Tobias Schmid erfüllt sich den Traum vom eigenen Stuckateurbetrieb

Tobias Schmid möchte im September einen Lehrling einstellen und freut sich über Bewerbungen. FOTO: KOEPKE
Der Stuckateurmeister Tobias Schmid hat sich im August 2019 selbstständig gemacht und ein eigenes Unternehmen namens „Putz und Farbe Schmid“ gegründet. Die Adresse des Firmensitzes lautet Untere Wiesen 2 in Kanzach. Das Unternehmen befindet sich noch im Aufbau. Derzeit wickelt der 27-Jährige alle Aufträge selbst ab – von der Bürotätigkeit bis hin zur Arbeit auf der Baustelle. Doch das soll sich bald ändern. Er sucht Verstärkung.

KANZACH - Momentan hat Tobias Schmid hauptsächlich kleinere Aufträge im Fassaden- und Sanierungsbereich. Dabei bedient er zu 90 Prozent Privatkunden. Sein Plan ist es, nach und nach Mitarbeiter einzustellen, um vermehrt auch gewerbliche Aufträge annehmen zu können. „Denn dafür braucht es mehr Personal“, sagt der junge Stuckateurmeister.

Im September möchte er seinen ersten Lehrling einstellen. Über Bewerbungen an die E-Mail-Adresse info@putzundfarbeschmid.de würde er sich freuen. Voraussetzungen für eine Lehre als Stuckateur sind ein guter Hauptschulabschluss, handwerkliche Begabung und eine kräftige, fitte körperliche Verfassung. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Der Blockunterricht in der Theorie findet in Biberach statt, in der Praxis in Leonberg bei Stuttgart. „Im Vergleich zu anderen Handwerksberufen sind die Verdienstmöglichkeiten eines Stuckateurs sehr gut. Auch schon in der Ausbildung“, sagt der Kanzacher.

Was Tobias Schmid an seinem Beruf liebt, ist, dass seine Profession abwechslungsreich ist, er viel herumkommt, da er im Umkreis von bis zu 50 Kilometern unterwegs ist, und dass er viel draußen arbeiten kann. „Gerade wenn es Frühling wird, die Sonne an Kraft gewinnt und ich an der frischen Luft im T-Shirt schaffen kann, ist das bombig“, schwärmt er.

Im kommenden Jahr möchte er weitere Mitarbeiter einstellen. Gerne auch ausgelernte Kräfte. Schmid selbst hat seine Lehrjahre bei der Franz Selg GmbH in Riedlingen absolviert. Mit 23 Jahren hat er dort seinen Meister gemacht und noch einige Jahre Berufserfahrung in dem Riedlinger Unternehmen gesammelt, bevor er sich seinen Traum von der Selbstständigkeit erfüllt hat.

Das Handwerk liegt in Schmids Familie. Sein Vater ist gelernter Maler und seit 30 Jahren als Vorarbeiter tätig. „Ich habe meinen Papa als Bub manchmal bei der Arbeit begleitet und durfte kleinere Handgriffe selbst erledigen. Dabei habe ich quasi Blut geleckt“, erinnert sich der 27-Jährige.

Seine Kunden können im nächsten Monat von einem besonderen Angebot profitieren: Bei allen Aufträgen für Fassadenanstriche, die im März bei „Putz und Farbe Schmid“ eingehen, gibt es einen Eimer Premiumfassadenfarbe gratis. „Solch ein Eimer kostet 120 Euro“, erläutert der Jungunternehmer. Kristina Schmidl