anderen europäischen Ländern, erst seit gut 60 Jahren Beachtung. Die Bräuche zum 14. Februar fanden durch den amerikanischen Einfluss in der Nachkriegszeit ihren Weg in den hiesigen Festreigen.

Blumen, vor allem rote Rosen, und Herzen aller Art sind das Hauptmerkmal des Valentinstages. Außer Blumensträußen und Menüs bei Kerzenschein werden heute sogar Reisen für Verliebte angepriesen. Mehr als der Wert der Geschenke, bedeutet die Aufmerksamkeit, die frau oder man dem Partner und der Partnerin schenkt: Ein Erinnern daran, wie es war, als man sich verliebte. Ein Erinnern daran, was man für den anderen empfindet. Und das größte Geschenk dürfte es sein, sich Zeit füreinander zu nehmen.

Ein Tag für die Liebe heißt genau genommen auch: Ein Tag ohne Erwartungen und Bedingungen, ohne Eifersucht und Missgunst. Wie würde es sich anfühlen, den anderen so zu nehmen, wie er ist? Zu geben, ohne aufzurechnen? Das Glück des anderen zu suchen, indem jeder dem anderen die kleinen Freuden und Freiheiten im Alltag gönnt? Wäre das nicht Liebe im eigentlichen Sinn? Wenn wir daran denken und über das sprechen, was unsere Seele berührt – und nicht den Geldbeutel oder Terminkalender – könnte die Beziehung dann nicht viel gewinnen? Nähe, Vertrautheit und Geborgenheit können das Leben bereichern und erleichtern.